Die neuen Studiengänge haben für alle Lehrämter dieselbe Dauer, weisen jedoch entsprechend der Anforderungen an die einzelnen Lehrämter ein jeweils eigenes Profil auf.

Das Studium gliedert sich in einen Bachelor- und einen darauf aufbauenden Masterstudiengang.

Die Bachelorstudiengänge haben eine Regelstudienzeit von sechs Semestern, die darauf aufbauenden Masterstudiengänge eine Regelstudienzeit von vier Semestern.

Die Studiengänge gliedern sich in Module.

Während des ersten Studienjahres des Bachelorstudiums ist ein Orientierungspraktikum zu absolvieren. Daneben beinhaltet das Bachelorstudium ein außerschulisches oder schulisches Berufsfeldpraktikum.

Das Masterstudium beinhaltet ein Praxissemester, welches im zweiten, spätestens im dritten Semester des Masterstudienganges absolviert werden soll.

Für jedes Lehramt sind 300 Leistungspunkte zu erbringen. Die vorgesehene Verteilung der Leistungspunkte finden Sie hier.

Nach erfolgreichem Bachelorstudiengang erwerben Sie den jeweiligen Bachelor (z. B. "Bachelor of Arts"); nach erfolgreichem Masterstudiengang erwerben Sie den "Master of Education".

 

Der Bachelor stellt im Allgemeinen einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss dar, der im Fall der neuen Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen in einer Regelstudienzeit von sechs Semestern erworben werden kann. Der Bachelor wird in zwei Fächern abgelegt, enthält bereits bildungswissenschaftliche Elemente und befähigt zum Eintritt in einen darauf aufbauenden Masterstudiengang.

 

Der Master of Education ist ein vertiefender Studiengang und in vier Semestern zu absolvieren. In der neuen Lehrerausbildung wird der Bachelor an vielen Hochschulen stärker fachlich, der Master stärker fachdidaktisch und bildungswissenschaftlich ausgelegt werden.

 

Module sind Einheiten (Lernpakete), in denen Lehrveranstaltungen thematisch mit dem Ziel, den Erwerb bestimmter Kompetenzen zu ermöglichen, zusammengefasst sind.

 

Leistungspunkte beschreiben den angenommenen Arbeitsaufwand (workload) von Studierenden. Ein Leistungspunkt entspricht 25 bis 30 Arbeitsstunden und umfasst dabei auch die Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen. Was Leistungspunkte umfassen, ist in einer europaweit einheitlichen Weise im European Credit Transfer System (ECTS) festgelegt. Es macht die Leistungen der Studierenden vergleichbarer und leichter anrechenbar. Ein Semester wird danach üblicherweise mit 30 Leistungspunkten bewertet. Ein sechssemestriger Bachelor umfasst danach 180 und ein zweijähriger Master 120 Leistungspunkte.

 

 

Die Akkreditierung ist eine vorauslaufende Qualitätsüberprüfung durch Experten. Die Studiengänge der Hochschulen werden durch eine staatliche, unabhängige Akkreditierungsagentur überprüft. Im Falle der neuen Lehrerausbildung ist das Ministerium für Schule und Weiterbildung an der Bachelor-Akkreditierung als zentraler Arbeitgeber beteiligt. Bei der Master-Akkreditierung ist die Zustimmung des Ministeriums für Schule und Bildung erforderlich. Die Akkreditierung bescheinigt den lehrerausbildenden Hochschulen, dass die Studiengänge den Qualitätsanforderungen der Fachdisziplinen und den gesetzlichen Erfordernissen beim Zugang zum Vorbereitungsdienst (= Referendariat) entsprechen.

Im Zusammenhang mit einem Studiengang bedeutet Polyvalenz, dass der durch den Studiengang erworbene Abschluss vielseitig verwendbar ist. In der neuen Lehrerausbildung soll der Bachelorstudiengang so ausgestaltet sein, dass er nicht nur lehramtsspezifische Elemente enthält, sondern Kompetenzen vermittelt, die auch für andere Berufsfelder der Wissensvermittlung außerhalb der Schule eine Grundlage bieten.

 

Das Portfolio ist (in der Regel) eine Mappe, in der Leistungsbelege, Zeugnisse und Dokumentationen gesammelt werden. Das Portfolio dokumentiert die einzelnen Stationen der mit dem Studium zusammenhängenden Praxisphasen und des Vorbereitungsdienstes. Ziel ist eine Ausbildung, die einen zusammenhängenden Kompetenzaufbau gewährleistet.

 

Der Diplomzusatz ergänzt die offiziellen Dokumente über die Hochschulabschlüsse. Es ist ein Dokument, welches einheitliche Angaben zur Beschreibung der Hochschulabschlüsse enthält, z. B. Zugangsvoraussetzungen, Kompetenzziele, Studieninhalte. Dadurch soll die Einstufung und Bewertung der Abschlüsse in anderen Bundesländern und auch außerhalb von Deutschland erleichtert werden.

Im Diplomzusatz der Lehramtsstudiengänge werden insbesondere auch das lehramtsrelevante Profil des Studiums und die Praxiselemente dokumentiert.

 

Um in den Master-Studiengang zu kommen, müssen Sie sich an der Hochschule, die den entsprechenden Master-Studiengang anbietet, bewerben.

 

Das hängt von den vorhandenen Kapazitäten und der Ausgestaltung der Bachelor-Studiengänge und -abschlüsse (einschließlich ihres berufsqualifizierenden Charakters) an den einzelnen Hochschulen ab. Hochschulen können ihre Bachelor-Studiengänge so gestalten, dass sie für Master-Studiengänge für verschiedene Lehrämter geeignet sind; das erhöht die Anschlussfähigkeit für die Absolventinnen und Absolventen. Unter Umständen müssen aber auch Wartezeiten oder Hochschulwechsel in Kauf genommen werden.

 

Dies entscheidet - wie bei allen übrigen Studiengängen auch - die Hochschule. Sie kann einen (zunächst vorläufigen) Einstieg in den ´anderen´ Lehramts-Master zulassen, wenn während des Masters Leistungen des Bachelorstudiums nachgeholt werden und zu erwarten ist, dass dies innerhalb eines Jahres geschieht.

 

Dies entscheidet die Hochschule. Sie kann einen (zunächst vorläufigen) Einstieg in den Lehramts-Master zulassen, wenn während des Masters Leistungen des Bachelorstudiums nachgeholt werden und zu erwarten ist, dass dies innerhalb eines Jahres geschieht.

Ein Wechsel ist aufgrund der polyvalenten Elemente des Bachelorstudienganges grundsätzlich möglich. Letztendlich hängt die Entscheidung jedoch von den Voraussetzungen ab, die die Hochschule an den Zugang zum jeweiligen Master stellt.

 

Dies ist grundsätzlich möglich. Die Entscheidung trifft die jeweilige Hochschule; sie hängt auch von den Voraussetzungen ab, die die Hochschule an den Zugang zum jeweiligen Master stellt. Da die einzelnen Bundesländer bei der Ausgestaltung der Lehramtsstudiengänge die gemeinsam vereinbarten Vorgaben der Kultusministerkonferenz berücksichtigen (z. B. den sog. Quedlinburger Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 2.6.2005), ist davon auszugehen, dass ein Wechsel nach Nordrhein-Westfalen im Regelfall möglich sein wird.

 

Dies ist grundsätzlich möglich. Die Entscheidung trifft die jeweilige Hochschule; sie hängt von den Voraussetzungen ab, die die Hochschule an den Zugang zum jeweiligen Master stellt.

 

Generell ist dies nicht möglich; im Spezialfall für das Lehramt an Berufskollegs mit zwei verwandten beruflichen Fachrichtungen kann die Hochschule den Zugang von FH-Bachelor-Absolventen zum Lehramts-Master aber ermöglichen. Ein Zugang zum Vorbereitungsdienst ist dann möglich, sofern der Master-Abschluss ausschließlich an einer Universität oder in den Unterrichtsfächern Kunst, Musik und Sport an Kunst- und Musikhochschulen oder an der Deutschen Sporthochschule Köln erworben wird.

Anderen Absolventinnen und Absolventen eines FH-Bachelors bleibt die Möglichkeit, Ihre Leistungen im Rahmen eines universitären Bachelorstudienganges anrechnen zu lassen, wobei Voraussetzung ist, dass das Lehramtsstudium insgesamt überwiegend an der Universität absolviert wird.

 

Eine weitere Lehramtsbefähigung können Sie wie bisher durch den Erwerb des für dieses Lehramt vorgesehenen Hochschulabschlusses erwerben.

 

Eine Lehrbefähigung für ein weiteres Fach können Sie durch weitere Studien- und Prüfungsleistungen an einer Hochschule erwerben.

Das Praxissemester findet im zweiten oder dritten Semester der Masterphase des Studiums statt. Es orientiert sich am Schulhalbjahr und der zentrale Lernort ist die Praktikumsschule. Verantwortet wird es von den Hochschulen; ausbildungsfachlich wird es von den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (bisherige Studienseminare) begleitet. Zugleich sollen Lehrforschungsprojekte der Lehrer ausbildenden Universitäten (vor allem aus der Schulpädagogik und der allgemeinen Didaktik) damit verbunden werden. Das Praxissemester soll erste berufliche Handlungskompetenzen als Lehrerin/Lehrer vermitteln sowie in den nachfolgenden Studienteilen ein gezielteres Studium ermöglichen.

Dieses wird den Lehramtsstudierenden der Studiengänge nach dem Lehrerausbildungsgesetz an den jeweiligen Lehrer ausbildenden Hochschulen bekannt gemacht werden. Die Praktikumsvergabe erfolgt durch das Portal zur Vergabe von Praktikumsplätzen im Praxissemester. Dort können Praktikumsschulen entsprechend dem Lehramt und den studierten Fächern ausgewählt werden.