Eine Standardorientierung durch zentral gestellte Prüfungsaufgaben setzt grundsätzlich einheitliche Aufgabenstellungen voraus. Die Anpassung der schulinternen Lehrpläne ist deshalb auch für Schulen mit fachlichen Profilen unvermeidbar. Der Gestaltungsspielraum für schulinterne Curricula, den die zentralen Vorgaben berücksichtigen, sollte in der Regel fachliche Profile weiterhin ermöglichen.

Kopplungen von Grund- und Leistungskursen sind nur unter besonderen Voraussetzungen und mit Genehmigung der oberen Schulaufsicht möglich. In diesen Kursen werden für Grund- und Leistungskurs unterschiedliche Aufgaben gestellt, so dass die Schülerinnen und Schüler die schriftliche Prüfung jeweils mit den Grund- oder Leistungskursen im betreffenden Fach ablegen. Schulen müssen hier mit besonderer Sorgfalt darauf achten, dass alle Schülerinnen und Schüler entsprechend den für sie geltenden Vorgaben unterrichtet werden.

Jahrgangsübergreifende Kurse sind nur in Ausnahmefällen zulässig. Für solche Kurse sind im schulinternen Curriculum die inhaltlichen Schwerpunkte verbindlich den Jahrgangsstufen Q1 und Q2 zuzuordnen. Die Sicherung einer angemessenen Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die zentralen Prüfungen ist hier besonders schwierig und die Schulen müssen mit besonderer Sorgfalt darauf achten, dass alle Schülerinnen und Schüler entsprechend den für sie geltenden Vorgaben unterrichtet werden.

Schülerinnen und Schüler, die eine Jahrgangsstufe in der Qualifikationsphase wiederholen, machen das Abitur entsprechend den Vorgaben, die für das Wiederholungsjahr gelten.
Für Schulen ergibt sich daher die Notwendigkeit, im schulinternen Curriculum inhaltliche Schwerpunkte verlässlich bestimmten Halbjahren zuzuordnen. Damit haben auch Schülerinnen und Schüler, die eine Jahrgangsstufe wiederholen, angemessene Voraussetzungen, um sich auf die zentralen Abiturprüfungen vorzubereiten.
Sofern inhaltliche Vorgaben geändert werden, kann sich für Wiederholer ab dem Halbjahr Q1.2 die Notwendigkeit ergeben, einzelne Inhalte aus dem Halbjahr Q1.1 nachzuholen. Betroffene Schülerinnen und Schüler sollten deshalb in jedem Fall die Beratung durch die unterrichtende Lehrkraft suchen.

Ein Schulwechsel innerhalb der Qualifikationsphase sollte nur aus zwingenden Gründen erfolgen, da die internen Curricula der Schulen eine unterschiedliche Abfolge der Lerninhalte vorsehen können. In jedem Fall sind eine entsprechende Beratung der Schülerin oder des Schülers und die Rücksprache mit der aufnehmenden Schule und ggf. der zuständigen Schulaufsicht erforderlich.
Bei einem Schulwechsel zu Beginn der Q1.2 ist das selbstständige Nacharbeiten der Inhalte der Q1.1 unter Anleitung der Fachlehrerin oder des Fachlehrers zumutbar. Ein Schulwechsel ab der Q2 setzt u.U. Einzelfallregelungen zur Sicherung einer angemessenen Vorbereitung auf die zentral gestellten Prüfungsaufgaben voraus, für die die aufnehmende Schule die Verantwortung trägt. In der Regel ist im Interesse der Sicherung der Schullaufbahn die zuständige Schulaufsicht hinzuzuziehen.

Ja. Schülerinnen und Schüler, die zentrale Abiturprüfungen krankheitsbedingt versäumen und dies durch ein Attest nachweisen, holen die entsprechenden Prüfungen an einem vorgegebenen Termin unter sonst gleichen Bedingungen nach. Sie erhalten andere gleichwertige Prüfungsaufgaben.