Portrait Junge mit Maske

Ganztags- und Betreuungsangebote in der Primarstufe und der Sekundarstufe I bei einem vollständigen Präsenzbetrieb

(Bei Inzidenz unter einem Wert von 100)

Offene und gebundene Ganztagsangebote und Betreuungsangebote gemäß BASS 12-63 Nr. 2 können ab dem 31. Mai 2021 wieder aufgenommen werden, wenn ein Schulbetrieb in vollständiger Präsenz zulässig ist.

Müssen die Ganztags- und Betreuungsangebote im vollen Umfang angeboten werden?

Grundsätzlich ist soweit wie möglich ein regulärer Angebotsumfang anzustreben. Die Angebote werden im Rahmen der vorhandenen räumlichen und personellen Kapazitäten unter Beachtung der schulischen Hygienekonzepte wieder aufgenommen. Falls Abweichungen vom regulären zeitlichen Umfang der Angebote erforderlich sind, wird darüber vor Ort unter Einbeziehung der Schulleitung, des Trägers der Angebote und des Schulträgers entschieden.

Ist die Teilnahme an den Ganztagsangeboten verpflichtend?

Nach der Wiederaufnahme der Ganztagsangebote in Primarstufe und Sekundarstufe I gilt, dass von der Teilnahme nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden soll. Eine regelmäßige Teilnahme ist anzustreben. Über Ausnahmen wird vor Ort entschieden.

Was gilt für die Gruppenzusammensetzungen im wiederaufgenommenen Ganztag?

Die Gruppen können wieder so zusammengesetzt werden, wie es das Ganztagskonzept im Normalbetrieb vorsieht. Auch jahrgangsübergreifende Ganztagskonzepte sind wieder möglich. Die Zusammensetzung der Gruppen in den Ganztags- und Betreuungsangeboten ist, wie auch im Unterricht, zu dokumentieren, um bei Bedarf Infektionsketten nachvollziehen zu können. Daher ist es weiterhin wichtig, möglichst konstante Gruppen zu bilden, um die Nachverfolgbarkeit der Kontakte zu gewährleisten.

Fällt die pädagogische Betreuung bei Wiederaufnahme der regulären Ganztags- und Betreuungsangebote weg?

Da die Rückkehr zum angepassten Präsenzbetrieb eine vollständige Beschulung aller Schülerinnen und Schüler der betroffenen Schulen ermöglicht, entfällt dort die pädagogische Betreuung. Die Schülerinnen und Schüler nehmen wieder regulär am Präsenzunterricht einschließlich der – möglicherweise eingeschränkten- Ganztags- und Betreuungsangebote teil.

Eine pädagogische Betreuung wird nur dort angeboten, wo kein regulärer Unterricht in Präsenz möglich ist (Inzidenzen über 100). Eine FAQ zu den pädagogischen Betreuungsangeboten finden Sie hier.

An Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung und Körperliche und motorische Entwicklung kann der Präsenzunterricht auch bei einer Inzidenz über 165 fortgeführt werden. In diesem Fall fällt an diesen Förderschulen die pädagogische Betreuung für Schülerinnen und Schüler weg. 

Auf Antrag der Landschaftsverbände kann das auch für die Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Sehen sowie Hören und Kommunikation gelten. 

Gibt es auch wieder eine Mittagsverpflegung?

Der Betrieb von Schulmensen ist an allen Schulen wieder möglich. Möglich sind auch Angebote der Zwischen- und Mittagsverpflegung durch Dienstleister, Kioske oder Bistros zur Versorgung derjenigen, die sich am Schulstandort aufhalten, wenn die aktuell gültigen Vorgaben gemäß Infektionsschutz und Hygienevorschriften eingehalten werden. Auch für die Mittagsverpflegung gilt: Eine unnötige Vermischung von Gruppen sollte möglichst vermieden werden und die Rückverfolgbarkeit von Kontakten soll gewährleistet sein. Für die konkrete Ausgestaltung der Verpflegung geben die in der Praxis bewährten Hygieneempfehlungen des Ministeriums für Schule und Bildung Hinweise.

Die Ausgestaltung ist durch den Schulträger jeweils in Rücksprache mit Schulleitung und dem örtlichen Gesundheitsamt abzuklären.

Welche Hygienevorgaben sind einzuhalten?

Die Coronabetreuungsverordnung sieht vor (Link zur aktuellen Version), dass alle Personen, die sich im Rahmen der schulischen Nutzung in einem Schulgebäude aufhalten, verpflichtet sind, eine medizinische Maske zu tragen. Bei Schülerinnen und Schülern bis Klasse 8, die aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, kann ersatzweise eine Alltagsmaske getragen werden.

Zudem gelten nach Coronabetreuungsverordnung Ausnahmen für Personen, die insbesondere aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. In Pausenzeiten zur Aufnahme von Speisen und Getränken muss ebenfalls keine Maske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet ist bzw. die Nahrungsaufnahme an festen Plätzen innerhalb derselben Bezugsgruppe erfolgt. Das bedeutet, dass z.B. in festen Betreuungsgruppen bei Abstandswahrung oder in festen Gruppen auf dem Außengelände Maskenpausen eingelegt werden können.

Für Räume und Kontaktflächen gelten die Hygienebestimmungen, die im Rahmen der standortbezogenen Hygienekonzepte festgelegt sind. Eine Desinfektion von Spielzeugen, die gemeinsam genutzt werden, ist nicht erforderlich.

Sind Angebote mit außerschulischen Partnern ganz normal möglich?

Die Mitwirkung externer Partner im Ganztag ist ebenfalls möglich und wird vor Ort im Rahmen der bestehenden Konzepte konkret ausgestaltet. Auch der Besuch außerschulischer Lernorte ist bei einem Schulbetrieb in vollständiger Präsenz wieder möglich, wenn die standortbezogenen und schulischen Hygienevorgaben eigehalten werden.

Erhält das Betreuungspersonal in den wiederaufgenommenen Ganztags- und Betreuungsangeboten auch FFP 2 Masken?

Ja, auch für die vor Ort tätigen Betreuerinnen und Betreuer im offenen Ganztag und anderen Betreuungsangeboten werden weiterhin FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Die genannten Personen werden pro vollem Präsenztag mit zwei FFP-2 Masken ausgestattet. Die Verteilung erfolgt über die Schulträger.

Sind Angebote an den beweglichen Ferientagen und auch in den Sommerferien möglich („OGS-Ferienangebote)?

Angebote der offenen Ganztagsschule sind nach der Coronabetreuungsverordnung an beweglichen Ferientagen und in den Sommerferien möglich und können in kommunaler Verantwortung – unter Berücksichtigung des regionalen Infektionsgeschehens – durchgeführt werden. Auch im Rahmen der Ferienangebote sollen möglichst feste Gruppen gebildet werden, um weiterhin Kontaktnachverfolgungen zu ermöglichen. Gemeinsame Gruppenaktivitäten (Ausflüge) sind unter Beachtung der jeweiligen Vorgaben und regionalen Öffnungen möglich.