IGLU

Progress in International Reading Literacy Study/Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung

Deutschland nimmt seit 2001 an der internationalen Vergleichsstudie PIRLS/IGLU (Progress in International Reading Literacy Study oder in der deutschen Übersetzung Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung) teil.

PIRLS/IGLU wird alle fünf Jahre durchgeführt (2001, 2006, 2011, 2016) und überprüft das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern am Ende der Grundschulzeit (4. Jahrgangsstufe) unter den Aspekten Verstehensprozess und Leseintention. Zudem werden zentrale Merkmale wie z. B. Lesemotivation, Leseunterrichtsstrategien, Ganz- oder Halbtagsschule oder familiäre vorschulische Leseförderung betrachtet und Zusammenhänge zur Lesekompetenz analysiert.

2001 und 2006 wurde PIRLS/IGLU um eine nationale Untersuchung (IGLU-E) zur Erfassung von mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen sowie der Kompetenzen im Rechtschreiben und Schreiben von Aufsätzen ergänzt. An dieser sogenannten IGLU-E-Studie beteiligten sich 12 Länder. Ab 2009 wurde IGLU-E durch die damaligen Ländervergleiche (heute IQB-Bildungstrends) auf der Grundlage der entwickelten Bildungsstandards abgelöst.

Die IGLU-Studie wird in Deutschland vom Institut für Schulentwicklung (IfS) in Dortmund koordiniert und durchgeführt. Die nationale wissenschaftliche Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Nele McElvany. Auf internationaler Ebene ist die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) Initiator und unter Leitung des International Study Center verantwortlich für die Organisation.