Individuelle Bildungs- und Betreuungsangebote im häuslichen Umfeld

als Einzelmaßnahme für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und intensivpädagogischem Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF

Allgemeine Informationen

Die Durchführung von individuellen Bildungs- und Betreuungsangeboten soll das Aufholen von coronabedingter Benachteiligung sichern.

Ziel der Angebote ist es, den Schülerinnen und Schülern verschiedene Förder- und Erziehungsangebote (z. B. Angebote zum sozialen, motorischen und sprachlichen Lernen sowie Betreuungs- und Freizeitangebote) zu unterbreiten. Dazu können auch außerunterrichtliche Bewegungs- und Freizeitangebote in der Umgebung, wie Besuche von Museen und anderen kulturellen Einrichtungen, Freizeitparks, eines Zoos etc. gehören. Durch die Angebote soll den Schülerinnen und Schülern zudem ermöglicht werden, vorhandene Kompetenzen weiter zu vertiefen sowie Kompetenzen zur (basalen) selbstständigen Lebensführung aufzugreifen und zu fördern (z.B. Reagieren auf Ansprache, Sozialkontaktangebote und Umwelterfahrungen). Die genaue Ausgestaltung bzw. Zielsetzung der Angebote kann im Einzelfall in Orientierung an Aspekten des individuellen Förderplans der Schülerin oder des Schülers stattfinden.

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung mit einem intensivpädagogischen Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF.

Es handelt es um ein Individualangebot. Dieses findet im häuslichen Umfeld der jeweiligen Schülerin bzw. des jeweiligen Schülers statt.

Die Angebote können ab dem 1. März 2021 bis zum 09. August 2022 stattfinden. Auch Angebote an den Wochenenden oder an Nachmittagen sind möglich.

Die Angebote finden an mindestens einem Tag für in der Regel sechs Zeitstunden pro Tag statt. In begründeten Fällen ist auch eine Anpassung der täglichen Betreuungsdauer möglich.

Für die Anmeldung ist ein Nachweis notwendig, dass eine Zuordnung zur intensivpädagogischen Förderung (§ 15 AO-SF) vorliegt. Dieser Nachweis kann entweder über einen entsprechenden schriftlichen Bescheid, der den Eltern vorliegt, oder durch eine Bescheinigung der Schule (Anlage 5 der Förderrichtlinie) geführt werden. 

Informationen für Lehrkräfte

Sofern Lehrkräfte diese in Absprache mit den Eltern zur Verfügung stellen, ist das hilfreich und daher wünschenswert.

Die Teilnahme ist freiwillig. Dennoch sollten seitens der Schulen Schülerinnen und Schüler oder ihre Familien auf die Angebote hingewiesen werden.

Ja. Mit Schulmail vom 16.09.2020 wurde ausdrücklich klargestellt, dass Lehrerinnen und Lehrer die Durchführung einer Maßnahme (Außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote in Coronazeiten) auch im Rahmen einer Nebentätigkeit unterstützen können. Diese Regelung hat weiterhin Bestand. 

Für verbeamtete Lehrkräfte gelten die §§ 48-58 des Landesbeamtengesetzes (LBG) und die Vorschriften der Nebentätigkeitsverordnung (NtV). Tarifbeschäftigte Lehrkräfte müssen ihrem Arbeitgeber Nebentätigkeiten rechtzeitig vorher schriftlich anzeigen (§ 3 Abs. 4 TV-L). Bei konkreten Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Dezernat 47 der für Sie zuständigen Bezirksregierung. 

Informationen für Maßnahmenträger

Gefördert werden individuelle Bildungs- und Betreuungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und intensivpädagogischem Förderbedarf gemäß § 15 AO-SF.  Der Nachweis einer Zuordnung zu § 15 AO-SF kann entweder über einen entsprechenden schriftlichen Bescheid, der den Eltern vorliegt, oder durch eine Bescheinigung der Schule (Anlage 4 der Förderrichtlinie) geführt werden. 

Träger von Schulbegleitungsmaßnahmen sowie Hochschulen mit Körperschaftsstatus gemäß §§ 2 Abs. 1 i.V.m. 1 Abs. 2 des Hochschulgesetzes und des Kunsthochschulgesetzes können Maßnahmen durchführen.

Die Förderung wird bei der zuständigen Bezirksregierung (Dezernat 48) beantragt.

Gefördert werden je Einzelfall 230 Euro für den ersten Tag einer Maßnahme sowie 150 Euro für jeden weiteren Tag. Ein Eigenanteil der Maßnahmenträger ist nicht zu erbringen.

Da es sich um außerschulische Angebote handelt, hat die für die außerschulische Veranstaltung zuständige Institution (der Träger von Schulbegleitungsmaßnahmen oder die Hochschule mit Körperschaftsstatus gemäß §§ 2 Abs. 1 i.V.m. 1 Abs. 2 des Hochschulgesetzes und des Kunsthochschulgesetzes) einen geeigneten Unfallversicherungsschutz für Schülerinnen und Schüler sicherzustellen.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei den Bezirksregierungen

Irmtraud Hirte
Laurentiusstr. 1

59821 Arnsberg

Telefon: 02931/82-3480
Telefax: 02931/82-40412

E-Mail: irmtraud.hirte [at] bra.nrw.de

 

Matthias Kropf
Laurentiusstr. 1

59821 Arnsberg
Telefon: 02931/82-3148

E-Mail: matthias.kropf [at] bra.nrw.de

 

Danica Majinovic
Tel.: 05231/714821
EMail: danica.Majinovic [at] brdt.nrw.de

 

Kirsten Stutz

Email: dez48.ferienprogramm [at] brd.nrw.de
Tel.: 0211 475-4659

Peter Marx
peter.marx [at] brk.nrw.de
0221-147-2552

Susanne Larfeld
susanne.larfeld [at] brk.nrw.de
0221-147-3852

Bernhard Kock
Tel.: 02 51 / 41 14 11 0
Email: bernhard.kock [at] brms.nrw.de
zuständig für die Stadt Münster und die Kreise Coesfeld, Steinfurt und Warendorf

Roger Sczigalla
Tel.: 02 51 / 41 14 11 5
Email: roger.sczigalla [at] brms.nrw.de
zuständig für die Städte Bottrop und Gelsenkirchen, die Kreise Borken u. Recklinghausen sowie die Mittelbewirtschaftung.

Angéla van den Boom
Tel.: 0251/411-4405
EMail: Angela.vandenBoom [at] bezreg-muenster.nrw.de