Viele Corona Tests auf blauem Hintergrund

Informationen zu Testungen

Hier finden Sie Informationen zur anlassbezogenen Testung, Testbeschaffung, Testdurchführung und zum Umgang mit positiven Testergebnissen.

Anlassbezogene Testung und Testbeschaffung

In der aktuellen Pandemiesituation empfiehlt der Corona-Expertinnen- und Expertenrat der Bundesregierung, die Testungen von Kindern und Jugendlichen mit Blick auf den Schulbesuch auf symptomatische Fälle zu beschränken. Empfohlen wird eine Testung daher aktuell auch in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich anlassbezogen bei Vorliegen von Symptomen, die auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten, oder wenn eine haushaltsangehörige Person oder eine enge Kontaktperson mit Corona infiziert ist (siehe unten).

Damit die in diesen Konstellationen bestehenden Infektionsrisiken möglichst schon vor dem Schulbesuch abgeklärt werden können, sollen die Testungen künftig im Regelfall freiwillig zu Hause durchgeführt werden.

Nur in Ausnahmefällen wird bei Schülerinnen und Schülern mit offenkundigen COVID-19-Symptomen eine Selbsttestung unter Aufsicht in der Schule notwendig werden. Die Einzelheiten zu den Testungen für Schülerinnen und Schüler sind in § 4a der Coronaschutzverordnung geregelt, die hier Verordnungen und Allgemeinverfügungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie | Arbeit.Gesundheit.Soziales (mags.nrw) einsehbar ist.

Typische COVID-19-Symptome sind: Husten (mehr als gelegentlich und nicht durch eine Grunderkrankung erklärt), Fieber, Schnupfen (nicht durch eine Grunderkrankung erklärt), reduzierter Allgemeinzustand („Abgeschlagenheit“), Halsschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden (z.B. erhebliche Bauchschmerzen mit oder ohne Durchfall und Erbrechen), Störung des Geschmacks- und Geruchssinns, Muskelschmerzen, Atemnot, Herzrasen.

Hinweise bei anlassbezogenen Testungen in der Schule.

Alle Schülerinnen und Schüler haben am ersten Unterrichtstag die Möglichkeit, sich in der Schule mit einem Antigenselbsttest zu testen. Von der Schule erhalten sie dann Antigenselbsttests ausgehändigt, die sie mit nach Hause nehmen und dort anlassbezogen anwenden können. Ein solcher Anlass ist beispielsweise gegeben, wenn leichte Erkältungssymptome vorliegen (siehe oben) oder wenn eine haushaltsangehörige Person oder eine enge Kontaktperson mit Corona infiziert ist. Auch für das schulische Personal werden den Schulen Antigenselbsttests zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der an der Schule vorhandenen Testbestände ist es möglich, sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch das schulische Personal mit Tests zu bevorraten. Im Regelfall ist von einem monatlichen Bedarf von fünf Tests je Person auszugehen. Daher ist darauf zu achten, dass die häusliche Bevorratung maximal fünf Tests umfassen darf. Die Selbsttestung im häuslichen Umfeld erfolgt auf freiwilliger Basis.

Den Schulen werden weitere Antigenselbsttests zur Verfügung gestellt, um anlassbezogene Testungen von Schülerinnen und Schülern durchzuführen, wenn diese während des Unterrichts oder während der Ganztagsbetreuung offenkundige Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen. In diesen Fällen fordert die Lehrerin oder der Lehrer bzw. die verantwortliche Betreuungsperson die Schülerin oder den Schüler zu einem Test auf. Auf den Test wird verzichtet, wenn eine Bestätigung vorliegt, dass ein Test mit negativem Ergebnis am selben Tag vor dem Schulbesuch zu Hause durchgeführt wurde (siehe oben). Die Bestätigung muss bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern durch mindestens eine erziehungsberechtigte Person oder durch die volljährigen Schülerinnen und Schülern selbst erfolgen. Eltern können also grundsätzlich eine Testung ihrer Kinder in der Schule auch bei Symptomen vermeiden, wenn sie die Schule über die vor dem Schulbeginn zu Hause durchgeführte Testung und das negative Testergebnis formlos unterrichten. In diesen Fällen erfolgt nur bei einer offenkundigen deutlichen Verstärkung der Symptome im Tagesverlauf eine erneute Testung in der Schule.

Die Entscheidung darüber, ob ein solcher Test in der Schule im Tagesverlauf erforderlich wird, liegt bei der Lehrkraft. Diese beurteilt nach den allgemeinen Regeln im Umgang mit Erkrankungen von Schülerinnen und Schülern auch, ob bei schwereren Symptomen überhaupt eine weitere Teilnahme am Unterricht vertretbar ist.

Ist ein Testergebnis in der Schule oder im Bereich des Ganztags positiv, so greifen die weiter unten auf dieser Seite unter der Überschrift "Umgang mit positiven Testergebnissen" erläuterten Regelungen gemäß der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung.

Minderjährige Schülerinnen und Schüler müssen bis zur Abholung von der Schule beaufsichtigt werden. Volljährige Schülerinnen und Schülern stimmen sich in ihrem Einzelfall mit der Schule bezüglich ihres Heimwegs ab. Die Schulen greifen hier auf ihre bewährten Verfahrensweisen zurück.

Weitere Hinweise bei anlassbezogenen Testungen in der Schule finden Sie hier.

Für die anlassbezogenen Testungen an Schulen stehen ausreichend Tests zur Verfügung. Damit alle Schulen zum Unterrichtsbeginn am 10. August mit einem Grundbestand an Tests versorgt sind, erfolgt zwischen dem 1. August und dem 8. August eine initiale Belieferung aller Schulen, die zentral durch das Ministerium für Schule und Bildung veranlasst wird. Diese bedarfsgerechte Lieferung ist so bemessen, dass sie in der Regel für die ersten Schulwochen auskömmlich ist. Im Anschluss erfolgt die bedarfsgemäße Bestellung der Antigenselbsttests wie im vergangenen Schuljahr durch die Schulen und Behörden vor Ort. Zu diesem Zweck wird in der COSMO-Webanwendung im Bildungsportal das den Schulen aus dem vergangenen Schuljahr bekannte Bestellportal zum 9. August 2022 wieder aktiviert.

Für die anlassbezogenen Testungen an Schulen stehen ausreichend Tests zur Verfügung. Zunächst wird landesweit von einem durchschnittlichen Bedarf von einem Test pro Woche je zu testender Person ausgegangen (Anpassungen sind in Abhängigkeit von der jeweiligen pandemischen Lage möglich).

Damit sichergestellt ist, dass alle Schulen zum Unterrichtsbeginn am 10. August mit einem Grundstock an Tests versorgt sind, erfolgt eine initiale Belieferung jeder Schule, die zentral durch das MSB veranlasst wird. Diese bedarfsgerechte Lieferung ist so bemessen, dass sie in der Regel für die ersten Schulwochen auskömmlich ist. Die Zustellung erfolgt zwischen dem 1. August und dem 8. August. Die Schulen erhalten eine Versandbenachrichtigung inkl. der Möglichkeit der Sendungsnachverfolgung. Die Annahme der Lieferung darf nicht verweigert werden, da keine Rücknahmemöglichkeit gegeben ist. Für Rückfragen richtet der Lieferant ab dem 1. August eine Hotline ein.

Im Anschluss erfolgt die bedarfsgemäße Bestellung der Antigen-Selbsttests zum Nachweis von SARS-CoV-2 wie im vergangenen Schuljahr durch die Schulen und Behörden vor Ort. Zu diesem Zweck wird in der Cosmo-Webanwendung im Bildungsportal das den Schulen aus dem vergangenen Schuljahr bekannte Bestellportal zum 9. August 2022 wieder aktiviert. Es ist zu beachten, dass eine Bestellung von Antigen-Selbsttests nur auf dem hier beschriebenen Weg möglich ist. Der Bestellvorgang funktioniert analog zu dem Verfahren, das ab Januar 2022 eingerichtet worden ist. Das Bestellportal ist erreichbar über das Bildungsportal oder unter www.cosmo.nrw.de. Der Zugriff erfolgt mit den Zugangsdaten für das Bildungsportal, standardmäßig mit der Kennung adminXXXXXX (mit XXXXXX = Ihrer Schulnummer) und dem dazugehörigen Passwort.

Die Benutzung des Bestellportals ist intuitiv möglich. Eine Kurzanleitung steht unter https://url.nrw/anleitung-bestellverfahren zur Verfügung.

Probleme oder Fragen zur Testbestellung oder -logistik können unter Angabe der Schul- und einer Telefonnummer an asd[at]msb.nrw.de adressiert werden.

Alle an Schulen Beschäftigen erhalten ab dem ersten Unterrichtstag Antigen-Selbsttests durch die Schulen ausgehändigt. Im Rahmen der an der Schule vorhandenen Testbestände ist es möglich, die zu testenden Personen mit Tests zu bevorraten (bis maximal 5 Tests pro Person).

Es wird darüber hinaus um die Beachtung der nachstehenden Hinweise geben:

  • Im Bestellsystem ist eine maximale Bestellmenge je Bestellvorgang hinterlegt. Sollte diese im Einzelfall zu gering bemessen sein, wird unter Angabe der Zahl der an der jeweiligen Schule zu testenden Personen (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, sonstige Beschäftigte) um einen Hinweis an asd[at]msb.nrw.de gebeten.
  • Die Lieferzeit beträgt in der Regel vier Werktage. Auslieferungen finden montags bis freitags statt. Der Lieferstatus der aktuellen Bestellungen kann im Bestellbildschirm des Portals eingesehen werden. Informationen zum Status aller bisherigen Bestellungen stehen in der Bestellhistorie bereit. Darüber hinaus werden die Schulen laufend per E-Mail über Statusänderungen der Bestellungen informiert.
  • Schulen bzw. Behörden, die zu Beginn des Schuljahres noch über erhebliche Reservebestände an Antigen-Selbsttests verfügen, werden gebeten, zunächst diese Reserven abzubauen, bevor neue Tests bestellt werden.
  • Die Tests sind mit einem Ablaufdatum versehen. Es sind daher unter Beachtung des Ablaufdatums ggf. zunächst die Tests aus dem Bestand des vergangenen Schuljahres zu verwenden, bevor die neu gelieferten Tests eingesetzt werden.
  • Bei mehreren Standorten kann unter Berücksichtigung der maximalen wöchentlichen Bestellmenge der jeweiligen Schule im Bestellportal nach Standorten getrennt bestellt werden. Die Lieferung erfolgt dann entsprechend. Es ist zu beachten, dass pro hinterlegter Adresse lediglich eine Bestellung pro Kalenderwoche vorgenommen werden kann.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass die Zahl der bestellten Tests sowie das Bestelldatum nachrichtlich an das Ministerium für Schule und Bildung übermittelt werden. Dies ist für die weiterhin stattfindende zentrale Begleichung der Kosten erforderlich.

Testdurchführung

Um die Eigenverantwortung im Umgang mit dem Corona-Virus zu stärken, erhalten alle Schülerinnen und Schülern sowie alle an den Schulen Beschäftigten von ihrer Schule ab dem ersten Unterrichtstag Antigenselbsttests, die für die häusliche Anwendung bei leichten Erkältungssymptomen oder einem engen Kontakt mit einer infizierten Person gedacht sind (anlassbezogen). Um die Handhabung der Antigenselbsttest für alle, aber auch gerade für die Schulneulinge, zu erleichtern, werden – wie bereits im vergangenen Jahr – weitere Hinweise im Bildungsportal gegeben.

Im Falle von positiven Testergebnissen greifen die Vorgaben der Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung (siehe auch Umgang mit positiven Testergebnissen). Die Erziehungsberechtigten bzw. die volljährigen Schülerinnen und Schüler kommen dabei in bewährter Form – wie auch im Falle einer sonstigen Erkrankung – ihrer Verpflichtung nach, die Schule unverzüglich zu informieren. Fehlzeiten aufgrund der verpflichtenden Isolation infolge eines positiven Testergebnisses gelten als entschuldigte Fehlzeiten.

Über das negative Ergebnis einer vor Schulbeginn zu Hause durchgeführten Testung ihrer Kinder sollten Erziehungsberechtigte die Schule ebenfalls – formlos – unterrichten.

Umgang mit positiven Testergebnissen

In der aktuellen Pandemiesituation besteht für infizierte Personen mit positivem Testergebnis nach wie vor die Verpflichtung, sich zu isolieren. Entfallen sind aber die vorbeugenden Quarantänepflichten für Kontaktpersonen, die selbst noch keinen positiven Testbefund haben. Diese Grundregelungen gelten auch in der Schule, sodass positiv getestete Schülerinnen und Schüler sowie Lehr- und Betreuungskräfte sich nach den Regelungen der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung isolieren müssen, während Kontaktpersonen (Sitznachbarinnen/nachbarn etc.) weiterhin regulär die Schule besuchen können. Hier gilt aber die Empfehlung zum Selbsttest nach dem Kontakt (siehe auch Grundsätze für das Schuljahr 2022/2023 zu Beginn der Seite).

Beruht das erste positive Testergebnis auf einem Antigenselbsttest, besteht immer die Verpflichtung, sich einem Coronaschnelltest („Bürgertest“) oder einem PCR-Test zu unterziehen (vgl. § 2 Abs. 1 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung). Bis ein negatives Testergebnis des Kontrolltestes vorliegt, muss sich die getestete Person bestmöglich isolieren, unmittelbare Kontakte mit Dritten vermeiden (Ausnahme: Kontakt ist zwingend erforderlich) und Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen einhalten (vgl. § 2 Abs. 3 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung). Ein Schulbesuch ist somit nicht zulässig.

Bei positivem Coronaschnelltest („Bürgertest“) oder PCR-Test besteht die Verpflichtung, sich unverzüglich auf direktem Wege in die Isolierung zu begeben (vgl. § 8 Abs. 2 Satz 1 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung). Die Isolierung kann durch eine „Freitestung“ nach fünf Tagen gemäß § 8 Abs. 4 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung beendet werden. Wichtig: Hierfür ist ein negativer „Bürgerstest“ verpflichtend, ein Selbsttest reicht nicht aus.

Ohne erfolgreiche „Freitestung“ dauert die Isolierung grundsätzlich zehn Tage

  • ab dem Tag des erstmaligen Symptomauftritts, wenn zwischen erstem Symptombeginn und der Durchführung des ersten positiven Tests maximal 48 Stunden liegen
  • oder ab der Durchführung des ersten positiven Tests – PCR-Test oder vorheriger Schnelltest – (vgl. § 8 Abs. 3 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung).

Für positiv getestete Personen ist damit eine Rückkehr in die Schule frühestens nach fünf Tagen (mit „Freitestung“) oder ohne „Freitestung“ nach zehn Tagen wieder möglich.