Schriftzug Logo Lolli-Test NRW, darunter grafische Darstellung eines Teststäbchens.

Lolli-Tests

Alle relevanten Informationen, praktische Hinweise, Videos und die wichtigsten FAQs zur Durchführung der PCR-Pooltests (Lolli-Tests) an Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier. 

Das Ministerium für Schule und Bildung hat seit Beginn der Einführung der Testpflicht parallel eine altersadäquate, kind- und schulformgerechte Lösung zur Testung auf das Corona-Virus geprüft.

Die Schülerinnen und Schüler an den Grund- und Förderschulen werden ab dem 10. Mai mit einem „Lolli-Test“, einem einfachen Speicheltest, zwei Mal pro Woche in ihrer Lerngruppe auf das Corona-Virus getestet.

Alle hierzu wesentlichen Informationen und Unterstützungsmaterialien sowie weitere begleitende Informationen finden Sie hier im Bildungsportal.

Aktuelle Informationen zum „Lolli“-Testverfahren ab dem 31. Mai 2021

Keine Veränderung beim Testrhythmus

Auch bei der in der SchulMail vom 19. Mai 2021 beschriebenen Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht werden alle Kinder in Grund- und Förderschulen sowie in den Schulen mit Primarstufe zweimal pro Woche getestet, entweder am Montag und Mittwoch oder am Dienstag und Donnerstag. Die Belieferung mit den Verbrauchsmaterialien durch die Labore und die Abholung der Proben durch die für die Routen Verantwortlichen erfolgen auch weiterhin unverändert und zu den vereinbarten Zeiten.

Es wird empfohlen, pro Testtag in etwa die gleiche Anzahl an Schülerinnen und Schülern zu testen. So kann es sich etwa anbieten, die Testtage bestimmten Jahrgangsstufen zuzuordnen, z. B. Schuleingangsphase Montag und Mittwoch, Klassen 3 und 4 Dienstag und Donnerstag. Eine grafische Darstellung zur Verdeutlichung dieses Testrhythmus finden Sie hier.

Es wird sich direkt nach dem Wiedereinstieg in den angepassten Regelbetrieb ab dem 31. Mai 2021 bis zu den Sommerferien noch eine Woche anschließen, in der die regelmäßige zeitliche Abfolge der Testung unterbrochen ist. Um den Schulen größtmögliche Verfahrenssicherheit zu geben, werden so am Mittwoch vor dem Fronleichnamsfeiertag auch die Schülerinnen und Schüler getestet, die normalerweise die Testgruppe für den Donnerstag bilden würden. Auf diese Weise wird der zweimaligen Testpflicht nachgekommen.

Im Vorfeld der Einführung der „Lolli“-Tests wurden die Schulen mit Antigen-Selbsttests beliefert. Aus diesen Lieferungen haben sich auch aufgrund der Distanzlernphasen der letzten Wochen in den Schulen in unterschiedlichem Umfang Selbsttestbestände aufgebaut.

Dies bestätigen auch die Ergebnisse der an allen Schulen durchgeführten Umfrage zu den Beständen und Bedarfen an Antigen-Selbsttests. Die aufgrund dieser Ergebnisse neu berechneten Liefermengen an den jeweiligen Schulen berücksichtigen ebenfalls eine Reserve an Antigen-Selbsttests für Ausnahmesituationen. Diese verbliebenen Reserve-Testbestände bleiben auch weiterhin in den Schulen und müssen im Bedarfsfall in Anspruch genommen werden, um der zweimaligen Testpflicht pro Woche auch dann nachkommen zu können, wenn vereinzelt aus besonderen und unvorhersehbaren Gründen oder im zeitlichen Umfeld von Feiertagen die „Lolli“-Testungen ausnahmsweise nicht gesichert zweimal pro Woche durchgeführt werden können.

Auswirkungen auf die Poolbildung

Bei Klassengrößen bis zu 25 Schülerinnen und Schüler ist vorzusehen, alle „Lolli“-Tupfer in ein Gefäß zu geben. Bei Klassengrößen von mehr als 25 Schülerinnen und Schülern ist eine gleichmäßige Aufteilung der Tupfer auf zwei Gefäße erforderlich. Unverändert bleibt, dass die Kinder einer Klasse trotz Aufteilung ihrer Tupfer auf zwei Gefäße immer einem Pool zugeordnet werden. Dies hat zur Folge, dass in jedem Fall für alle Kinder einer Klasse eine Einzelnachtestung zu erfolgen hat, auch wenn nur bei einem von zwei Gefäßen ein positiver Befund vorliegt.

Bessere Information der Schulen über PCR-Einzelergebnisse

Im Rahmen der aktualisierten Corona-Betreuungsverordnung ist eine neue Regelung hinsichtlich der Übermittlung von Einzel-PCR-Ergebnissen an die Schulen getroffen worden. Im Rahmen der Verfahren der PCR-Pooltestungen sind die Schulen befugt, die für individuelle PCR-Nachtestungen erforderlichen personenbezogenen Daten der Betroffenen an die testenden Labore zu übermitteln. Die Labore sind befugt, die Einzel-PCR-Ergebnisse an die Betroffenen und an die jeweilige Schule zu übermitteln. Mit dieser Rechtsgrundlage wird insbesondere die Handlungssicherheit derjenigen Schulen gestärkt, die von einem positiven Poolergebnis betroffen sind.

Kein geändertes Verfahren bei positiven Pools

Eine Teilnahme am Präsenzunterricht ist für Schülerinnen und Schüler möglich, die einen PCR-Einzeltest mit negativem Ergebnis erhalten haben und nicht nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden sind. Bei Auftreten eines positiven SARS-CoV-2-Falls (PCR-Nachweis) in einer Schule nimmt die zuständige untere Gesundheitsbehörde wie bisher eine differenzierte Risikobewertung und eine Einordnung für die einzelnen Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen vor und legt das notwendige weitere Vorgehen fest.

Teilnahme von genesenen Schülerinnen und Schülern am „Lolli“-Test

Nach der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung sind genesene Schülerinnen und Schüler, die nachweisen können, dass ihre Infektion mindestens vier Wochen und höchstens sechs Monate zurückliegt, allen negativ getesteten Personen gleichgestellt. Sie müssen an den Testungen nicht teilnehmen. Dies gilt auch für Personen mit vollständigem Impfschutz. Genesene Schülerinnen und Schüler, die nach der behördlich angeordneten Quarantäne früher als nach vier Wochen wieder in den Unterricht zurückkehren, können ebenfalls von den Testungen ausgenommen werden. Nach der vierten Woche gilt die oben beschriebene Regelung.

Wissenschaftliche Begleitung

Das „Lolli“-Testverfahren wird das Ministerium für Schule und Bildung in Kooperation mit entsprechenden Experten wissenschaftlich begleiten. Davon erhoffen wir uns weitergehende Erkenntnisse, die wir für einen sicheren Schulbetrieb sowie für einen nochmals verbesserten Gesundheitsschutz landesweit und konkret für die einzelnen Schulen nutzen wollen. Eine solche wissenschaftliche Begleitung wird in Kürze einsetzen.

Zentrale Voraussetzung für dieses Vorhaben ist eine hinreichend detaillierte und aktuelle Datenerhebung. Daher werden wir die Firma „Medeora“ beauftragen, mithilfe einer speziellen Software an den teilnehmenden Laboren und Schulen geeignete Daten zu erheben. Allen am „Lolli“-Test-Verfahren teilnehmenden Schulen wird hierfür eine Webanwendung bereitgestellt, in der für jeden Pool der Schule die Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einzugeben ist. Diese Daten, die heute schon jeden Tag händisch erfasst werden, liegen den beauftragten Laboren nicht vor.

Zusammen mit den anonymen Daten, die den Laboren vorliegen, ist es möglich, das Infektionsgeschehen an den Schulen auf eine Art und Weise nachzuverfolgen, wie es bisher nicht möglich war. Genaue Hinweise, Bedienungsanleitungen und alle weiteren Informationen, die für diese Datenerhebung notwendig sind, werden den Schulen in Kürze zur Verfügung gestellt. 

Testpflicht

Seit dem 12. April gilt eine Pflicht zur Testung in den Schulen.

Sie ist so formuliert, dass die Teilnahme an wöchentlich zwei Tests zur Voraussetzung für den Aufenthalt in der Schule gemacht wird. Als Nachweis zur Immunisierung ist auch ein Impfpass mit entsprechender Eintragung bzw. die Vorlage des COVID-19-Befundes des Testlabors ausreichend. Ein etwaiges Formular ist nicht vorgesehen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat die dafür erforderlichen Rechtsgrundlagen in der Coronabetreuungsverordnung erlassen. Der aktuelle Verordnungstext ist auf der Webseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales allgemein zugänglich (unter dem Menüpunkt "Alle weiteren aktuell gültigen Corona-Verordnungen").

An den wöchentlich zwei Coronaselbsttests nehmen alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und das sonstige an der Schule tätige Personal teil.

PCR-Pooltests (Lolli-Tests)

Die Handhabung des Lolli-Tests ist einfach und kind- bzw. altersgerecht: Dabei lutschen die Schülerinnen und Schüler 30 Sekunden lang auf einem Abstrichtupfer.

Die Abstrichtupfer aller Kinder der Lerngruppe werden in einem Sammelgefäß zusammengeführt und als anonyme Sammelprobe (sog. „Pool“) noch am selben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet. Diese Methode sichert ein sehr verlässliches Testergebnis. Zudem kann eine mögliche Infektion bei einem Kind durch einen PCR-Test deutlich früher festgestellt werden als durch einen Schnelltest, sodass auch die Gefahr einer Ansteckung rechtzeitiger erkannt wird.

Fragen und Antworten zu den PCR-Pooltests (Lolli-Tests) an Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen

Zielsetzung und Eckpunkte

Um einen sicheren und möglichst konstanten Schulablauf an allen Grundschulen und Förderschulen in NRW zu sichern, werden ab Mai flächendeckende PCR-Pooltestungen („Lolli-Tests“) eingeführt. Das Verfahren stellt eine praktikable, altersgerecht anwendbare und dem Infektionsschutz entsprechende Testmethode dar, welche im Ergebnis für eine Entlastung der Eltern und Lehrkräfte sorgt.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universitätsklinik Köln hat sich gezeigt, dass die PCR-Testung nicht nur einfacher zu handhaben, sondern auch deutlich sensitiver ist als die Testung mit Antigen-Schnelltests. Durch diese Methode können mit SARS-CoV-2 infizierte Schülerinnen und Schüler identifiziert werden, bevor sie andere Personen anstecken können.

Voraussetzung für dieses Projekt, an dem alle Grundschulen und Förderschulen in NRW teilnehmen (etwa 3.700 Schulen und damit mehr als 700.000 Schülerinnen und Schüler), ist der möglichst flächendeckend eingeführte flächendeckende Wechselunterricht. In besonderen Fällen kann es – wie z. B. an Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung – mit Genehmigung der Schulaufsicht Ausnahmen geben.   

Wann beginnen die Testungen?

Das Ziel ist, die PCR Pooltests an Grund- und Förderschulen ab dem 10. Mai 2021 durchzuführen.

Wie lange soll es die Testungen geben?

Das Testangebot gilt zunächst bis zu den Sommerferien. Bei positivem Verlauf des Projekts und in Abhängigkeit vom Pandemiegeschehen werden Verlängerungsoptionen geprüft.

Welche Schulen nehmen am Projekt teil?

Alle Grundschulen, Schulen mit Primarstufe und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen unabhängig von ihrer Trägerschaft werden die Möglichkeit erhalten, an diesem Projekt teilzunehmen.

Welcher Test wird durchgeführt?

Im Labor wird ein PCR-Test durchgeführt, der deutliche Vorteile im Vergleich zu anderen Testmethoden aufweist, so z. B. eine höhere Sensitivität im Vergleich zu Antigen-Schnelltests.

Funktioniert die Pool-Testung zuverlässig?

Ja. PCR-Pool-Tests, die mit der Lolli-Methode durchgeführt werden, funktionieren sogar etwas besser als Pool-Testungen normaler Nasen-Rachenabstriche.

Warum wird ein Speicheltest durchgeführt und nicht statt dessen ein Rachen- oder Nasenabstrich?

Der Speicheltest ist wesentlich angenehmer in der Durchführung und sorgt daher für eine höhere Akzeptanz bei den teilnehmenden Schülern und Schülerinnen.

Wie valide sind die Speichel-Tests im Mundraum im Vergleich zu Rachen- bzw. Nasenabstrichen?

Die „Lolli-Methode“ wurde vom Institut für Virologie der Uniklinik Köln validiert. Diese Validation befindet sich aktuell in der Vorbereitung einer Publikation.

Warum werden keine Antigen-Selbsttests genutzt?

Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat die Universitätsklinik Köln (UKK) gezeigt, dass die Testung mit Tupfer-Speichel in dem PCR-Pooltestverfahren insbesondere bei geringer Viruslast, d. h. zu Beginn der Infektion, deutlich sensitiver ist als die Testung mit Antigen-Schnelltests. Durch diese Methode können mit SARS-CoV-2 infizierte Schülerinnen und Schüler identifiziert werden, bevor sie andere Personen anstecken können. Darüber hinaus stellt die Gewinnung einer Speichelprobe im Rahmen der PCR-Pooltestung eine deutlich kindgerechtere Handhabung als der eigenständig durch die Schüler vorzunehmende Nasenabstrich dar.

Was passiert mit bereits laufenden Projekten mit PCR- Pooltests an Schulen?

Ziel ist es, bestehende PCR-Pooltestverfahren in das landesweite Projekt zu integrieren.

Können die Schulen zwischen den Lolli-Tests und den Antigen-Schnelltests wählen?

Alle Schulen der Grund- und Förderschulen sowie Schulen mit Primarstufe werden auf das Testverfahren der PCR-Pooltestung („Lolli-Test“) „umgestellt“.

Welche Personengruppen werden mit den „Lolli-Tests“ getestet?

Weil das PCR-Pooltestverfahren („Lolli-Tests“) insbesondere für die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Förderschulen sowie der Schulen mit Primarstufe eine kindgerechtere Handhabung ermöglicht, soll dieses Testverfahren zunächst auf diesen Personenkreis beschränkt bleiben.

Wie werden die anderen Personengruppen in der Schule getestet?

Da die Anwendung der Antigen-Schnelltest bei in der Schule tätigem erwachsenen Personal (Lehrkräfte und sonstiges Personal, aber auch andere regelmäßig in der Schule tätige Personen wie Hausmeisterdienst, Schulsekretariat, Schulbegleitung) unproblematisch ist, wird bei ihnen das Antigen-Schnelltestverfahren fortgeführt.

Was passiert, wenn wegen hoher Inzidenzwerte kein Präsenzunterricht mehr durchgeführt werden kann?

Auch wenn der Unterricht als Distanzunterricht organisiert ist, wird zum aktuellen Zeitpunkt davon ausgegangen, dass in den Schulen eine Pädagogische Betreuung und ggfs. auch Präsenzunterreicht für Abschlussklassen und einige Förderschulen angeboten werden. Für diese Schülerinnen und Schüler wird und muss das Testangebot fortgesetzt werden.

Was bedeutet die Durchführung der Pooltests (Lolli-Tests) mit Blick auf den Wechselunterricht?

Die Verwendung der Lolli-Tests bedeutet eine deutliche Verbesserung für die Anwendbarkeit und Handhabung bei Schülerinnen und Schülern der Grund- und Förderschulen. Allerdings erfordert die Durchführung der Pooltests zwingend eine Verknüpfung mit einem Unterrichtsmodell, welches einen täglichen Wechsel nach dem Prinzip Mo-Mi-Fr, Di-Do vorsieht. Die Schulen wurden mit der Schulmail vom 22. April 2021 bereits gebeten, eine eventuelle Anpassung ihres Wechselmodells bis zum Beginn der 18. Kalenderwoche vorzunehmen.

Nehmen auch Kinder, die sich in der pädagogischen Betreuung befinden, an der Testung teil?

Schülerinnen und Schüler, die an der pädagogischen Betreuung teilnehmen, sind Teil des Pools ihrer regulären Lerngruppe. Ein zusätzlicher Selbsttest erfolgt nur im Notfall, sofern das an der Schule möglich ist.

Wo gibt es weitere Informationen? Welche Ansprechpartner stehen für Fragen zur Verfügung?

Informationen zu den “Lolli-Tests”, zur Anwendung und zur Handhabung in den Schulen sind hier auf dieser Seite im Bildungsportal eingestellt, zum Teil in mehreren Sprachen. Die Anwendung selbst wird in einem Video beschrieben, das ebenfalls im Bildungsportal abgerufen werden kann. Für die Schulen stehen regionale Hotlines in den Bezirksregierungen zur Verfügung.

Entstehen für die Eltern Kosten im Rahmen der Testungen mit den Lolli-Tests?

Nein, die Kosten für alle bis zu den Sommerferien durchgeführten Lolli-Tests an den Grund- und Förderschulen übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.

Welche Regelungen gelten für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer Behinderung keine Selbsttests durchführen können?

Wenn Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in der Schule nicht getestet werden können, kann die Schulleiterin oder der Schulleiter zulassen, dass ein Selbsttest zuhause unter elterlicher Aufsicht stattfindet. In diesem Fall müssen die Eltern das Ergebnis schriftlich versichern; siehe § 1 Absatz 2c der Coronabetreuungsverordnung. 

Lolli-Tests können nicht zuhause durchgeführt werden.

Sind private Ersatz- und Ergänzungsschulen berücksichtigt?

Private Ersatzschulen sind im Konzept berücksichtigt. Wenn diese Schulen eine Teilnahme am Projekt nicht wünschen, kann der jeweilige Träger dies benennen und aussteigen. Der Träger muss jedoch – ggf. auf eigene Kosten – sicherstellen, dass der Testpflicht gemäß der Bestimmungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes sowie der Coronabetreuungsverordnung NRW nachgekommen wird. In den allgemeinen Waldorfschulen werden die Lolli-Testungen (wenn gewünscht) ausschließlich im Primarstufenbereich eingesetzt. Die Einbeziehung der privaten Ergänzungsschulen ist vorgesehen, befindet sich aktuell aber noch in Prüfung.

Im Zuge der nun landesweit erfolgenden Verfahrensumstellung im Bereich der Schulen mit Primarstufe und der Förderschulen wurde die Gesamtzahl der bestellten Antigen-Selbsttests deutlich reduziert. Eine Belieferung der für die Pooltestungen vorgesehenen Schulen mit diesen Tests ist daher landesseitig nur noch für die Beschäftigten sowie für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II vorgesehen.

Sollte die Schule daher auch die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe weiterhin mit Antigen-Selbsttests versorgen wollen, sind die hierfür erforderlichen Antigen-Selbsttests eigenständig zu beschaffen und zu finanzieren. Eine Belieferung durch das Land im bisherigen Umfang ist aus finanziellen Gründen nicht möglich. In Zukunft werden diese Tests für Grund- und Förderschulen ausschließlich für die Beschäftigten an diesen Schulen zur Verfügung gestellt, so dass ein privater Schulträger dann auf eigene Kosten die Finanzierung der Tests anderer Verfahren übernimmt.

Entscheidend ist, dass die Vorgaben der des Bundesinfektionsschutzgesetzes sowie der Coronabetreuungsverordnung NRW, die ein zweimaliges Testen pro Woche zur Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht vorschreiben, eingehalten werden.

Die Einbeziehung der anerkannten ausländischen oder internationalen Ergänzungsschulen mit Primarbereich ist für die Klassen 1 bis 4 vorgesehen, befindet sich aktuell aber noch in Prüfung.

Wird eine wissenschaftliche Begleitung erfolgen?

Ja.
 

Fragen zum Testablauf, Testaufbau und Testmaterial

Wie oft werden die Kinder getestet?

Jede Schülerin und jeder Schüler wird zweimal pro Woche in der Schule getestet, je nach Lerngruppe Montag und Mittwoch bzw. Dienstag und Donnerstag. Freitag ist testfrei, außer, wenn ein Pool positiv war und eine individuelle Nachtestung erforderlich wird (siehe dazu auch Punkt 5 „Positivtestung & Poolauflösung).  Aufgrund ihrer besonderen Schülerschaft wird das Verfahren zur Nachtestung an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung sich vom Verfahren an den übrigen Schulen unterscheiden.

Ändert sich etwas am Testablauf, wenn Schulen wieder in den Unterricht in Vollpräsenz einsteigen?

Weiterhin werden alle Kinder in Grund- und Förderschulen sowie in den Schulen mit Primarstufe zweimal pro Woche getestet, entweder am Montag und Mittwoch oder am Dienstag und Donnerstag. Die Belieferung mit den Verbrauchsmaterialien durch die Labore und die Abholung der Proben durch die für die Routen Verantwortlichen erfolgen auch weiterhin unverändert und zu den vereinbarten Zeiten. Es wird empfohlen, pro Testtag in etwa die gleiche Anzahl an Schülerinnen und Schülern zu testen. So kann es sich etwa anbieten, die Testtage bestimmten Jahrgangsstufen zuzuordnen, z. B. Schuleingangsphase Montag und Mittwoch, Klassen 3 und 4 Dienstag und Donnerstag.

Wie läuft ein Test ab?

Bei der sog. „Lolli-Methode“ „lutschen“ die Schülerinnen und Schüler 30 Sekunden an einem Abstrich-Tupfer wie an einem Lolli. Die Proben einer Lerngruppe werden in sogenannten „Pools“ (also zusammen in ein dafür vorgesehenes Gefäß) zusammengeführt, von Fahrerinnen und Fahrern in den Schulen abgeholt und in kooperierenden Laboren in Form einer Standard-Pool-PCR-Testung ausgewertet. Einen kindgerechten Erklärfilm sowie informatives Begleitmaterial finden Sie auf dieser Seite des Bildungsportals.

Welches Sterilisationsverfahren wird verwendet?

Alle Testutensilien wurden mittels des validierten und zugelassenen Gammastrahlensterilisationsverfahren behandelt, welches ein erprobtes und sicheres Verfahren für die Sterilisation von pharmazeutischen Produkten, Arzneimitteln und Medizinprodukten ist. Überprüfungen des Forschungszentrums Jülich sowohl der Abstrichtupfer als auch der Verpackungsmaterialien auf etwaige Rückstände nach der Sterilisation haben gezeigt, dass keinerlei Hinweise auf radioaktive Verunreinigungen zu erkennen sind. Ein Sterilisationsprozess mittels Ethylenoxid-Sterilisation ist nicht zum Einsatz gekommen.

Ist das Lutschen an den Abstrichtupfern gesundheitsschädlich?

Nein. Die CE-zertifizierten Abstrichtupfer sind Medizinprodukte und bestehen aus dem Material ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol), einem handelsüblichen Kunststoff, und sind am faserigen Ende mit 100 % medizinischem Nylon beflockt. Diese Angaben beziehen sich sowohl auf die einzeln verpackten Nylon-Abstrichtupfer als auch auf die Nylon-Abstrichtupfer im Transportrohr. Die Fa. Synocura Healthcare GmbH in Leverkusen ist Vertreiber der Testmaterialien und nicht entgegen vereinzelter abweichender Angaben EU-Bevollmächtigter. EU-Bevollmächtigter ist die Fa. SUNGO Europe B.V. in den Niederlanden.
 
Es handelt sich bei den Tupfern um Medizinprodukte, bei denen in Biokompatibilitätstests keinerlei Auffälligkeiten festgestellt wurden. Die Testmaterialien haben ein anerkanntes und gesundheitlich unbedenkliches Strahlensterilisationsverfahren („Gamma-sterilisiert“) durchlaufen. Ein Sterilisationsprozess mittels Ethylenoxid-Sterilisation ist nicht zum Einsatz gekommen. Zusätzlich zu den rechtlich vorgeschriebenen Testverfahren hat das MSB sicherheitshalber aufgrund der Nachfragen besorgter Eltern Überprüfungen der Testmaterialien auf Sterilität und etwaige Rückstände nach der Sterilisation veranlasst. In den Testungen des Labors Dr. Quade wurde die Sterilität für beide Varianten des Abstrichtupfers nachgewiesen. Die Ergebnisse des Forschungszentrums Jülich, Abteilung für Immissionsüberwachung und Radioökologie, lassen keinerlei Hinweise auf radioaktive Verunreinigungen erkennen. Diese Unbedenklichkeit bezieht sich ebenfalls auf das Verpackungsmaterial. 
 
Entgegen der möglichen Suggestion durch den Namen „Lolli-Test“ werden durch das Lutschen keinerlei Stoffe an den Anwender abgegeben, sondern es wird vielmehr durch die angeregte Speichelproduktion eine erleichterte Probenabnahme angestrebt. Von ihrer primären Zweckbestimmung her handelt es sich um Nasen- bzw. Rachenabstrichtupfer. In dem vom Institut für Virologie der Universität zu Köln durchgeführten Pilotprojekt Schoco („Schul-Observation auf Corona“) wurde nachgewiesen, dass die Anwendung solcher vergleichbarer Tupfer mit der sog. Lolli-Methode zu zuverlässigen Ergebnissen im Labor führt. Auch die Probenentnahme ist nach entsprechender Einweisung und Information ohne medizinische Ausbildung möglich.

Gibt es Maximalgrößen für die Pools, d. h. eine maximale Gruppengröße?

Die maximale Anzahl der in einem Pool zusammenzufassenden Tupfer beträgt 25.

Was passiert, wenn eine Klassengröße die maximale Kapazität eines Pools überschreitet?

Bei Klassengrößen bis zu 25 Schülerinnen und Schüler ist vorzusehen, alle „Lolli“-Tupfer in ein Gefäß zu geben. Bei Klassengrößen von mehr als 25 Schülerinnen und Schülern ist eine gleichmäßige Aufteilung der Tupfer auf zwei Gefäße erforderlich. Unverändert bleibt, dass die Kinder einer Klasse trotz Aufteilung ihrer Tupfer auf zwei Gefäße immer einem Pool zugeordnet werden. Dies hat zur Folge, dass in jedem Fall für alle Kinder einer Klasse eine Einzelnachtestung zu erfolgen hat, auch wenn nur bei einem von zwei Gefäßen ein positiver Befund vorliegt.

Erhöht die gleichzeitige Probenentnahme in einer Klasse nicht die Ansteckungsgefahr?

Nein, es besteht keine erhöhte Ansteckungsgefahr, da bei einer so kurzen Dauer der Probeentnahme kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Funktioniert die Lolli-Methode zuverlässig?

Ja. Die Lolli-Methode wurde im Institut für Virologie der Uniklinik Köln entwickelt und validiert.

Darf man vor der Entnahme der Probe gefrühstückt haben?

Im Rahmen der Validierung der Methode durch das UKK wurden verschiedene Zeitpunkte der Probenentnahme untersucht. Es macht für die Sensitivität keinen Unterschied, ob die Proben vor dem Frühstück oder eine Stunde danach entnommen werden.

Was passiert bei einem Positiv-Testergebnis in einem Pool?

Wenn ein Pool positiv getestet worden ist, erfolgt bis spätestens 6.00 Uhr des Folgetages eine Benachrichtigung durch das Labor an die Schule (entweder die Schulleitung oder eine andere beauftragte Person) für sämtliche Schülerinnen und Schüler, die dem positiv getesteten Pool zuzuordnen sind. Diese Schülerinnen und Schüler bleiben in häuslicher Isolation. Für eine Pool-Auflösung im Fall eines positiven Pools entnehmen die Eltern am nächsten Morgen zu Hause eine erneute „Lolli-Probe“ und bringen diese in die Schule, von wo die Einzel-PCR-Proben abgeholt und an das kooperierende Labor gebracht werden.  Ausnahmeregelungen für Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Körperliche und motorisch Entwicklung sowie Geistige Entwicklung sind vorgesehen.

Wie ist mit Nachtestungen zu verfahren, die auf einen Freitag fallen?

Die Laborabholung findet auch freitags statt.

Was passiert, wenn das Schulsekretariat nicht an jedem Tag besetzt ist?

Um einen pünktlichen Ablauf der Probenabholung zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass für die Abholung der Proben ein eindeutiger Ort festgelegt wird.

Wie können Eltern erreicht werden, die nicht über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen?

Die Erklärfilme und Muster-Elternbriefe im Bildungsportal sind auch in englischer, russischer, persischer und arabischer Sprache sowie Deutscher Gebärdensprache verfügbar.

Wann liegen die Testergebnisse vor?

Die Proben werden ab 9 Uhr in den Schulen abgeholt und in die Labore transportiert. Sobald die Proben in den Laboren angekommen sind, beginnen diese mit der Analyse des Materials. Der Zeitpunkt, wann mit diesen Arbeiten begonnen werden kann, ist abhängig von der Länge der Route und von der Transportdauer/Verkehrslage. Erste Ergebnisse können bereits am Nachmittag vorliegen. Ein Teil der Ergebnisse werden allerdings erst bis spätestens 6 Uhr am nächsten Morgen vorliegen, da die Testdurchläufe in den Laboren zum Teil auch in der Nacht stattfinden.

Sind falsch positive Testergebnisse möglich?

Falsch positive Ergebnisse sind sehr selten. Die PCR-Testung hat eine Spezifität von fast 100 Prozent.

Kann es zu falsch negativen Testergebnissen kommen?

Infektionen mit einer sehr niedrigen Viruslast können unter Umständen nicht nachgewiesen werden. Niedrige Viruslasten lassen aber darauf schließen, dass zum Zeitpunkt der Probenentnahme keine Infektiösität vorliegt.

Wie erfahren Schulen und Eltern das Ergebnis des Pooltests?

Je nach konkreter Übermittlungsmethode des Labors erfahren Schulen und Eltern das Testergebnis über die vereinbarte Kontaktmethode (bis spätestens 6 Uhr morgens des Folgetages). Daher ist es wichtig, dass die Schulen einen Ansprechpartner bereitstellen und dass die Eltern funktionsfähige Kontaktdaten zur Verfügung stellen.

Wie wird bei Kindern verfahren, die auch mit dem Lolli-Test nicht getestet werden können? Können die Eltern ihr Kind zuhause testen und eine Bestätigung über das negative Testergebnis vorlegen?

Lolli-Tests können nicht zuhause durchgeführt werden. In solchen Fällen müssen die Eltern einen höchstens 48 Stunden alten Negativtest einer anerkannten Teststelle vorgelegen, damit ihr Kind weiter am Präsenzunterricht teilnehmen kann; siehe § 1 Absatz 2a Nr. 2 der Coronabetreuungsverordnung. Dies gilt für alle Schülerinnen und Schüler, die an der Lolli-Testung teilnehmen.

Müssen die Lehrkräfte beim Einsammeln der „Pool-Teststäbchen“ Einmalhandschuhe tragen?

Das Tragen von Handschuhen ist für die Lehrkräfte sinnvoll und zu empfehlen, aber nicht zwingend notwendig. In jedem Fall sollten die Lehrkräfte vor und nach der Probeneinsammlung ihre Hände gründlich waschen und desinfizieren.

Sind auch von einer Coronaerkrankung genesene Schülerinnen und Schüler bzw. schulisches Personal zur Testung verpflichtet?

Nach der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung sind genesene Schülerinnen und Schüler, die nachweisen können, dass ihre Infektion mindestens vier Wochen und höchstens sechs Monate zurückliegt, allen negativ getesteten Personen gleichgestellt. Sie müssen an den Testungen nicht teilnehmen. Dies gilt auch für Personen mit vollständigem Impfschutz. Genesene Schülerinnen und Schüler, die nach der behördlich angeordneten Quarantäne früher als nach vier Wochen wieder in den Unterricht zurückkehren, können ebenfalls von den Testungen ausgenommen werden. Nach der vierten Woche gilt die oben beschriebene Regelung..

Muss die Schule an „Brückentagen” (beweglichen Ferientagen) personell besetzt sein?

Um die reibungslose Abholung möglicherweise erforderlicher Individualproben am Freitag zu gewährleisten, ist es dringend erforderlich, dass die Schule auch an den ‚Brückentagen‘, d. h. wenn der bewegliche Ferientag auf den Freitag nach einem Feiertag fällt, personell besetzt werden. Sonst können die möglicherweise notwendigen Individualproben von den Eltern nicht gebracht und von den Fahrerinnen und Fahrern nicht abgeholt werden. Ebenfalls muss sichergestellt sein, dass nachzuliefernde Individualproben nach einer Positivtestung von den Eltern in der Schule abgegeben werden können.

Die möglicherweise notwendigen Einzel-PCR-Testungen sollen von den Eltern am Freitag nach dem Brückentag bis 8.30 Uhr in der Schule abgegeben werden, um den Transport durch den Schulträger noch am gleichen Tag sicherstellen zu können. Die betroffenen Schulen sind gebeten worden, die notwendigen organisatorischen Maßnahmen zu treffen.

Wie ist mit Kindern zu verfahren, die am Testtag verspätet zum Unterricht erscheinen und dadurch die Testung versäumt haben?

In diesem Fall soll, falls möglich, ein Schnelltest aus den Beständen der Schule durchgeführt werden oder alternativ ein höchstens 48 Stunden alter Negativtest einer anerkannten Teststelle vorgelegt worden. Ist beides nicht möglich, kann keine Teilnahme am Präsenzunterricht erfolgen.

Nehmen auch Kinder, die sich in der pädagogischen Betreuung befinden, an der Testung teil?

Schülerinnen und Schüler, die an der pädagogischen Betreuung teilnehmen, sind Teil des Pools ihrer regulären Lerngruppe. Ein zusätzlicher Coronaselbsttest erfolgt nur im Notfall, sofern diese an der Schule vorhanden sind. Wenn aufgrund zu hoher lokaler Inzidenzwerte kein Präsenzunterricht stattfinden kann, sind die Betreuungsgruppen jeweils eigene Pools. Diese sollten im Interesse eines reibungslosen Ablaufs in sich konstant sein. Der Pool der Betreuung nimmt am jeweiligen Tag an der Lolli-Testung teil.

Positivtestung & Poolauflösung

Wie erhalten die Schülerinnen und Schüler die Reserve-Abstrichtupfer für die häusliche Nachtestung?

Zu Beginn des Projektes erhält jedes Kind Individualtupfer und Individualröhren als Reserve. Diese werden bei Positivtestung des Pools von den Eltern am nächsten Tag zur vereinbarten Zeit in die Schule gebracht. Bei Förderschulen Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung gelten andere Regelungen. Wenn einer der Individualtupfer verwendet worden ist, wird dieser ersetzt.

Wie erfahren die Eltern das Ergebnis der Einzeltestung?

Die genauen Kontaktwege wird das zuständige Labor mit der jeweiligen Schule abklären.

Wie können Kinder, die in Quarantäne sind, am Unterricht oder an Betreuungsangeboten teilnehmen?

Kinder, die auf Anweisung der zuständigen Behörde (z. B. das Gesundheitsamt) zuhause bleiben müssen, dürfen nicht am Präsenzunterricht oder an Betreuungsangeboten der Schule teilnehmen. Sie erhalten von der Schule Aufgaben im Rahmen des Distanzunterrichts.

Wie ist mit Nachtestungen zu verfahren, die auf einen Feiertag oder einen Freitag fallen?

Die Abholung von Nachtestungen durch das jeweilige Labor ist nicht auf bestimmte Wochentage beschränkt, findet aber nicht an Feiertagen statt.  

Was übermitteln die Labore an das Gesundheitsamt?

Bei einem positivem Individualbefund informieren die Labore neben den Eltern auch das Gesundheitsamt im Rahmen eines üblichen positiven Coronabefunds (vgl. Meldeformular für eine meldepflichtige Krankheit gemäß §§ 6, 8, 9 lfSG). Diese Meldung ist direkt an das Gesundheitsamt gerichtet und nicht öffentlich einsehbar.

Wie geht es nach einem Positiv-Testergebnis in einem Pool weiter und wann dürfen positiv getestete Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule?

Schülerinnen und Schüler, die einem Pool angehören, der ein positives Testergebnis erhalten hat, gelten als Corona-Verdachtsfälle. Die Eltern nehmen sie in häusliche Isolation. Diese Schülerinnen und Schüler des Pools müssen einzeln zu Hause nachgetestet werden. Dies erfolgt im Rahmen einer Nachtestung durch das beteiligte Labor oder wird in besonderen Fällen individuell durch die Eltern veranlasst. Fällt der PCR-Einzeltest des Labors negativ aus oder wird ein von den Eltern veranlasster PCR-Test mit einem negativen Testergebnis vorgelegt, dürfen die Kinder wieder am Präsenzunterricht bzw. an der pädagogischen Betreuung teilnehmen, es sei denn, sie sind nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden. Bei Auftreten eines positiven SARS-CoV-2-Falls (PCR-Nachweis) in einer Schule nimmt die zuständige untere Gesundheitsbehörde wie bisher - basierend auf den aktuellen Empfehlungen des RKI zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei SARS-CoV-2-Infektionen - eine Risikobewertung und eine Einordnung der Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen vor und legt das notwendige weitere Vorgehen fest. So können Infektionsketten schon sehr früh und sehr effektiv unterbrochen werden.

Wann dürfen Schülerinnen und Schüler, die einem positiven Pool angehören, wieder die Schule besuchen? 

Eine Teilnahme am Präsenzunterricht ist für Schülerinnen und Schüler möglich, die einen PCR-Einzeltest mit negativem Ergebnis erhalten haben UND nicht nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden sind. Bei Auftreten eines positiven SARS-CoV-2-Falls (PCR-Nachweis) in einer Schule nimmt die zuständige untere Gesundheitsbehörde wie bisher eine differenzierte Risikobewertung und eine Einordnung für die einzelnen Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen vor und legt das notwendige weitere Vorgehen fest.

Erst wenn der positive Pool durch die Identifizierung der positiven Einzelbefunde aufgelöst wurde, können weitere notwendige individuelle Maßnahmen durch das Gesundheitsamt geprüft werden. Sollte es in Ausnahmefällen dazu kommen, dass bei der Einzeltestung keine Infektion nachgewiesen wird, ist eine weitere individuelle Nachtestung durch eine Ärztin bzw. einen Arzt oder in einem offiziellen Testzentrum mittels PCR-Test notwendig. Hierauf haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Testverordnung einen Anspruch. Auch in diesem Fall prüft das Gesundheitsamt entsprechend bei Vorliegen eines positiven Testergebnisses, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, z. B. Quarantänemaßnahmen für Kontaktpersonen.

Besondere Fragen zu Förderschulen und Schulen für Kranke

Müssen die Schülerinnen und Schüler an Schulen für Kranke auch zweimal wöchentlich getestet werden?

Wenn der Schutzstandard der Klinik oder medizinisch-therapeutischen Einrichtung, der die Schule für Kranke angegliedert ist, mindestens den für Schulen geltenden Schutzstandard laut Coronabetreuungsverordnung erfüllt, sind keine zusätzlichen Testungen erforderlich. Das Ziel, durch regelmäßige Testungen den Infektionsschutz zu sichern, ist in diesem Fall durch die Maßnahmen der Klinik erfüllt. Schulen für Kranke nehmen deshalb nicht am Programm teil

Wann ist bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung eine Testung im häuslichen Umfeld alternativ zu einer Pool-Testung in der Schule möglich?

Für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann die Schulleiterin oder der Schulleiter gemäß § 1 Absatz 2c der Coronabetreuungsverordnung zulassen, dass die Selbsttestungen zuhause unter elterlicher Aufsicht stattfinden. In diesem Fall müssen die Eltern das Ergebnis schriftlich versichern. Dies gilt für alle Förderschwerpunkte. Im Sinne eines reibungslosen Ablaufs der Pool-Testung sollte es sich dabei aber nur um einzelne Ausnahmefälle handeln. In solchen Fällen einer positiven Testung können die Kinder analog wie Personen behandelt werden, die gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 TestV des Bundes als Kontaktpersonen eingeordnet werden, und haben daher Anspruch auf einen PCR-Test bei einem Hausarzt bzw. einer Hausärztin oder einem Testzentrum.

Gilt die Testpflicht auch für Schülerinnen und Schüler an Förderschulen?

Auch für Förderschulen gilt § 1 Absatz 2a der Coronabetreuungsverordnung, wonach nur Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen, die an dem jeweils letzten von der Schule für sie angesetzten Coronaselbsttest oder ersatzweise an einem PCR-Pooltest mit negativem Ergebnis teilgenommen haben oder einen Nachweis über eine negative, höchstens 48 Stunden zurückliegende Testung vorgelegt haben. Der PCR-Pooltest weist insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarfen außerhalb der Lern- und Entwicklungsstörungen eine deutlich bessere Anwendbarkeit und Praxistauglichkeit auf. Grundsätzlich ist er daher auch an den Förderschulen notwendig.

Ist der Lolli-Test auch in der pädagogischen Frühförderung der Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Hören und Kommunikation sowie Sehen anwendbar?

Ja, das Verfahren wurde auch für Kinder im Kindergartenalter evaluiert.

Müssen die Lolli-Tests auch in den Berufspraxisstufen an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung durchgeführt werden?

Alle öffentlichen Grundschulen, Schulen mit Primarstufe und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen nehmen unabhängig von ihrer Trägerschaft an diesem Projekt teil. Eine Differenzierung nach Schulstufen ist nur für wenige Ausnahmen innerhalb einer Schule vorgesehen.

Materialien und Dokumente für Schulen

Zu Ihrer Unterstützung an den Schulen finden Sie die folgenden Dokumente zum Download: