Mädchen mit Mund-Nasen-Schutz läuft mit einem Rucksack über der Schulter.

Pädagogische Betreuung während des Wechselmodells bzw. während des Distanzunterrichtes (Inzidenz über 100)

Der Schulbetrieb findet bei anhaltenden Inzidenzwerten über 100 nur im Wechselunterricht statt (Abschlussklassen sind davon ausgenommen). Bei einer regionalen Inzidenz von mehr als 165 ist Präsenzunterricht untersagt (Abschlussklassen, Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung und Körperliche und motorische Entwicklung sowie ggf. auf Antrag der Landschaftsverbände auch Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Sehen sowie Hören und Kommunikation sind ausgenommen).

Pädagogische Betreuung findet sowohl während des Wechselmodells als auch im Falle von Distanzlernen statt.  

Wer darf an der Betreuung teilnehmen?

Grundsätzlich gilt: Der Wechselunterricht bzw. der Distanzunterricht ab 26. April 2021 sind der schulische Beitrag zur Eindämmung der Pandemie durch die konsequente Reduzierung von Kontakten. Für die Fortsetzung der pädagogischen Betreuung gelten die Regelungen aus der SchulMail vom 11. Februar 2021

Vor der Anmeldung zur Betreuung muss die Möglichkeit der Betreuung zu Hause sorgfältig geprüft werden, das gilt unabhängig davon, ob ein OGS- oder Betreuungsvertrag besteht oder nicht. Für die Betreuung ist eine Anmeldung erforderlich. Eltern werden gebeten, möglichst frühzeitig und verlässlich (zur Ermöglichung von konstanten Gruppenzusammensetzungen) ihren dringenden Betreuungsbedarf anzumelden.

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, die nach Erklärung ihrer Eltern an den Distanzlerntagen nicht zuhause betreut werden können oder bei denen eine Kindeswohlgefährdung nach Rücksprache mit dem zuständigen Jugendamt vorliegen könnte. Für Kinder mit OGS- oder Betreuungsvertrag gilt dies auch an den Nachmittagen der Präsenztage. Die Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung ist nicht erforderlich.

Für einen Teil der Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die zu Hause nicht unbetreut sein können, gilt das auch über die Jahrgangsstufe 6 hinaus (siehe „Welche Regelungen gelten für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf oder im Gemeinsamen Lernen?“)

Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung der Jahrgangsstufen 7 bis 10, die nicht ohne Betreuung zu Hause am Distanzunterricht teilnehmen können – insbesondere in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung – haben im Rahmen der personellen Möglichkeiten der Förderschulen bzw. der Schulen des Gemeinsamen Lernens einen Anspruch auf eine Betreuung in der Schule.

In welchem Zeitumfang wird die Betreuung in der Primarstufe angeboten?

Angebote des offenen Ganztags werden noch nicht regelhaft aufgenommen.

Die Betreuung findet an allen Tagen (Montag-Freitag) statt.

Die Betreuung findet für Kinder, die im Normalbetrieb an der OGS oder anderen Betreuungsangeboten teilnehmen, zeitlich im üblichen Umfang des regulären Unterrichts- und Ganztags- bzw. Betreuungszeitraums statt, der auch im Normalbetrieb stattfinden würde.

Für Kinder ohne OGS- bzw. Betreuungsvertrag kann die Betreuung im Rahmen der Unterrichtszeiten in Anspruch genommen werden. Individuelle Regelungen können vor Ort getroffen werden. Eine regelmäßige Teilnahme ist anzustreben, um die Planungssicherheit für Schulen und Träger zu erhöhen.

Gibt es eine Teilnahmepflicht?

Nein, auch Kinder mit OGS-Vertrag müssen die Betreuungsangebote nicht besuchen. Die Betreuungsangebote stehen den Eltern offen, die keine andere Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind haben. Um eine bessere Planbarkeit der Betreuungsangebote zu ermöglichen, soll die Teilnahme an der Betreuung nach Anmeldung verlässlich erfolgen.

Was findet in der Betreuung statt?

Während der Betreuungsangebote in den Schulen findet kein regulärer Unterricht statt.

Vielmehr dienen die Betreuungsangebote dazu, jenen Schülerinnen und Schülern, die beim Distanzunterricht im häuslichen Umfeld ohne Betreuung Probleme bekämen, die Erledigung ihrer Aufgaben in der Schule unter Aufsicht zu ermöglichen. Diese Schülerinnen und Schüler nehmen, auch wenn sie sich in der Schule befinden, in der Regel am Distanzunterricht ihrer jeweiligen Lerngruppe teil, d.h. sie bearbeiten also z.B. die im Rahmen des Distanzlernens bereitgestellten Aufgaben.

Im Nachmittagsbereich (Zeiten der OGS oder Betreuungsangebote) findet eine entsprechende pädagogisch gestaltete Betreuung statt.

Im Zeitrahmen der Ganztags- und Betreuungsangebote können z.B. Bewegungsangebote, Beschäftigungs-, Spiel- und Bastelangebote unterbreitet werden.

Welches Personal wird im Betreuungsangebot eingesetzt?

Für die Aufsicht während der Betreuung des Distanzlernens kommt – sofern vorhanden – vor allem sonstiges schulisches Personal in Betracht (aber gegebenenfalls auch ein Teil der Lehrkräfte). Über den Einsatz der Lehrkräfte entscheidet die Schulleitung. Über die Einbeziehung des Personals im offenen Ganztag bzw. in weiteren Ganztags- und Betreuungsangeboten wird vor Ort in Abstimmung mit den Trägern entschieden.

Das Personal des Trägers der Ganztags- und Betreuungsangebote deckt in der Regel die Zeiten des pädagogischen Betreuungsangebotes ab, zu denen im Normalbetrieb Ganztags- oder Betreuungsangebote stattgefunden hätten. Das sind in der Regel die Betreuungsangebote am Nachmittag. Individuelle Absprachen vor Ort werden unter Einbeziehung der Schulleitung, des Trägers und des Schulträgers getroffen.

Wie werden die Gruppen gebildet?

Es sollen möglichst konstante Gruppen gebildet werden. Die Gruppenzusammensetzungen sollen dokumentiert werden. Es ist auch möglich, Gruppenkonstellationen zu wählen, die von der im Regelbetrieb üblichen Einteilung der Ganztags- und Betreuungsangebote abweichen. Es ist möglich, dass Kinder, die während des Wechselmodells die Betreuung besuchen, einer anwesenden Präsenzgruppe zugeordnet werden. Die konkrete Gruppeneinteilung wird vor Ort im Rahmen der personellen und räumlichen Kapazitäten geregelt. 

Es ist möglich, dass die Kinder, die an den Betreuungsangeboten teilnehmen, durch die Teilnahme am Präsenzunterricht und an der Betreuung pro Tag zwei feste Bezugsgruppen haben.

Welche Regelungen gelten für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf oder im Gemeinsamen Lernen?

Schülerinnen und Schüler, auch in höheren Altersstufen, die nicht ohne Betreuung zu Hause am Distanzunterricht teilnehmen können – insbesondere in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung – haben im Rahmen der personellen Möglichkeiten der Förderschulen bzw. der Schulen des Gemeinsamen Lernens einen Anspruch auf eine Betreuung in der Schule.

Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung, die nach § 9 Absatz 1 Schulgesetz grundsätzlich als Ganztagsschulen geführt werden, bieten in den betroffenen Jahrgangsstufen auch weiterhin ganztägige Präsenztage an. Bei personell bedingten, unvermeidlichen Einschränkungen ist die Schulaufsicht zu informieren.

Die zur Teilhabe an Bildung gemäß § 112 SGB IX bzw. § 35a SGB VIII einzusetzenden Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter können auch im häuslichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler unterstützen. Bei der Entscheidung des Sozial- oder Jugendamtes über den Einsatz im häuslichen Umfeld sind die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen. 

Welche Regelungen gelten für Ganztags- und Betreuungsangebote in der Sekundarstufe I?

Grundsätzlich gilt auch für die Sekundarstufe I, dass für die Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht Ganztagsangebote noch nicht regelhaft aufgenommen werden. Über die konkrete zeitliche Ausgestaltung der Präsenztage als ganztägige Lerntage wird vor Ort unter Berücksichtigung der räumlichen und personellen Kapazitäten entschieden. An Tagen, an denen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können (sowie gegebenenfalls darüber hinaus für einen Teil der Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung), ist die pädagogische Betreuung auf Antrag der Eltern entsprechend sicherzustellen 

Der Zeitumfang richtet sich nach den üblichen Unterrichtszeiten. Zudem gilt auch weiterhin für Schülerinnen und Schüler aller Klassen, die zu Hause aus unterschiedlichen Gründen nicht erfolgreich am Distanzunterricht teilnehmen können, die Möglichkeit, durch die Schule das Angebot der erweiterten Betreuung zu erhalten, um unter Aufsicht in den Räumen der Schule an den Aufgaben aus dem Distanzunterricht zu arbeiten. Die Schule ermöglicht dieses Angebot im Rahmen ihrer räumlichen und personellen Ressourcen. 

Wie werden die Betreuungsgruppen in der Sekundarstufe I gebildet?

Es sollen möglichst konstante Gruppen gebildet werden. Die Gruppenzusammensetzungen sollen dokumentiert werden. Es ist möglich, dass die Kinder, die an den Betreuungsangeboten teilnehmen, durch die Teilnahme am Präsenzunterricht und an der Betreuung zwei feste Bezugsgruppen haben.

Die konkrete Gruppeneinteilung wird vor Ort im Rahmen der personellen und räumlichen Kapazitäten geregelt. 

Welche Hygienevorgaben sind einzuhalten?

Die Coronabetreuungsverordnung sieht vor (Link zur aktuellen Version), dass alle Personen, die sich im Rahmen der schulischen Nutzung in einem Schulgebäude aufhalten, verpflichtet sind, eine medizinische Maske zu tragen. Bei Schülerinnen und Schülern bis Klasse 8, die aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, kann ersatzweise eine Alltagsmaske getragen werden. 

Zudem gelten nach Coronabetreuungsverordnung Ausnahmen für Personen, die insbesondere aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. In Pausenzeiten zur Aufnahme von Speisen und Getränken muss ebenfalls keine Maske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet ist bzw. die Nahrungsaufnahme an festen Plätzen innerhalb derselben Bezugsgruppe erfolgt. Das bedeutet, dass z.B. in festen Betreuungsgruppen bei Abstandswahrung oder in festen Gruppen auf dem Außengelände Maskenpausen eingelegt werden können. 

Welche Vorgaben zur Testpflicht gelten?

Seit dem 12. April 2021 gilt eine Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler und alle an Schule tätigen Personen in NRW. Die Teilnahme an wöchentlich zwei Tests ist Voraussetzung für den Aufenthalt in der Schule. Auch die Teilnahme an der pädagogischen Betreuung setzt die Teilnahme an wöchentlich zwei Corona-Selbsttests voraus. Die Schulleiterin oder der Schulleiter schließt Personen, die nicht getestet sind, vom Schulbetrieb (in Form des Präsenzbetriebes bzw. der pädagogischen Betreuung) aus. Bitte beachten Sie auch die Hinweise zum  PCR-Lolli-Testverfahren ab 10. Mai für Grund- und Förderschulen und Schulen mit Primarstufe. Alle Informationen zum Thema Testungen finden Sie hier

Was ist mit Kindern der Primarstufe, die nur an einzelnen Tagen an der Betreuung teilnehmen und daher keiner Pool-Testungsgruppe zugeordnet sind?

Dieser Hinweis gilt nur bei Distanzunterricht: Die Pools zur Testung werden in den Betreuungsgruppen gebildet. Sollte ein Kind nicht regelmäßig an den Betreuungsangeboten teilnehmen (z. B. nur an einem Tag in der Woche) und an den jeweiligen Pooltestungen in der Betreuung daher nicht teilgenommen haben, ist zur Teilnahme an Betreuungsangeboten der Nachweis eines negativen Tests (Bürgertest oder Selbsttest unter Aufsicht in der Schule) erforderlich.

Wird ein Mittagessen angeboten?

Die konkrete Ausgestaltung der Mittagsverpflegung wird vor Ort durch die Schulträger geregelt. Allerdings wird trotz des gewohnten zeitlichen Betreuungsumfangs möglicherweise die übliche Verpflegung durch Lunchpakete o.ä. ersetzt.

Sind Angebote an den beweglichen Ferientagen möglich („OGS-Ferienangebote)?

Angebote der offenen Ganztagsschule sind nach der Coronabetreuungsverordnung an beweglichen Ferientagen nicht ausgeschlossen sind und können in kommunaler Verantwortung – unter Berücksichtigung des regionalen Infektionsgeschehens – durchgeführt werden.

Erhält das Betreuungspersonal auch FFP 2 Masken?

Ja, auch für die vor Ort tätigen Betreuerinnen und Betreuer im offenen Ganztag und anderen Betreuungsangeboten werden FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Die genannten Personen werden pro vollem Präsenztag mit zwei FFP-2 Masken ausgestattet. Die Verteilung soll über die Schulträger erfolgen. 

Die Bedarfe werden den Schulträgern über die jeweilige Schulleitung gemeldet.

Sind Angebote mit außerschulischen Partnern möglich?

Solange Unterricht in Präsenz stattfinden kann, sind auch Aktivitäten außerschulischer Partner mit Schulen (z.B. im Schulprogramm verankerte Kooperationen in gemeinsamen Projekten, in Bildungspartnerschaften) nach § 1 Absatz 2 Coronabetreuungsverordnung als schulische Nutzung in eingeschränktem Maße nicht ausgeschlossen. Einbezogen sind auch schulsportliche Kooperationen in gemeinsamen Projekten und Bildungspartnerschaften mit Ausrichtung auf motorische Förderung von Schülerinnen und Schüler. Entscheidend ist, ob es sich um ein Kooperationsangebot in der Gesamtverantwortung der Schule handelt. Das gilt sowohl für Angebote im Rahmen des Präsenzunterrichts (Wechselunterricht) als auch in der pädagogischen Betreuung. Die Schule entscheidet in eigener Verantwortung, ob das Angebot angesichts des konkreten Infektionsgeschehens an der Schule und in der Region und vor dem Hintergrund der konkreten Ausgestaltung des Formates stattfinden soll.

Aktivitäten mit außerschulischen Partner dürfen nur in bestehenden (festen) Gruppen durchgeführt werden. Sie können - soweit erforderlich und sinnvoll - auch außerhalb des Schulgebäudes, etwa in Räumlichkeiten der außerschulischen Partner, stattfinden. In jedem Fall sind die die Hygienekonzepte und Vorgaben zum Infektionsschutz in Schulen (feste Gruppen, Rückverfolgbarkeit, Lüftung, Maskenpflicht etc.) entsprechend einzuhalten.  

Welche Regelungen gelten für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf oder im Gemeinsamen Lernen?

Schülerinnen und Schüler, auch in höheren Altersstufen, die nicht ohne Betreuung zu Hause am Distanzunterricht teilnehmen können – insbesondere in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung – haben im Rahmen der personellen Möglichkeiten der Förderschulen bzw. der Schulen des Gemeinsamen Lernens einen Anspruch auf eine Betreuung in der Schule.

Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung, die nach § 9 Absatz 1 Schulgesetz grundsätzlich als Ganztagsschulen geführt werden, bieten in den betroffenen Jahrgangsstufen auch weiterhin ganztägige Präsenztage an. Bei personell bedingten, unvermeidlichen Einschränkungen ist die Schulaufsicht zu informieren.

Einsatz von Schulbegleitungen

Die zur Teilhabe an Bildung gemäß § 112 SGB IX bzw. § 35a SGB VIII einzusetzenden Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter können auch im häuslichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler unterstützen. Bei der Entscheidung des Sozial- oder Jugendamtes über den Einsatz im häuslichen Umfeld sind die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen.