PISA

Programme for International Student Assessment

PISA (Programme for International Student Assessment) ist eine internationale Schulleistungsuntersuchung, die von der OECD seit dem Jahr 2000 in dreijährlichem Turnus durchgeführt wird. In Deutschland wird PISA im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt. An den PISA-Erhebungen nehmen die meisten Mitgliedstaaten der OECD teil. Hinzu kommen eine zunehmend größere Anzahl von Partnerstaaten, die ebenfalls an PISA teilnehmen. Die Durchführung in Deutschland übernimmt das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB).

In der Studie werden die Kompetenzen von 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in den Kompetenzbereichen Leseverstehen, Mathematik und Naturwissenschaften untersucht. Der Kompetenzbegriff in PISA zielt dabei auf die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler Wissen auf Probleme und Situationen im Alltag anwenden zu können. Dabei wechseln von Durchgang zu Durchgang die jeweiligen Schwerpunktsetzungen zwischen den drei Kompetenzbereichen, so dass alle sechs Jahre einer der drei Kompetenzbereiche Schwerpunktthema ist.

Im letzten Durchgang 2018 wurde das Leseverstehen vertieft untersucht. Seit 2000 wechselten sich die Schwerpunktthemen wie folgt ab: 2000 Leseverstehen, 2003 Mathematik, 2006 Naturwissenschaften, 2009 Leseverstehen, 2012 Mathematik, 2015 Naturwissenschaften und im letzten Durchgang 2018 wurde das Leseverstehen vertieft untersucht. Mit dem Schwerpunkt Leseverstehen 2018 wurde der dritte PISA-Zyklus eröffnet, womit es möglich wird, Entwicklungen in den Schwerpunktthemen über mehrere Messzeitpunkte hinweg zu beschreiben.

PISA hat nicht nur das Ziel den gegenwärtigen Ist-Stand zum Erhebungszeitpunkt zu spiegeln, sondern ebenfalls die OECD in ihrer Aufgabe, die Politik zu beraten, zu unterstützen.

Ab PISA 2012 ist für die nationale Durchführung in Deutschland das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) verantwortlich. Das im Jahr 2010 gegründete ZIB, ein von Bund und Ländern gemeinsam getragener Verbund der Technischen Universität München (TUM), des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel (IPN), wird auch die Durchführung der PISA-Studie 2021 in Deutschland koordinieren sowie daran angelehnte Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung übernehmen. Die wissenschaftliche Projektleitung obliegt Frau Prof. Dr. Doris Lewalter von der Technischen Universität München.

Die mit der Gründung des ZIB erreichte Verstetigung der Durchführung der PISA-Studien soll dazu beitragen, ein hohes Qualitätsniveau für das von Bund und Ländern gemeinsam getragene international vergleichende Bildungsmonitoring zu sichern sowie die Bedeutung und Präsenz der deutschen Bildungsforschung im Kontext internationaler Bildungsvergleichsstudien zu verbessern.