Reise von Ministerin Sylvia Löhrmann nach Auschwitz und Krakau

Von Barbara Löcherbach

Eine Delegation um Ministerin Sylvia Löhrmann reiste vom 25. bis 28. Januar 2015 nach Auschwitz und Krakau. Zur Delegation gehörten neben der Ministerin Vertreter der Stiftung „Erinnern ermöglichen“ sowie Journalistinnen und Journalisten.

Die Delegation traf vor Ort Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Kevelaer und eine Gruppe Jugendlicher mit jüdischem Bekenntnis aus verschiedenen Städten und Gemeinden, deren Reise von der jüdischen Gemeinde Köln organisiert wurde.

Zeitzeugengespräch: Wohin Fremdenhass führen kann

Das Programm startete am Sonntag, 25. Januar, mit einem Zeitzeugengespräch in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS) in Oswiecim, an dem beide Schülergruppen teilnahmen.

Zeitzeuge Ignacy Krasnokucki (© Sepp Spiegl)
Zeitzeuge Ignacy Krasnokucki (© Sepp Spiegl)

Im März 1944 wurde Krasnokucki verhaftet und zunächst in ein Arbeitslager nach Czestochowa, einem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, gebracht, später kam er nach Buchenwald. „Wir mussten durch eine lange Reihe mit SS-Leuten laufen, die mit Stöcken auf uns einschlugen. Uns wurde alles weggenommen, wir mussten duschen, uns wurden alle Haare geschoren, und wir bekamen einen Streifenanzug und Holzpantinen.“ Krasnokucki hatte Glück, er wurde Hilfselektriker im Lager, nur dieses „Nützlichsein für die Nazis“ sicherte sein Überleben. Nach der Auflösung des Konzentrationslagers Buchenwald gelang ihm auf einem Todesmarsch die Flucht.

Nach dem Krieg arbeitete Krasnokucki unter anderem in der Metallindustrie. Er ist Doktor der Chemie. Der Pensionär hat zwei Kinder, sechs Enkel und eine Urenkelin.

Über seine Beweggründe, warum er sich immer wieder den Erinnerungen aussetzt und detailliert schildert, was ihm widerfahren ist, und sich jungen Menschen als Gesprächspartner zur Verfügung stellt, sagt er: „Mein Ziel ist es, euch zu zeigen, wohin Fremdenhass führen kann.“

Besuch in Birkenau: Industrielle Menschenvernichtung auf unvorstellbar riesigem Raum

Im Anschluss an das Zeitzeugengespräch fuhr die Delegation mit einem Teil der Jugendlichen zu einer Führung durch das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Auschwitz war das größte Konzentrations- und Vernichtungslager der Deutschen in der Nazizeit, es bestand aus insgesamt drei Lagern, zwei davon besuchten wir auf der Reise: das Stammlager I und das größte deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Der Komplex des Lagers in Birkenau ist riesig. Hier lebten mehrere Tausend Zwangsarbeiter. Mehr als eine Million Menschen wurden in Auschwitz ermordet, hauptsächlich Juden und viele Tausend Sinti und Roma. Ziel des KZ Auschwitz war es, die Menschen zu vernichten, sei es direkt oder durch Zwangsarbeit. Die Bedingungen im Lager, schlechte Ernährung, mangelnde Hygiene, Krankheiten, führten bei 90 Prozent der Häftlinge binnen zwei Monaten zum Tod.

Ab Anfang 1942 kamen zunächst politische Gefangene nach Auschwitz, meist Polen, aber auch Russen und Menschen anderer Nationalitäten. Später waren es dann vor allem Juden, Sinti und Roma. Die Häftlinge erreichten Birkenau zumeist in Eisenbahnwaggons. Viele von ihnen hatten eine mehrtägige Reise hinter sich, eng aufeinandergepresst, ohne Nahrung und Wasser, mit zwei Eimern für die Notdurft pro Waggon. Viele der Häftlinge waren schon bei der Ankunft erschöpft. Direkt an der „Rampe“ wurden die augenscheinlich Arbeitsfähigen von denen getrennt, die sofort umgebracht wurden. Es handelte sich dabei um vermeintlich Arbeitsunfähige, Alte, Kranke, Schwangere und Kinder.

Die Entscheidung über vorläufiges Überleben oder direkten Tod fällte ein Arzt der SS innerhalb weniger Sekunden an der sogenannten Selektionsrampe. Den Menschen, die getötet werden sollten, gaukelte man vor, sie könnten zunächst einmal duschen. Sie zogen sich aus, hängten ihre Kleidung an nummerierten Kleiderhaken auf, gingen in die angebliche Dusche. Statt Wasser kam dann durch Deckenklappen das todbringende Gas Zyklon B. Innerhalb weniger Minuten erstickten die Menschen. Jüdische Häftlinge der sogenannten „Sonderkommandos“ mussten die Gaskammern ausräumen, die Leichen ausplündern und dann in den Krematorien verbrennen. Alles Hab und Gut der Getöteten wurde gesammelt und verwertet, selbst Goldzähne, Haare, Prothesen, Kleidung, Koffer ...

Die Gaskammern und die Krematorien hat die SS im Winter 1944/45, als die Rote Armee immer näher heranrückte, zerstört. Die Gefangenen wurden evakuiert, in Eisenbahnwaggons oder mit Todesmärschen in andere Lager geschickt. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee Auschwitz. Die Befreier fanden noch 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor.

1996 wurde der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar 2005 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag. Im Jahr 2007 beschloss das Welterbekomitee, die offizielle Bezeichnung in „Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940-1945)“ abzuändern.

Zwischen den beiden großen Krematorien gibt es ein internationales Mahnmal für die Opfer des Lagers. Schwarze Granittafeln erinnern in allen Sprachen der Gefangenen an die Gräueltaten, die hier geschahen: „Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit. Hier ermordeten die Nazis etwa anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder. Die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas.“

Internationales Mahnmal in Birkenau (© Sepp Spiegl)
Internationales Mahnmal in Birkenau (© Sepp Spiegl)

Abends im Zentrum für Dialog und Gebet entspann sich mit den Jugendlichen aus Kevelaer eine lebhafte Diskussion über Schuld und Verantwortung. Der Besuch im Lager und das Zeitzeugengespräch hatten einen tiefen Eindruck bei allen hinterlassen. Marie Kassing, 17 Jahre alt und Schülerin des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums geht das Gesehene so nahe, dass sie jede Nacht davon träumt. Sie findet: „Unsere Generation muss sich nicht schuldig fühlen, aber verantwortlich.“ Und Henrik Lange (17) erklärt, was diese Auschwitz-Fahrt mit den Jugendlichen macht: „Wir haben an einem Tag mehr über Geschichte gelernt als in vielen Jahren Unterricht.“

Jugendliche im Zentrum für Dialog und Gebet (© Sepp Spiegl)
Jugendliche im Zentrum für Dialog und Gebet (© Sepp Spiegl)
Jüdisches Leben in Oswiecim

In Polen gab es vor dem zweiten Weltkrieg ein lebhaftes jüdisches Leben. Die jüdische Gemeinde in Krakau war eine der größten in Europa und auch in der Kleinstadt Oswiecim lebten zahlreiche Juden, die gesellschaftlich anerkannt waren. Nach der Judenvernichtung während der Naziherrschaft lebten nur noch wenige Juden in Oswiecim. Der letzte von ihnen starb im Jahr 2001. Ein Zeugnis des jüdischen Lebens gibt das Auschwitz Jewish Center, das neben einem Museum auch die letzte jüdische Synagoge und ein kleines Café beherbergt.

Ministerin Löhrmann im Museum des Auschwitz Jewish Center (© Sepp Spiegl)
Ministerin Löhrmann im Museum des Auschwitz Jewish Center (© Sepp Spiegl)
Auschwitz Stammlager: Wie können Menschen nur so grausam sein?

Der Ursprung der grauenhaften, menschenverachtenden Tötungsindustrie in Auschwitz liegt im Stammlager I. Gemeinsam mit beiden Schülergruppen betritt die Delegation das Lager durch den Torbogen mit dem zynischen Schriftbogen „Arbeit macht frei“.

Eingang zum Stammlager I (© Sepp Spiegl)
Eingang zum Stammlager I (© Sepp Spiegl)

Gleich am Eingang kommt es zu einer ungeplanten Begegnung. Ein Überlebender spricht die Jugendlichen an. Igor Malicki zeigt seine Häftlingsnummer 188005, er kommt aus der Ukraine. Und wie viele Zeitzeugen hat auch er eine Mission. Er möchte berichten, wechselt sofort ins Deutsche. Er möchte sensibilisieren. Er möchte, dass so etwas nie wieder geschieht. Die Jugendlichen spüren das sofort und reagieren bewegt. Aufmerksam hören sie dem alten Herrn zu. 

Zeitzeuge Igor Malicki (© Sepp Spiegl)
Zeitzeuge Igor Malicki (© Sepp Spiegl)

Im Stammlager wird das Ausmaß der Menschenverachtung der Nationalsozialisten noch einmal sehr deutlich, als die Delegation vor den Vitrinen mit Bergen von Koffern, menschlichem Haar, den Schuhen, Brillen, Kinderspielzeug, Babykleidung steht. Je mehr man sieht, umso deutlicher wird das schreckliche Ausmaß der Vernichtung. Liana Kotliar (22): „Solch eine menschliche Grausamkeit ist kaum vorstellbar."

Habseligkeiten der Häftlinge  (© Sepp Spiegl)
Habseligkeiten der Häftlinge (© Sepp Spiegl)
Gedenken als Zeichen: „Wir werden Euch nie vergessen!“

Bei der Kranzniederlegung an der Todeswand (Foto 915) nehmen die meisten Jugendlichen erstmals an einem offiziellen Gedenkritus teil. Gemeinsam mit Ministerin Löhrmann legen Dejan Spasojevic, Julia Shemaryahu, Nele Zocher und Zeev Reichard einen Kranz an der Todesmauer im Stammlager Auschwitz nieder. Die Schülerinnen und Schüler jüdischen Bekenntnisses haben eine besondere Form des Gedenkens vorbereitet. Sie schildern die Lebensgeschichten einzelner jüdischer Opfer und ihrer Familien und legen einen Stein an der Todesmauer nieder. Zum Zeichen, dass die Toten niemals vergessen werden. Das bewegte die gesamte Delegation, selbst die beiden Guides.

Die neue Yad Vashem-Ausstellung in einem der roten Backsteingebäude trifft die Besucherinnen und Besucher sehr schnell emotional. Etwa in einem Raum, an dessen weiße Wände schlichte Kinderzeichnungen aus dem KZ übertragen wurden. Mit wenigen Strichen haben die Kinder ihr Alltagsleben festgehalten. Und das bestand im KZ Auschwitz zum Beispiel aus bewaffneten SS-Männern und -Frauen, aus der Selektion von Menschen und Ermordung von Häftlingen am Galgen.

Kinderzeichnung in der Yad Vashem-Ausstellung (© Sepp Spiegl)
Kinderzeichnung in der Yad Vashem-Ausstellung (© Sepp Spiegl)

Hier in der Yad Vashem-Ausstellung wird der Delegation schmerzlich bewusst, wie nah die Shoa für die jüdischen Jugendlichen ist. Die meisten von ihnen haben Verwandte, die in Auschwitz waren. So auch Julia Shemaryahu (16): „Meine Familie wurde 1944 nach Auschwitz deportiert. Mein Großvater überlebte. Selbst zu erleben, welchen schrecklichen Bedingungen sie ausgesetzt waren, macht mich sehr traurig.“ In einem weiteren Raum hängt ein überdimensionales Buch, in dem die Namen von vier Millionen ermordeten Juden aufgelistet sind. Betroffen beobachten die Delegationsmitglieder, wie die Jugendlichen nach den Namen ermordeter Verwandter suchen. Spätestens jetzt wird klar, es geht nicht um Schuldzuweisung, es geht um Verantwortung, um die Verantwortung dafür, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Auschwitz darf und kann nicht vergessen werden, das sind wir den (Über-)Lebenden schuldig. Und auch wenn die letzten Zeitzeugen einmal gestorben sind, so gibt es weiterhin Familien, die gezeichnet sind durch diesen furchtbaren Völkermord. Als Opfer und als Täter.

Die Namen der Opfer: Ministerin Löhrmann mit einem Schüler in der Yad Vashem-Ausstellung (© Sepp Spiegl)
Die Namen der Opfer: Ministerin Löhrmann mit einem Schüler in der Yad Vashem-Ausstellung (© Sepp Spiegl)
Zeichen der Hoffnung: Es gibt ein Leben nach der Shoa

Beinahe tröstlich ist da das überraschende Wiedersehen mit Zofia Posmysz, auch sie ist eine Zeitzeugin mit Mission. Im vergangenen Jahr hatte Ministerin Löhrmann Frau Posmysz kennengelernt und sofort ins Herz geschlossen. Sie war zweieinhalb Jahre lang im KZ Auschwitz-Birkenau und kam dann ins KZ Ravensbrück, wo sie die Befreiung durch die US-Armee am 2. Mai 1945 erlebte. Es gibt mehrere Texte von ihr auf Deutsch. Am bekanntesten ist der Roman „Die Passagierin“, in dem sie aus einer ungewöhnlichen Perspektive, der einer KZ-Aufseherin, das Wiedersehen mit einem ehemaligen Häftling schildert. Exklusiv für die Internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz (IJBS) schrieb Zofia Posmysz die Kurzgeschichte „Christus von Auschwitz“.

Ministerin Löhrmann trifft Zeitzeugin Zofia Posmysz wieder. (© Sepp Spiegl)
Ministerin Löhrmann trifft Zeitzeugin Zofia Posmysz wieder. (© Sepp Spiegl)

Auch der Besuch im Jewish Community Centre mitten in Krakau ist ermutigend. Das Begegnungszentrum ist ein fröhliches und freundliches Zentrum, das offen ist für Juden, Nicht-Juden, Christen und Muslime. Man fühlt sich sicher, deshalb gibt es auch anders als in Deutschland keine sichtbaren Sicherheits­vorkehrungen. Jonathan Ornstein, der Direktor des Zentrums, erklärt, dass es zwar Antisemitismus in Polen gebe, aber nicht so wie derzeit in Frankreich oder Ungarn.

In einer spontanen Diskussion übertragen die Jugendlichen das Erlebte unmittelbar in die Gegenwart. Sehr engagiert sprechen sie die Themen Pegida, jüdisches Leben heute und die Rolle der Medien an. Sie beziehen dabei die mitreisenden Journalistinnen und Journalisten ein und holen diese aus ihrer Beobachterrolle heraus. Ihre Botschaft ist klar: Wir wollen als Deutsche in Deutschland jüdisch sein können!

An das ehemals blühende jüdische Leben in Krakau erinnert ein Stadtrundgang durch das jüdische Viertel Kazimierz und Podgorze – das Gebiet des ehemaligen Ghettos in Krakau.

Franziskanerkloster Harmeze – Mit Kunst die Alpträume der Erinnerung verarbeiten

Einen ganz anderen Zugang zum Holocaust vermittelt die Ausstellung „Erinnerungsklischees. Labyrinthe“, die seit 1997 im Franziskaner-Minoritenkloster Harmeze beheimatet ist. Über mehrere Jahre hinweg hat der Künstler Marian Kolodziej (1921 - 2009) in zahlreichen, teils riesigen Zeichnungen seine Erfahrungen aus dem KZ verarbeitet. Das Kloster und die Ausstellung sind dem im KZ Auschwitz ermordeten Pater Maximilian Kolbe gewidmet. Kolodziej hat fünf Jahre lang im KZ Auschwitz verbracht. Die alptraumartigen Zeichnungen schildern in vielen akribischen Details den Horror und die Schrecken des Alltags und des Terrors eines Vernichtungslagers. Marian Kolodziej hat nie über das gesprochen, was ihm im KZ widerfahren war. Umso eindrücklicher sind seine Bilder.

Großflächige Zeichnung des Künstlers Marian Kolodziej (© Sepp Spiegl)
Großflächige Zeichnung des Künstlers Marian Kolodziej (© Sepp Spiegl)
70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz: „You should never, never be a bystander“

Zahlreiche Überlebende, mehr als 40 Staatsoberhäupter und Regierungschefs sowie das polnische Kabinett nahmen am 27. Januar 2015 an der Hauptzeremonie zur 70. Jahresfeier der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau teil. Mit dabei war auch die Delegation von Ministerin Sylvia Löhrmann. Im Mittelpunkt der Zeremonie standen die Überlebenden, für die stellvertretend Halina Birenbaum, Kazimierz Albin und Roman Kent sprachen. Letzterer mahnte eindringlich: „You should never, never be a bystander!“ In seiner Rede forderte er leidenschaftlich eine „Erziehung nach Auschwitz“: "We must all teach our children tolerance and understanding both at home and in school. For tolerance cannot be assumed … it must be taught. And we must make it clear that hate is never right and love is never wrong!“

In allen Reden wurden die aktuellen Bezüge zum wieder aufflammenden Antisemitismus, zu Fremdenfeindlichkeit und Unterdrückung deutlich.

Diesem Auftrag an die Nachkommenden ist auch das Konzept „Erinnern für die Zukunft“ verpflichtet, das die schulische Erinnerungskultur in Nordrhein-Westfalen bündelt. Die Kultusministerkonferenz hat im Jahr der Präsidentschaft von Ministerin Löhrmann (2014) ein vergleichbares Konzept verabschiedet. Es geht um das verantwortliche Gestalten der Gegenwart im Wissen um die Vergangenheit.