Um gleiche Voraussetzungen für die Vorbereitung aller Schülerinnen und Schüler auf die zentralen Prüfungen zu schaffen, ist es notwendig, für alle Fächer verbindliche Unterrichtsvorgaben auf Grundlage der geltenden Lehrpläne festzulegen. Diese Vorgaben werden frühzeitig bekannt gegeben. Sie lassen den Lehrerinnen und Lehrern aber auch Freiräume für die individuelle Unterrichtsplanung.

Unterrichtsvorgaben für einen Abiturjahrgang werden drei Jahre im Voraus erlassen. In der Regel haben sie für einen längeren Zeitraum Gültigkeit bzw. erfahren moderate Änderungen im Hinblick auf inhaltliche Schwerpunkte.

Nein. Die Lehrpläne für die gymnasiale Oberstufe gelten zurzeit unverändert. Aus der umfangreichen Obligatorik der Lehrpläne greifen die Vorgaben inhaltliche Schwerpunkte heraus, auf die sich die Prüfungsaufgaben des jeweiligen Abiturjahrgangs in besonderer Weise beziehen. So können sich Lehrerinnen und Lehrer wie auch Schülerinnen und Schüler gezielt auf die zentralen Prüfungen vorbereiten. Die Vorgaben lassen zugleich Raum für individuelle Entscheidungen der Lehrkräfte bei der Umsetzung der Lehrpläne.

Die Vorgaben gelten für die Qualifikationsphase. Die Behandlung der vorgegebenen inhaltlichen Schwerpunkte in diesen Jahrgangsstufen ist verpflichtend. Wenn in Einzelfällen Themen aus den Unterrichtsvorgaben schon in der Einführungsphase behandelt wurden, müssen sie noch einmal vertiefend in der Qualifikationsphase aufgegriffen werden.

In nahezu allen Fächern ist eine Aufgabenauswahl durch die Schülerinnen und Schüler beziwhungsweise durch die Lehrkräfte vorgesehen.