Gemeinsam Bildung gestalten – stark, vernetzt, regional
Seit 2008 stehen die Regionalen Bildungsnetzwerke in Nordrhein-Westfalen für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Bildungszusammenarbeit von Land, Kommunen und Kreisen. Sie setzen sich aktiv für eine gute und gerechte Bildung vor Ort ein und fördern Austausch und Kooperation der Bildungsakteure in der Region. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen junger Menschen entlang der gesamten Bildungskette.
Die Anforderungen an Bildung wachsen kontinuierlich. Umso wichtiger ist es, spezifische Bedarfe wahrzunehmen, vorhandene Potenziale zu bündeln und regionale Akteure an einen Tisch zu bringen. Genau hier setzen die Regionalen Bildungsnetzwerke an: Gemeinsam fokussieren u.a. Kommune, Schulaufsicht, regionale Akteure und Zivilgesellschaft wesentliche Handlungsfelder der Region. Damit sind die Regionalen Bildungsnetzwerke ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine vernetzte Bildungslandschaft vor Ort.
Mittlerweile haben nahezu alle Kreise und kreisfreien Städte einen Kooperationsvertrag mit dem Land geschlossen und eine Struktur aus Bildungskonferenz, Lenkungskreis und Regionalem Bildungsbüro etabliert. Daraus ist ein großes Netzwerk für eine starke Bildung in Nordrhein-Westfalen gewachsen. Dieses wird sich – analog zu den aktuellen Herausforderungen – zukunftsorientiert weiterentwickeln.
Den Kooperationsvertrag schließt das Land Nordrhein-Westfalen mit dem Kreis bzw. der kreisfreien Stadt. Hier wird das gemeinsame Anliegen benannt.
Weiterführende Informationen:
Im Konzept der Regionalen Bildungsnetzwerke übernimmt die Bildungskonferenz die Funktion eines Impulsgebers. Im Idealfall bietet sie den zentralen Bildungsakteuren einer Region eine gemeinsame Plattform für den Wissenstransfer und die Entwicklung von Kooperationen und Koordination. In der Regel wird der Kreis der Teilnehmenden ebenso wie die Aufgaben in der jeweiligen Kooperationsvereinbarung festgelegt.
Weiterführende Informationen: „Quer gedacht. Gut gemacht“, S. 16
Der Lenkungskreis ist der strategische Kern der staatlich-kommunalen Zusammenarbeit. Hier werden zwischen den Vertreterinnen und Vertretern von Land und Kommunen Absprachen und Entscheidungen von strategischer Bedeutung für die Bildungsregion vorbereitet, Ziele und Arbeitsplanungen in den festgelegten Handlungsfeldern vereinbart sowie Arbeitsaufträge an das Regionale Bildungsbüro und weitere Netzwerkpartner zur praktischen Umsetzung formuliert.
Weiterführende Informationen: „Quer gedacht. Gut gemacht“, S. 18
Das Regionale Bildungsbüro steht für die Sichtbarkeit und Außenwirkung der Regionalen Bildungsnetzwerke in der täglichen Arbeit. Es ist Kernzelle, Organisationsplattform, Service-, Koordinations- und Geschäftsstelle des Regionalen Bildungsnetzwerkes in einem.
Weiterführende Informationen: „Quer gedacht. Gut gemacht“, S. 18
Regionale Bildungsnetzwerke erzielen Mehrwert für die Region
Regionale Bildungsnetzwerke sind weit mehr als ein organisatorisches Instrument – sie sind Motor, Brücke und Impulsgeber für eine starke Bildungslandschaft vor Ort.
Bildung findet nicht isoliert statt: Familie, Kita, Schule, Ausbildung oder Studium sind wichtige Akteure und Institutionen, in denen Kinder und Jugendliche Bildung erfahren – und sie hört auch im Erwachsenenalter nicht auf.
Eine gut vernetzte Bildungslandschaft erhöht die Lebensqualität und Attraktivität einer Region. Sie unterstützt Fachkräfteentwicklung, Teilhabe und soziale Stabilität. Regionale Bildungsnetzwerke tragen damit aktiv zur Zukunftsfähigkeit von Kommunen bei.
Regionale Bildungsnetzwerke bringen Akteure der Region an einen Tisch. Sie schaffen Strukturen, in denen Informationen fließen, Bedarfe erkannt und Lösungen gemeinsam entwickelt werden. So wächst ein starkes, abgestimmtes Bildungsangebot – passgenau für die Region.
Ob vom Kindergarten in die Grundschule, bei Schulformwechsel, von der Schule in den Beruf oder in weiterführende Bildungswege: Übergänge sind entscheidende Momente im Lebenslauf. Regionale Bildungsnetzwerke helfen, Brüche zu vermeiden und Perspektiven zu eröffnen. Sie sorgen für Transparenz, Orientierung und abgestimmte Unterstützungsangebote.
Viele gute Angebote gibt es bereits – aber sie sind nicht immer bekannt oder aufeinander abgestimmt. Netzwerke machen vorhandene Kompetenzen sichtbar, schaffen Synergien und vermeiden Doppelstrukturen. Das spart Zeit, Geld und Ressourcen – und steigert die Wirkung.
Unterstützung für Regionale Bildungsnetzwerke
Servicestellen Regionale Bildungsnetzwerke
Die Servicestellen Regionale Bildungsnetzwerke der Bezirksregierungen begleiten den Ausbau und die Entwicklung der Regionalen Bildungsnetzwerke in den kreisfreien Städten und Kreisen der jeweiligen Regierungsbezirke.
QUA-LiS NRW
Auch die Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule Nordrhein-Westfalen (QUA-LiS NRW) unterstützt die Arbeit der Regionalen Bildungsnetzwerke / der Regionalen Bildungsbüros in Nordrhein-Westfalen durch verschiedene landesweite Informations- und Austauschformate. Im Zentrum stehen dabei der Wissens- und Praxistransfer sowie Aspekte der Qualitätsentwicklung der staatlich-kommunalen Netzwerkarbeit vor Ort, z.B. durch
- die jährliche Fachtagung für die Regionalen Bildungsbüros in Soest oder
- digitale Mikroformate zu aktuellen Themenschwerpunkten.
Aktuelle Informationen finden Sie auf der Seite der QUA-LiS NRW.
Materialien für die Arbeit der RBBs
- Broschüre „Quer gedacht. Gut gemacht.“
- Leitfaden für Pädagogische Mitarbeitende (aktuell in Überarbeitung)
- Logo RBN in unterschiedlicher Auflösung
- Musterkooperationsverträge:
Veranstaltungstool der Regionalen Bildungsnetzwerke Zugang zum geschützten Bereich
https://beteiligung.nrw.de/intern/login.xhtml
Über diesen Link gelangen Sie zur Anmeldeseite des Fachportals „Regionale Bildungsnetzwerke“ im Beteiligungsportal von IT.NRW. Das Angebot richtet sich an registrierte Nutzerinnen und Nutzer.
Meilensteine der Regionalen Bildungsnetzwerke
- 2007: Aachener Erklärung des Deutschen Städtetages
- 2011: Bildungskonferenz NRW
- 2012: Münchener Erklärung
- 2013: Start der landesweiten Evaluation
- 2018: Zehn Jahre Regionale Bildungsnetzwerke in Nordrhein-Westfalen: Gemeinsame Erklärung von Schulministerium und Kommunalen Spitzenverbänden
- 2022: Aufnahme in das nordrhein-westfälische Schulgesetz
- 2024: Feier des 15jährigen Jubiläums
- 2025: Essener Erklärung