[16.06.2026] Weniger Bürokratie für Schulen in Nordrhein-Westfalen
>>>>>>>>>> Beginn der SchulMail des MSB NRW >>>>>>>>>
Sehr geehrte Schulleitungen, sehr geehrte Lehrkräfte,
in den letzten Monaten hat das Ministerium für Schule und Bildung die Unterstützung und Entlastung von Schulen weiter vorangetrieben. Wie mit meiner Schulmail vom 12. November 2025 angekündigt, standen in diesem Kontext drei zentrale Maßnahmen im Fokus: die Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Entlastung von Schulleitungen, die Reduzierung und Optimierung von Abfragen und Verwaltungsprozessen zwischen Schulen und Schulaufsichten sowie die weitere Umsetzung der Vorschläge aus dem Funktionspostfach.
Ganz konkret möchte ich Ihnen heute die Ergebnisse vorstellen:
- Vier neue KI-Assistenzen werden Sie, sehr geehrte Schulleitungen und Lehrkräfte, bei wiederkehrenden organisatorischen, kommunikativen und schulrechtlichen Aufgaben entlasten:
- „Schulleitung: Rechtssicher kommunizieren“: Eine Assistenz unterstützt Schulleitungen und Lehrkräfte beispielsweise bei schulischen Rechtsfragen auf Grundlage der geltenden Vorschriften und Erlasse.
- „Lehrkräfte: Situationen einordnen, Kommunikation gestalten“: Eine Assistenz unterstützt Lehrkräfte bei der Kommunikation mit Eltern. Sie liefert Textbausteine für Elternschreiben, kann diese in einfache Sprache übertragen und in verschiedene Sprachen übersetzen. Elternabende und Elterngespräche können vorbereitet werden.
- „Medienkonzept entwickeln und modifizieren“ und „Sprachsensibler Unterricht: steuern und entwickeln“: Zwei weitere Assistenzen zur Medienarbeit und zum sprachsensiblen Unterricht setzen gezielt bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung an und können konkrete Maßnahmen vorschlagen.
- Abfragen werden wir deutlich reduzieren, vereinfachen, bündeln oder gänzlich streichen. Dazu haben wir in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Bezirksregierungen alle Abfragen der Schulaufsicht sorgfältig überprüft und ihre Notwendigkeit abgewogen. Dabei wurden in einem umfangreichen Prozess nicht nur landesweite Verfahren betrachtet, sondern auch regionale und lokale Sonderabfragen einzelner Schulämter und Bezirksregierungen einer kritischen Prüfung unterzogen. Das Ergebnis: 33 Abfragen bleiben unverändert bestehen, weil sie unverzichtbare Informationen für die Steuerung durch die Bezirksregierungen liefern. 43 Abfragen eignen sich für eine Zusammenlegung, Digitalisierung und Optimierung – dieser Prozess ist bereits angestoßen, bedarf aber noch etwas Zeit, um die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Alle Abfragen jedoch, die von diesen beiden Gruppen nicht umfasst sind, fallen ab sofort weg. Daher werden wir Ihnen nach Abschluss des Optimierungs- und Digitalisierungsprozesses eine Liste über die verbleibenden Abfragen zur Verfügung stellen. Zudem stehen neue Abfragen unter dem Abstimmungsvorbehalt mit dem Ministerium für Schule und Bildung.
- Weitere Vereinfachungen befinden sich zudem bereits in Vorbereitung. Dazu gehören die Zusammenführung der bisherigen Einstellungsportale LEO, ANDREAS, VERENA und LOIS zum neuen zentralen Portal „Mein Weg in den Schuldienst“ (meWiS), die Digitalisierung des Anmeldescheins beim Übergang auf die weiterführende Schule, digitale Prüfungsverfahren für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie die Weiterentwicklung der landeseigenen Schulverwaltungssoftware SchILD.NRW zur automatisierten digitalen Zeugniserstellung. Um fehleranfällige Papier- und Formularprozesse zu vereinfachen, erstellt das Schulministerium darüber hinaus derzeit digitale Fachverfahren. Das betrifft zum Beispiel Teilzeitanträge, Vertretungsunterricht oder Anerkennungsverfahren. Auch dies wird wesentlich zur Arbeitserleichterung für Sie, liebe Schulleiterinnen und Schulleiter, beitragen.
Die Gruppe der verbleibenden 33 Abfragen haben sich als unverzichtbar herausgestellt, sie dienen insbesondere der Unterrichtsversorgung, der Steuerung der Personalausstattung sowie der Schulplatzsteuerung. Weitere wichtige Abfragen, wie zum Beispiel die COPSOQ-Befragung zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz, bleiben ebenfalls erhalten, da die hieraus gewonnen Erkenntnisse für das Ministerium für Schule und Bildung unverzichtbar sind. Die Amtlichen Schuldaten werden zudem künftig deutlich effizienter durch das landeseigene Schulverwaltungsprogramm erhoben. Für die Schulen entfällt damit ab dem Schuljahr 2027/28 die Nutzung einer zusätzlichen Statistiksoftware und damit unnötiger administrativer Aufwand.
Ich danke allen Schulaufsichtsbehörden, die sich in den letzten Monaten in einem intensiven Prozess innovativ und konstruktiv mit auf den Weg gemacht haben, den Verwaltungsaufwand im Schulsystem zu reduzieren. Ohne Abfragen und Datenerhebung wird unser Schulsystem nicht funktionieren. Jedoch sollten wir es alle gemeinsam auf das Nötigste beschränken.
Diese Maßnahmen sollen wesentlich zu Ihrer Arbeitserleichterung beitragen und ich hoffe, dass Sie schon bald die ersten Auswirkungen im Arbeitsalltag spüren werden. Klar ist natürlich auch, dass Bürokratieabbau und Digitalisierung Daueraufgaben sind, denen wir uns auch in Zukunft mit ganzer Kraft widmen werden.
Ich danke Ihnen allen für Ihre Mitarbeit an diesem Prozess.
Mit freundlichen Grüßen
Dorothee Feller
<<<<<<<<<< Ende der Nachricht des MSB NRW <<<<<<<<<<
Diese Nachricht wurde Ihnen im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB NRW) übermittelt.
Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich an Herrn Feldmann (0211 5867-3631), fp-referatmb3[at]msb.nrw.de (fp-referatmb3[at]msb[dot]nrw[dot]de).