Individuelle Förderung
Individuelle Förderung soll erfolgreiche Lernprozesse ermöglichen. Im Zentrum des breiten Bildungsauftrags von Schule steht das fachliche Lernen. Auch überfachliche Kompetenzen werden in der Lebenswelt Schule erworben. Der pädagogische Grundkonsens aller an Schule Beteiligten bildet hierfür die Leitlinie.
Grundlagen und strukturelle Rahmenbedingungen für Individuelle Förderung
In Nordrhein-Westfalen wird die individuelle Potenzialentfaltung von Schülerinnen und Schülern durch eine kompetenzförderliche Bildungsstruktur gestärkt. Dafür ist individuelle Förderung als rechtlich bindendes Prinzip im Schulgesetz verankert. Durch die Beteiligung an Bund-Länder-Programmen und die Weiterentwicklung von Landesprogrammen werden entwicklungsfördernde Strukturen und Rahmenbedingungen aktuellen Erfordernissen angepasst.
Bezirksregierung Arnsberg
Kontakte:
LRSD Sven Meyhoefer sven.meyhoefer[at]bra.nrw.de (sven[dot]meyhoefer[at]bra[dot]nrw[dot]de)
Buero-Individuelle-Foerderung[at]bra.nrw.de (Buero-Individuelle-Foerderung[at]bra[dot]nrw[dot]de)
Bezirksregierung Detmold
Kontakt:
LRSD Rainer Menze Rainer.Menze[at]bezreg-detmold.nrw.de (Rainer[dot]Menze[at]bezreg-detmold[dot]nrw[dot]de)
Bezirksregierung Düsseldorf
Kontakt:
LRSD Stefan Holtschneider stefan.holtschneider[at]brd.nrw.de (stefan[dot]holtschneider[at]brd[dot]nrw[dot]de)
Bezirksregierung Köln
Kontakt:
LRSD Emmo Ankel emmo.ankel[at]brd.nrw.de (emmo[dot]ankel[at]brd[dot]nrw[dot]de)
Bezirksregierung Münster
Kontakt:
LRSD`in Anne Eyben anne.eyben[at]bezreg.muenster.nrw.de (anne[dot]eyben[at]bezreg[dot]muenster[dot]nrw[dot]de)
Kommunikation, Kooperation und Netzwerke
Für Schulen und schulisches Personal gibt es für die Umsetzung einer kompetenzorientierten Förderung Unterstützung. Im Bund-Länder-Programm LemaS und im Landesprogramm Zukunftsschulen dient begleitete Netzwerkarbeit dem fachlichen Austausch zu Fragestellungen der individuellen Förderung.
Bildungspartnerschaften wie mit dem Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung (lif) und dem NRW-Zentrum für Talentförderung dienen auch der Qualifizierung von Lehrkräften für Bereiche der individuellen Förderung und Potenzialförderung.
Weitere Angebote sind hier zu finden: https://lehrkraeftefortbildung.nrw./ .
Diagnosebasierte Förderung: Erkennen und Fördern als pädagogisches Grundprinzip
Für erfolgreiche Lernprozesse zielt Individualisierung ebenso auf einen Bedarf an Kompensation wie auf besondere Begabungen. Damit das gelingt, sollte sich die Unterrichtsgestaltung zirkulär an den drei Phasen „Diagnose“, „Förderung“ und „Evaluation“ orientieren.
Pädagogische Diagnostik - Erkennen - richtet sich auf:
- das Lernmaterial, z.B. auf die Anforderungen, die eine Aufgabe mit sich bringt,
- die oder den Lernenden, z.B. auf die Vorkenntnisse und Fertigkeiten, emotionale oder motivationale Merkmale,
- den Kontext, z.B. das Gruppenklima, die Unterstützungsangebote.
Lehrpersonen erhalten dadurch Informationen zu Voraussetzungen, aktuellen Lernständen, zu Lernbedingungen sowie zu Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Informationen können unterschiedlich genutzt werden, z.B.
- für die Auswahl von Schülerinnen und Schülern für bestimmte Förderprogramme,
- für die Wahl einer geeigneten weiterführenden Schulform,
- für die Anpassung von Lernumgebungen, -inhalten und- formen.
Individuelle Förderung berücksichtigt die Unterschiedlichkeit der Lernenden:
- für eine Entfaltung der persönlichen Stärken,
- zur Kompensation von Schwierigkeiten,
- auch für eine Gestaltung von erfolgreichen Gruppenprozessen.
Individuelle Förderung kann innerhalb der Schule und von Akteuren außerhalb der Schule umgesetzt werden. Beispiele hierfür sind u.a. die Ferienmaßnahme NRW und die Angebote der TalentKollegs in Nordrhein-Westfalen.
Die Evaluation kann sich auf den Lernprozess und den Lernstand beziehen. Dabei gelten folgende Unterscheidungen:
Die „Formative Evaluation“ begleitet den Lernprozess. Hierbei wird geprüft, welche Lernschritte schon sicher sind und an welchen Stellen nachgebessert werden muss. Ein Beispiel hierfür ist ein Feedbackgespräch zwischen der Lernbegleiterin oder dem Lernbegleiter und der oder dem Lernenden.
Die „Summative Evaluation“ bewertet das Gesamtergebnis am Ende eines Lernleistung eine Lernzeitraums oder eines Projekts. Als Beispiel kann hier eine Präsentation einer Schülerin oder eines Schülers genannt werden.
Fachspezifisches und fachübergreifendes Lern- und Praxismaterial
Fachspezifisches Material bezieht sich auf die Inhalte, Kompetenzen und Methoden eines Unterrichtsfachs.
Fachübergreifendes Material dient dem ganzheitlichen Lernen und dem Erkennen von Zusammenhängen. Häufig gibt es in diesem Bereich Alltags- oder Lebensweltbezüge. Das fachübergreifende Material kann Inhalte und Methoden mehrerer Unterrichtsfächer miteinander verknüpfen, um Kompetenzentwicklung auf mehreren Ebenen zu fördern und ein Themenschwerpunkt aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
QUA-LiS NRW bietet hierzu praxisnahes Material, fachspezifische Diagnosetools und didaktische Grundlagen für Lehrkräfte und pädagogisches Personal an Schulen an.