Interreligiöser Dialog

Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit engagiert sich seit über 60 Jahren für den interreligiösen Dialog sowie gegen Antisemitismus und Rassismus. Sie bietet auch speziell auf Schulen zugeschnittene Formate an.

[Schule NRW Extra-Ausgabe, Juli 2021]

In Form von Workshops, Tagungen, Veranstaltungen und Stellungnahmen richtet sich die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit an Jugendliche, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie an eine interessierte Öffentlichkeit. Im Jahr 2018 hat sie die Wanderausstellung „Du Jude“ – Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland veröffentlicht, die seitdem bundesweit an zahlreichen Orten zu sehen war.

Noch immer gibt es Schülerinnen oder Schüler, die meinen, mit den Worten „Du Jude“ andere beleidigen zu müssen. Wo jüdische Schülerinnen und Schüler sich als solche zu erkennen geben, müssen sie mit Anfeindungen bis hin zu körperlicher Gewalt rechnen, mitunter wechseln sie sogar die Schule.

Antisemitismus ist ein weitverbreitetes Problem. Wo genau er beginnt, wird nicht zuletzt im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts auch gesamtgesellschaftlich immer wieder diskutiert. Das Thema Antisemitismus, aber auch Rassismus, stellt Lehrkräfte, die dem Problem sowohl inhaltlich als auch pädagogisch begegnen müssen, immer wieder vor erhebliche Herausforderungen. Mit dem Projekt „refl:act – kein Ort für Antisemitismus und Rassismus“ stellt die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit interessierten Lehrkräften ein Angebot vor, um sie in dieser Situation aktiv zu unterstützen.

Im Rahmen des Projekts führen ausgebildete Teamerinnen und Teamer drei- oder sechsstündige Workshops mit Jugendlichen zum Thema Antisemitismus durch. Dabei widmen sie sich sowohl dem klassischen als auch dem sekundären und israelbezogenen Antisemitismus und stellen Bezüge zum Thema Rassismus her. Die interaktiven Workshops basieren auf bewährten Konzepten, die von der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Rahmen ihrer langjährigen Tätigkeit erarbeitet und teils im Handbuch „Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Grundlagen, Methoden & Übungen“ veröffentlicht sind. Sie sind subjekt- und handlungsorientiert, gehen von den Lebenswelten Jugendlicher aus und zielen auf den Ausbau von Handlungsfähigkeit gegen Antisemitismus, aber auch Rassismus ab. Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an alle Lehr- und pädagogischen Fachkräfte, die mit Jugendlichen arbeiten.

Sollten Sie Interesse haben, können Sie sich an die Leiterin des Projekts, Vanessa Thiel, wenden: vanessa.thiel[at]koelnische-gesellschaft.de