Jugend in Beruf
„Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) – mit diesem Ziel gestaltet Nordrhein-Westfalen seit mehr als zehn Jahren den Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium. „Jugend in Beruf“ schafft nun einen Laborraum, in dem innovative Ansätze für Berufliche Orientierung und die Gestaltung von Übergängen praxisnah erprobt werden können, sodass mehr junge Menschen in Nordrhein-Westfalen die Schule mit einer klaren beruflichen Zukunftsperspektive verlassen.
"Jugend in Beruf" stellt sicher, dass alle Jugendlichen frühzeitig beraten, individueller begleitet und für eine berufliche Qualifikation gewonnen werden. Ziel ist es, mehr junge Menschen direkt in Ausbildung oder Studium zu bringen, Ausbildungs- und Studienverläufe zu stabilisieren und jedem einen passenden Berufsabschluss zu sichern.
Dies soll durch eine größere Flexibilisierung und individuelle Beratung/Begleitung, durch mehr Verbindlichkeit und die Ausweitung des digitalen Angebotes erreicht werden.
In einer einjährigen Laborphase im Schuljahr 2025/2026 sollen 16 Schulen in unterschiedlichen Kreisen und kreisfreien Städten die größtmögliche Gestaltungs- und Erprobungsfreiheit zur Umsetzung der Beruflichen Orientierung und der Übergangsgestaltung erhalten und dies ausprobieren können.
Zahlreiche an der Beruflichen Orientierung und am Übergang beteiligte Akteure, darunter Schulen, Schulaufsichten, Kommunale Koordinierungsstellen, Agenturen für Arbeit, Jugendhilfe, Jobcenter, Unternehmen, Kammern und Gewerkschaften, arbeiten dabei eng zusammen und erproben innovative Maßnahmen zugunsten der Jugendlichen. Mit der Auswahl der Schulen werden neben unterschiedlichen Schulformen auch regionale Strukturen und soziale Rahmenbedingungen berücksichtigt, um möglichst vielfältige Erfahrungen und Erkenntnisse für die landesweite Weiterentwicklung zu gewinnen.
In der Laborphase von „Jugend in Beruf“ stehen insbesondere fünf Themenfelder im Fokus:
- Ankommen und Standortbestimmung,
- Prozessorientierte Berufliche Orientierung,
- Praxisphasen ausbauen,
- Einzelfallberatung und
- Übergangsmanagement
In den fünf Themenfeldern werden in den Laboren bestehende Ansätze weiterentwickelt oder neue initiiert, um junge Menschen noch früher, individueller und digitaler bei der Beruflichen Orientierung zu unterstützen.
Ziel ist die Entwicklung eines schulformspezifischen Verlaufs entlang der fünf Themenfelder, der die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler stärkt, die Zahl gesicherter Anschlussoptionen nach der Schule erhöht und auf andere Schulen übertragbar ist.
Die Laborphase dient der Weiterentwicklung der Landesinitiative Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA), die seit mehr als zehn Jahren alle Jugendlichen flächendeckend und frühzeitig in den Prozess der Berufswahl einbindet, gezielt unterstützt und kontinuierlich begleitet.
Als Projektkoordination für die Laborphase "Jugend in Beruf" arbeitet die G.I.B. NRW mit den Partnern auf Landesebene, dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, dem Ministerium für Schule und Bildung NRW sowie der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit zusammen und übernimmt die fachliche Begleitung des Projekts als intermediärer Partner zwischen kommunaler bzw. regionaler Ebene und Landesebene.