Dachmarke Bildungsportal NRW
Hölzerne Spielfiguren stehen auf blauem Untergrund, auf dem ein Netzwerk aus mit Linien verbundenen Punkten gezeichnet ist. Eine Hand berührt eine der Spielfiguren.

Rechtssicherer Umgang mit Social Media

Orientierungshilfe

1. Online wie offline: Professionell auftreten

In den sozialen Medien gelten für Lehrkräfte und weitere Beschäftigte im Schuldienst die gleichen Maßstäbe wie im schulischen Alltag: Beiträge sollten die professionelle Rolle, die Pflicht zur Mäßigung und das Vertrauen in den öffentlichen Dienst berücksichtigen. Wer sich im digitalen Raum ebenso sachlich, respektvoll und verantwortungsbewusst äußert wie im persönlichen Gespräch, bewegt sich grundsätzlich auch dort auf einer rechtssicheren Grundlage.

2. Dienst und Privates trennen

Achten Sie darauf, private Profile nicht mit Dienstlichem zu vermischen. Verzichten Sie in privaten Accounts auf Amtsbezeichnungen, Schullogos oder Fotos aus dem Klassen- oder Lehrerzimmer, um nicht fälschlicherweise als „offizielle Stimme“ der Schule wahrgenommen zu werden. Der Beruf kann angegeben werden. Wichtig ist nur, dass klar ersichtlich wird, dass es sich um einen privaten Account handelt.

3. Meinungsfreiheit aktiv und besonnen nutzen 

Lehrkräfte und weitere Beschäftigte können und dürfen sich auch im digitalen Raum zu gesellschaftlichen und politischen Themen äußern. Dabei empfiehlt es sich, politische Statements klar als persönliche Meinung zu kennzeichnen. Ein sachlicher, respektvoller Stil sowie die für den öffentlichen Dienst geltenden Grundsätze von Mäßigung und Zurückhaltung tragen dazu bei, die berufliche Integrität zu wahren.

Zugleich sind Schulen dem demokratischen Bildungsauftrag verpflichtet. Vor diesem Hintergrund können Sie selbstverständlich auch in sozialen Netzwerken Haltung zeigen und sich für Grund- und Menschenrechte einsetzen – auch indem sie sich sachlich und reflektiert von verfassungsfeindlichen, diskriminierenden oder antidemokratischen Äußerungen distanzieren.

4.  Achtsamkeit bei Interaktionen

Ein "Like" oder das Teilen eines Beitrags kann in der digitalen Welt als Ihre eigene Meinungsäußerung wahrgenommen werden. Handeln Sie hier mit der gleichen Sorgfalt wie bei einer Äußerung.

5. Rollenklarheit bei der Kommunikation mit Lernenden

Achten Sie bei der Kommunikation mit Ihren Schülerinnen und Schülern auf ein professionelles Verhältnis. Sehen Sie als Beschäftigte oder Beschäftigter im Schuldienst von privaten Chats oder dem Austausch persönlicher Inhalte auf Social-Media-Plattformen ab, um Missverständnisse zu vermeiden und Ihre professionelle Rolle zu schützen.

6. Datenschutz als Vertrauensbasis

Der Schutz der Daten von Schülerinnen und Schülern, Eltern und dem Kollegium ist eine wichtige Basis einer guten Zusammenarbeit. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Informationen oder Fotos aus dem Schulleben ohne ausdrückliche Absprache mit den Betroffenen.

7. Vertraulichkeit wahren

Dienstliche Interna wie Konferenzbeschlüsse oder vertrauliche Gespräche gehören nicht in die öffentliche Welt der sozialen Netzwerke. Das schützt das Ansehen Ihres Berufsstandes und sorgt für eine konstruktive Fehlerkultur.

8. Kommunikation auf sicheren Wegen

Nutzen Sie für den Austausch mit Schülergruppen vorrangig die vom Land oder Schulträger bereitgestellten, datenschutzkonformen Plattformen. Sprechen Sie die Nutzung externer Netzwerke vorab mit Ihrer Schulleitung ab.

9.  Verantwortung bei Nebentätigkeiten

Falls Sie als Content-Creator oder Influencer aktiv sind oder werden möchten, zeigen Sie dies rechtzeitig an bzw. holen Sie die erforderliche Genehmigung ein. Achten Sie darauf, dass diese Tätigkeit das Ansehen Ihres Hauptberufs nicht beeinträchtigt.

10. Das Internet vergisst nicht

Bevor Sie einen Beitrag posten oder teilen, bedenken Sie bitte, dass dieser auch langfristig abrufbar sein wird und infolgedessen nachhaltig die öffentliche Wahrnehmung von Schule beeinflussen kann.