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Staatssekretär Dr. Urban Mauer im Gespräch während des Stiftungstages 2026

Stiftungstag 2026: Bildungsstiftungen stärken Demokratie und Zusammenhalt

Vertreterinnen und Vertreter von rund 40 Bildungsstiftungen sind der Einladung zum Stiftungstag in Neuss gefolgt. Das von Schulministerin Dorothee Feller ins Leben gerufene jährliche Format dient als wichtiger Austausch zwischen Stiftungen und dem Land. Staatssekretär Dr. Urban Mauer dankte den zivilgesellschaftlichen Förderern für ihren Einsatz.

Stimmengewirr liegt im Sitzungssaal in Neuss, als Staatssekretär Dr. Urban Mauer zum Mikrofon greift. Wie auch im Vorjahr sind wieder zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von rund 40 Bildungsstiftungen der Einladung zum diesjährigen Stiftungstag gefolgt.

Das Treffen zwischen Vertreterinnen und Vertretern engagierter Bildungsstiftungen und dem Schulministerium findet seit 2023 bereits zum vierten Mal statt. Das von Schulministerin Dorothee Feller ins Leben gerufene jährliche Format dient als wichtiger Austausch zwischen Bildungsstiftungen und dem Land. Der offene und direkte Dialog in diesem Format ist oftmals der Ausgangspunkt, um bestehende Kooperationen weiterzuentwickeln und neue Ideen gemeinsam mit Leben zu füllen.

Unterstützer, Ideengeber und verlässliche Partner des Landes und der Schulen

Was alle anwesenden Stiftungen verbindet, ist das Ziel, aus der Mitte der Gesellschaft heraus einen Beitrag zu besserer Bildung zu leisten und damit die Gesellschaft zu stärken. Sie sind Unterstützer, Ideengeber und verlässliche Partner des Landes und der Schulen. Das macht sie zu einem festen Bestandteil der Bildungslandschaft von Nordrhein-Westfalen.

Genau dafür bedankt sich der Staatssekretär in seiner Rede bei den zivilgesellschaftlichen Förderern der nordrhein-westfälischen Bildungslandschaft. Stiftungen würden durch ihr Engagement einen Beitrag zu individuellen Bildungserfolgen, aber auch zum gesellschaftlichen und demokratischen Zusammenhalt leisten.

Es ist unser Ziel, dass aus Schülerinnen und Schülern verantwortungsvolle junge Bürgerinnen und Bürger werden, bei denen unsere Demokratie in guten Händen ist.

Staatssekretär Dr. Urban Mauer

Mit Blick auf die Zukunft und auf die gemeinsamen bildungspolitischen Ziele erklärt Dr. Mauer: „Mit Ihnen gemeinsam möchten wir uns dafür einsetzen, dass aus Schülerinnen und Schülern kompetente junge Menschen werden, die über die notwendigen Basis- und Zukunftskompetenzen verfügen und mit großer Neugier auf Neues zugehen.“ Über der Kooperation zwischen Ministerium und Stiftungen steht dabei das Ziel, dass aus Schülerinnen und Schülern verantwortungsvolle junge Bürgerinnen und Bürger werden, „bei denen unsere Demokratie in guten Händen ist“, so Dr. Mauer.

Für diese Botschaft gibt es in Neuss viel Zuspruch. Zusammengesteckte Köpfe, intensive Diskussionen. Im Anschluss steht der Austausch zwischen Ministerium und Stiftungen im Mittelpunkt: Expertinnen und Experten des Schulministeriums geben Einblicke in die aktuellen Arbeitsschwerpunkte der Landesregierung. Der Saal verwandelt sich in einen Arbeits- und Diskussionsraum. An sechs Thementischen beugen sich die Expertinnen und Experten über Skizzen, diskutieren und teilen Erfolge. Schnell entwickeln sich lebhafte und konstruktive Gespräche. „Wir müssen gemeinsam Lösungen finden“, bringt es eine Teilnehmerin auf den Punkt – und fasst damit die Atmosphäre des gesamten Nachmittags zusammen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Stiftungstages stehen zum Gespräch zusammen.

Im Mittelpunkt des Austauschs steht oftmals die Frage, wie Stiftungen durch „wirksame Impulse“ möglichst große „Hebelwirkungen“ erzielen können, wie es ein Stiftungsvertreter anregt – sei es durch Material, Fortbildungsangebote oder durch Diskussionsräume. Aus der Erfahrung einer anderen Teilnehmerin könnten besonders durch Stiftungen unterstützte Wettbewerbe einen „unfassbaren Motivationsschub bei Schülerinnen und Schülern“ auslösen.

Ausgangspunkt vieler Diskussionen ist der Schulkompass NRW 2030, mit dem die Landesregierung sich langfristig unter anderem für die Stärkung der Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen sowie für sozial-emotionale Kompetenzen einsetzt. Ein wichtiger Baustein dieser bildungspolitischen Gesamtstrategie ist zudem der Fokus auf messbare Ziele und damit verbunden eine datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung. Der Grundgedanke: Eine bestmögliche Förderung gelingt dann, wenn die Voraussetzungen der Schülerschaft bekannt sind. Dazu gehört neben deren Zusammensetzung der Blick auf Prüfungsergebnisse ebenso wie auf die tatsächlich erworbenen Kompetenzen. Auch aus dieser Haltung entstehen neue Chancen, wie sich Stiftungen engagieren können.

Weitere Impulse der Expertinnen und Experten aus dem Schulministerium widmen sich unter anderem der MINT-Förderung und der Frage, welchen Beitrag Schule zu Demokratiebildung, Erinnerungskultur und Partizipation leisten kann. Impulse zu den Themen Bewegung und Sport als Lern- und Entwicklungsfaktor, Künstliche Intelligenz und Lebenswissen im Unterricht („Fit for Life“) erweitern das Programm.

Besonders das Thema Demokratiebildung beschäftigt viele der Anwesenden. Werden Werte des demokratischen Miteinanders hinterfragt, stellt sich aus Sicht eines Stiftungsvertreters unweigerlich die Frage: „Wie können wir gemeinsam dazu beitragen, demokratische Bodenhaftung herzustellen?“

Eine andere Teilnehmerin spiegelt wider, dass es Stiftungen in diesem Kontext ein großes Anliegen ist, zum „Empowerment“ an den Schulen beizutragen und noch stärker „Partizipation zur Selbstverständlichkeit zu machen“.

Wettbewerbsfähigkeit, Transformation zu mehr Nachhaltigkeit, eine resiliente Gesellschaft und eine lebendige Demokratie – die Basis für all das liegt bereits in der Schule

Der direkte Austausch zeigt das große Interesse an den Themen. Zudem wird deutlich, wie groß die gemeinsamen Schnittmengen sind: Wettbewerbsfähigkeit, Transformation zu mehr Nachhaltigkeit, eine resiliente Gesellschaft und eine lebendige Demokratie – die Basis für all das liegt bereits in der Schule, so die einhellige Meinung. Für diese Ziele sind engagierte Stiftungen bedeutsam und so betont eine Expertin aus dem Schulministerium im Gespräch mit Stiftungsvertreterinnen und -vertretern: „Wir sind immer dankbar für Ihre Ideen.“

Zum Abschluss der Veranstaltung dankt Dr. Mauer den Bildungsstiftungen erneut für ihr Engagement, das zu gerechten Bildungschancen beiträgt: „Die Bildungslandschaft in Nordrhein-Westfalen wäre sehr viel ärmer, wenn es Sie nicht gäbe. Und viele Biografien wären anders verlaufen, wenn Kinder und Jugendliche nicht individuelle Förderung und Unterstützung – oft auch immaterieller Art – durch Ihre Stiftungen erfahren hätten.“

Einmal mehr zeigt die Veranstaltung: Nordrhein-Westfalen kann sich auf seine zahlreichen Stiftungen verlassen. Über 5.200 Stiftungen bringen sich für die Zivilgesellschaft im Land ein. Bundesweit fördern über 27.000 Stiftungen das gesellschaftliche Miteinander.

Wie auch in den Vorjahren geht von der Veranstaltung das eindeutige Signal aus, wie wichtig den Partnern die vertrauensvolle Zusammenarbeit ist. Die Botschaft, die das Treffen in Neuss vermittelt, gibt Rückenwind für die Zukunft.

Staatssekretär Dr. Mauer rundet die Veranstaltung mit den Worten ab: „Lassen Sie uns deshalb die neuen Fäden aufnehmen, die wir heute gesponnen haben. Ministerin Feller und ich freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit. Vielen Dank für Ihren Einsatz für die jungen Menschen in unserem Land.“

 

Autor: Moritz Leinen