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Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst ("FOS Polizei")

Mit Beginn des Schuljahrs 2022/23 ist der landesweite Schulversuch Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt: Polizeivollzugsdienst („FOS Polizei“) an elf Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen gestartet.

Der neue Bildungsgang richtet sich an Absolventinnen und Absolventen, die einen mittleren Schulabschluss oder die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erreicht haben.

In dem zweijährigen Bildungsgang erwerben die Schülerinnen und Schüler die Fachhochschulreife und polizeispezifische Kenntnisse, wie etwa in Recht und Staatslehre. Gleichzeitig sichern sie sich eine vorbehaltliche Einstellungszusage für die Polizei Nordrhein-Westfalen und damit für das anschließende Bachelorstudium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung, sofern sie den Abschluss erfolgreich absolvieren und die beamtenrechtlichen Voraussetzungen weiterhin erfüllen.   

Die Landesregierung erfüllt mit diesem neuen Bildungsgang die im Koalitionsvertrag geäußerte Absicht, Jugendlichen mit mittlerem Schulabschluss unter Beibehaltung der zweigeteilten Laufbahn den Zugang zum Polizeivollzugsdienst zu ermöglichen.

Der Schulversuch wird in enger Abstimmung zwischen dem Ministerium für Schule und Bildung und dem Ministerium des Innern durchgeführt. Die Erprobung des neuen Bildungsgangs hat im Schuljahr 2022/23 begonnen und läuft nach aktueller Planung bis einschließlich Schuljahr 2028/2029.

Erweiterung des Schulversuchs

Der neue Schulversuch Fachoberschule Polizei auf großes Interesse. Für das aktuelle Schuljahr konnten über 300 Praktikumsplätze vergeben werden.

Ab dem Schuljahr 2023/24 kommen die folgenden vier Berufskollegstandorte hinzu, um auch den ländlicheren Raum zu stärken:

  • Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Halver (Märkischer Kreis)
  • Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Minden (Kreis Minden-Lübbecke)
  • Berufskolleg Hilden (Kreis Mettmann)
  • Berufskolleg Nord der Städteregion Aachen in Herzogenrath.

Aufbau des Bildungsgangs

Praktikum in einer Polizeibehörde

In der Jahrgangsstufe 11 ist ein einjähriges Praktikum in einer Kreispolizeibehörde vorgesehen. Neben dem Wach- und Wechseldienst im Streifenwagen und Einblicken in die kriminalpolizeiliche Ermittlungsarbeit, hält das Praktikum ein breit gefächertes Angebot weiterer Pflicht- und Wahlpflichtmodule bereit. Die Verwaltungsbereiche der Polizei stehen ebenso auf dem Stundenplan wie Trainingseinheiten vor Ort in der Fortbildungsstelle der jeweiligen Praktikumsbehörde und in den Bildungszentren des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW.    

Unterricht im Berufskolleg

Die Jahrgangsstufe 12 besteht dann ausschließlich aus Unterricht und schließt mit der Fachhochschulreifeprüfung ab. Zur Vorbereitung auf den Polizeivollzugsdienst werden die Schülerinnen und Schüler unter anderem in den Fächern Recht und Staatslehre unterrichtet. Der Lehrplan wird abgestimmt mit den Inhalten des späteren Bachelorstudiums an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW.

Zugangsvoraussetzung und Bewerbung

Schulische Zugangsvoraussetzung 

  • Schulische Zugangsvoraussetzung für die FOS Polizei:
    mittlerer Schulabschluss oder Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe und ein Praktikumsplatz bei der Polizei.
  • Das 35. Lebensjahr darf am 1. September des beginnenden Schuljahres noch nicht vollendet sein
  • Der Bewerbungszeitraum für einen Schulplatz an einem der Berufskollegs läuft in der Regel vom 1. Juni bis zu den Herbstferien des vorherigen Schuljahres.

Bewerbung um einen Praktikumsplatz 

  • Die Bewerbung für den Praktikumsplatz erfolgt zentral beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW). Nach Durchlaufen des Bewerbungsverfahrens (Prüfung der formalen, charakterlichen Eignung und medizinische Auswahluntersuchung) werden die Praktikumsplätze vergeben.
  • Die Zusage für einen Praktikumsplatz wird vor den Sommerferien erteilt. Die Praktikumszusage ist gleichzeitig eine Zusage unter Vorbehalt für das Bachelorstudium und die Ausbildung im gehobenen Polizeivollzugsdienst. Bedingung ist der Abschluss der FOS Polizei und die Erfüllung der beamten- und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen.
  • Der Bewerbungszeitraum für einen Praktikumsplatz und eine vorbehaltliche Einstellungszusage bei der Polizei für das Schuljahr 2023/24 hat am 1. Juni 2022 begonnen und endet am 30. November 2022.

Standorte Diese 15 Berufskollegs bieten den Bildungsgang an:

Regierungsbezirk Arnsberg: 

Regierungsbezirk Detmold: 

Regierungsbezirk Düsseldorf: 

Regierungsbezirk Köln:

Regierungsbezirk Münster: 

Weitere Informationen und Ansprechpartner gibt es hier:

⇒ auf dieser Seite: www.genau-mein-fall.de/nextlevel/

⇒ bei der landeszentralen Personalwerbung des LAFP NRW

  • per WhatsApp 0173-9619600
  • per Mail fos.LAFP[at]polizei.nrw.de 
  • per Telefon: 0251-7795-5353

⇒ bei den örtlichen Personalwerbenden in den Kreispolizeibehörden: https://pvb.polizeibewerbung.nrw.de/user/kommunikation/Personalwerber.aspx

⇒ auf den Social Media-Kanälen der Polizei Nordrhein-Westfalen (Karriere).