Aktualisierte Bildungsgrundsätze für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht: Gemeinsam Bildung von Anfang an gestalten

05.11.2026

Das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration und das Ministerium für Schule und Bildung teilen mit:

Kinder lernen jeden Tag – beim alltäglichen Spielen und Entdecken in der Kindertagesbetreuung oder -pflege und später in der Schule, im Unterricht und den Ganztagsangeboten. Bildung kindgerecht zu gestalten, ist dabei eine gemeinsame Aufgabe aller Bildungsorte. Mit den weiterentwickelten „Bildungsgrundsätzen für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“ stärkt die Landesregierung die Qualität der Bildung für die Jüngsten des Landes nun weiter. 

Kinder- und Familienministerin Verena Schäffer: „Bereits in den ersten Lebensjahren werden wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung und die Bildungschancen von Kindern gelegt. Deshalb ist unser Anspruch als Landesregierung, Bildung von Anfang an zu gestalten und Kinder auf ihrem Bildungsweg möglichst gut zu begleiten. Mit den weiterentwickelten Bildungsgrundsätzen stellen wir die Kinder mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Voraussetzungen in den Mittelpunkt und stärken unser gemeinsames Bildungsverständnis über die verschiedenen Bildungsorte hinweg. Damit geben wir den pädagogischen Fachkräften Orientierung und Impulse für ihre anspruchsvolle Arbeit.“

Schulministerin Dorothee Feller: „Gute Bildung beginnt nicht erst mit der Schule und endet nicht mit dem Unterrichtsschluss. Kinder lernen jeden Tag, in der Kita, in der Schule und im Ganztag. Deshalb ist es wichtig, dass alle Bildungsorte eng zusammenarbeiten. Die aktualisierten Bildungsgrundsätze schaffen dafür eine gemeinsame pädagogische Grundlage. Sie helfen uns, Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule gut zu begleiten, ihre grundlegenden Kompetenzen frühzeitig zu stärken und den gesamten Schultag kindgerecht zu gestalten.“

Zehn Jahre nach der letzten Überarbeitung wurden die Bildungsgrundsätze auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter breiter Beteiligung von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis weiterentwickelt. Die Überarbeitung erfolgte in einem mehrstufigen Prozess unter wissenschaftlicher Begleitung. Über einen Projektbeirat, die Beteiligung von Kita- und Schulträgern sowie weitere Rückmeldungen aus der Praxis wurden unterschiedliche Perspektiven einbezogen. 

Die aktualisierten Bildungsgrundsätze greifen gesellschaftliche und pädagogische Entwicklungen auf und bieten Fach- und Lehrkräften einen praxisnahen Orientierungsrahmen für ihre tägliche Arbeit. Dabei sind sie kein zusätzlicher Aufgabenkatalog, sondern liefern Impulse für die Reflexion und Weiterentwicklung der Bildungsarbeit. Mit der Veröffentlichung sollen die Bildungsgrundsätze nun an unterschiedlichen Bildungsorten aufgegriffen und für die gemeinsame Gestaltung von Bildungsprozessen sowie die kontinuierliche Qualitätsentwicklung genutzt werden. Dabei bleibt Raum für die Berücksichtigung der Vielfalt pädagogischer Konzepte und Rahmenbedingungen vor Ort.

Die überarbeitete Fassung rückt neben den individuellen Stärken, Interessen und Bedürfnissen der Kinder ihre Beziehungen und das gemeinsame Lernen mit anderen stärker in den Blick. Themen wie Vielfalt und Inklusion, Kinderrechte und Kinderschutz, Demokratiebildung, Nachhaltigkeit sowie Medien und digitale Bildung werden deutlicher berücksichtigt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den unterschiedlichen Orten ganztägiger Bildung. Die Bildungsgrundsätze berücksichtigen die jeweiligen Aufgaben und Rahmenbedingungen von Kindertagespflege, Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen als eigenständige Bildungsorte und zeigen zugleich auf, wie die kooperative Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg gefördert werden kann.

Die weiterentwickelten Bildungsgrundsätze stehen ab sofort digital zur Verfügung.

 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 837 2000.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, Telefon 0211 837 2417.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw