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Mit Freude in Physik in Reihe eins sitzen

Deutscher Lehrkräftepreis: Vier Auszeichnungen gehen an sechs Lehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen / Ministerin Feller: Gratulation an herausragende Lehrkräfte, die stellvertretend für viele engagierte Lehrkräfte im Land stehen

23.02.2026

Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit: 

Wenn aktuelle und ehemalige Schülerinnen und Schüler über Lehrer Dimitri Fromm sprechen, dann stets mit unverhohlener Begeisterung. „Ich hätte niemals gedacht, dass dies das erste Fach werden würde, wo ich freiwillig in der ersten Reihe sitzen wollte. Man möchte am liebsten direkt noch eine Stunde Physik“, heißt es in einer Aussage. „Er hat mich definitiv zu einem lebenslangen Wissensdurst inspiriert, und dank ihm erinnere ich mich mit Wärme an meine Schulzeit“, lautet ein anderes Lob. Der Lehrer für Mathematik und Physik an der Janusz Korczak-Gesamtschule Gütersloh gestalte einen kreativen, humorvollen und unterhaltsamen Unterricht. Dafür hat er heute in Berlin den Deutschen Lehrkräftepreis in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ erhalten. 

Dimitri Fromm befindet sich in guter Gesellschaft: Gleich mehrere nordrhein-westfälische Lehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen haben beim renommierten Bundeswettbewerb sehr gut abgeschnitten. Vier Ehrungen gingen nach Nordrhein-Westfalen, eine mehr als im vergangenen Jahr. Sechs Lehrkräfte erhielten die Auszeichnungen. Neben dem Lehrer für Naturwissenschaften aus Ostwestfalen erhielt Simone Windhüs vom Landfermann-Gymnasium Duisburg eine Ehrung in der Sparte „Ausgezeichnete Lehrkräfte“. Den ersten Preis in der Kategorie „Unterricht innovativ“ sicherten sich Jana Rotthoff und Heidi Rupieper von der Schillerschule Oberhausen. Den dritten Preis in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ heimsten Carsten Arntz und Kathrin Wichmann vom Erzbischöflichen Berufskolleg Köln ein. Insgesamt verteilte die Jury 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus den zehn Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein.

Schulministerin Dorothee Feller zu den Auszeichnungen für die nordrhein-westfälischen Lehrkräfte: „Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen leisten Tag für Tag Außergewöhnliches. Meist bekommt die breite Öffentlichkeit davon nicht viel mit. Der Deutsche Lehrkräftepreis bildet ab, welch enormes Engagement Lehrkräfte entwickeln, um ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf einem so wichtigen Teil ihres Lebensweges zu begleiten. Lehrerinnen und Lehrer sind Vorbilder, formen das Denken und Handeln, vermitteln für das Leben dringend benötigte Kompetenzen und Kenntnisse und haben auch bei Sorgen und Ängsten offene Ohren. Ich freue mich über die Auszeichnungen für die nordrhein-westfälischen Preisträgerinnen und Preisträger – herzlichen Glückwunsch! Mit ihren Leistungen stehen diese Lehrerinnen und Lehrer aus Köln, Duisburg, Oberhausen und Gütersloh stellvertretend für die vielen Lehrkräfte, welche unsere Schulen in Nordrhein-Westfalen prägen und tragen.“ 

Den Deutschen Lehrkräftepreis vergeben jedes Jahr die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband an Lehrkräfte und Schulleitungen, die sich in herausragender Weise engagieren und innovative Unterrichtsprojekte umsetzen. Eine Jury unter Leitung von David-S. Di Fuccia, Professor für Didaktik der Chemie an der Universität Kassel, vergab in diesem Jahr die Preise. In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des laufenden und vor­herigen Abschlussjahrgangs aus dem Sekundarbereich ihre Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich an deutschen Schulen, die Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren und mit innovativen Unterrichtsideen arbeiten. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominieren Kollegien aus allen Schulformen ihre Schulleitung oder auch Schulleitungsteams. Darüber hinaus wurden zwei Sonder­preise vergeben: Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, ausgelobt vom Cornelsen Verlag, und der Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, ausgelobt von der PwC-Stiftung. Die Preisgelder sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden.

An der in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ hervorstechenden Simone Windhüs vom Duisburger Landferman-Gymnasium lobten die Schülerinnen und Schüler ihre kreativen und inspirierenden Lehrmethoden. Ihren Unterricht organisiere sie auf Augenhöhe und immer mit dem Ziel der individuellen Förderung. Die Lehrerin aus dem Ruhrgebiet „begeistert, bewegt und verbindet“, heißt es. „Frau Windhüs lebt vor, was gute Bildung heute braucht: fachliche Exzellenz, menschliche Nähe, Mut zu neuen Wegen – und die Fähigkeit, junge Menschen wirklich zu sehen“.

Ähnlich positive Worte fallen für die Geehrten in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“. Carsten Arntz und Kathrin Wichmann vom Erzbischöflichen Berufskolleg Köln, beide ausgezeichnet mit dem dritten Preis, zeichne „ihr agiler Führungsstil“ aus, der eine „dynamische, anpassungsfähige und innovationsorientierte Schulkultur“ schaffeSchulleiter Arntz, der die Fächer Englisch und Pädagogik unterrichtet, sowie die stellvertretende Schulleiterin Wichmann, Lehrerin für Sozialpädagogik und Psychologie, erzeugten „eine Atmosphäre des Vertrauens und der Wertschätzung, in der sich alle Mitglieder der Schulgemeinschaft angenommen fühlen“.

Jana Rotthoff und Heidi Rupieper von der Schillerschule Oberhausen, die in der Kategorie „Unterricht innovativ“ den ersten Preis gewannen, überzeugten an der Förderschule im Ruhrgebiet mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung durch ihr Projekt „Schillerwerk eSG – zusammen einzigartig“. Die Schülergenossenschaft „Schillerwerk“ ist ein innovatives, handlungsorientiertes Unterrichtsprojekt für die Berufspraxisstufe (Sekundarstufe II) im Fachverbund Berufsvorbereitung, Hauswirtschaft, Technik, Wirtschaft, Sprache und Kommunikation sowie Mathematik. Ziel ist, Schülerinnen und Schüler praxisnah auf ein selbst bestimmtes und verantwortungsbewusstes Leben vorzubereiten. Jana Rotthoff, welche die Fächer Deutsch und Gesellschaftswissenschaften unterrichtet, und Heidi Rupieper mit ihren Fächern Deutsch, Geschichte und katholische Religion haben ein Projekt auf die Beine gestellt, das sich „besonders durch unternehmerisches Handeln, Berufsorientierung, gelebte Inklusion, Vorbereitung für den Berufsalltag, Miteinander und soziales Lernen verbunden mit individueller Stärkenbildung“ hervortue. Durch die Arbeit im „Schillerwerk“ entwickeln Schülerinnen und Schüler Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationskompetenz und Problemlösefähigkeiten. Sie erleben direkt die Auswirkung ihres Handelns: beim Verkauf selbst hergestellter Produkte oder beim Kundenservice im Café. Viele berichten stolz, „Teil von etwas Echtem“ zu sein, und erleben erstmals gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung.

Detaillierte Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern mit den ausführlichen Begründungen finden sich unter www.lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen.

 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 5867 40.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Bildung, Telefon 0211 5867 3505.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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