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Personalausstattung an Schulen steigt auf neuen Höchststand – stärkster Anstieg seit über vier Jahrzehnten

Heute arbeiten rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen des Landes als noch vor vier Jahren

03.06.2026

Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit: 

Die Personalausstattung an den nordrhein-westfälischen Schulen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zum Stichtag 1. Juni 2026 entsprach sie 166.161 vollbesetzten Stellen. Im Vergleich zum Beginn der Legislaturperiode im Juni 2022 arbeiten heute insgesamt über 12.600 Menschen mehr an den Schulen des Landes als noch vor vier Jahren. Allein die Personalausstattung im pädagogischen Bereich (Lehrkräfte, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Sozialarbeiterinnen und Schulverwaltungsassistenten) ist um rund 10.410 vollbesetzte Stellen gestiegen. Sie hat sich damit in den letzten vier Jahren durchschnittlich um rund 2.600 vollbesetzte Stellen pro Jahr verbessert. Hinzu kommen noch über 2.200 Alltagshelferinnen und Alltagshelfer. Ausweislich der Amtlichen Schuldaten ist die Zahl der Lehrkräfte und des weiteren Landespersonals an Schulen seit den 1970er Jahren nicht mehr so stark angestiegen. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Gute Bildung gibt es nur mit engagierten Menschen an unseren Schulen. Wir haben in den letzten Jahren viel dafür getan, den Beruf der Lehrerin und des Lehrers noch attraktiver zu machen und so noch mehr Lehrerinnen und Lehrer an unsere Schulen zu holen. Die Erhöhung der Einstiegsbesoldung auf A 13 für Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen und in der Sekundarstufe I und unser Handlungskonzept Unterrichtsversorgung sind wichtige Bausteine dieser Strategie. Keine Landesregierung zuvor hat der Bildung unserer Kinder und Jugendlichen so klar politischen Vorrang eingeräumt. Auch in diesem Jahr stellen wir mit insgesamt 43,4 Milliarden Euro wieder Rekordmittel für den Bereich Bildung zur Verfügung. Die neuen Zahlen zur Personalausstattung sind ein toller Erfolg und zeigen, dass Politik einen Unterschied machen kann. Denn jede zusätzliche Lehrkraft an unseren Schulen ist ein Gewinn für unsere Kinder, für unser Land.“

Schulministerin Dorothee Feller erklärte: „Wir setzen alles daran, mehr Personal für die Schulen zu gewinnen. Dass heute rund 12.600 Menschen mehr an unseren Schulen arbeiten als zu Beginn der Legislaturperiode, zeigt, dass unsere Maßnahmen wirken und wir Schritt für Schritt vorankommen. Gleichzeitig zeigt der weiterhin hohe Personalbedarf, dass es richtig und wichtig ist, unseren Weg konsequent fortzusetzen.“

Insgesamt sind seit Beginn der Legislaturperiode mehr als 30.000 dauerhafte Neueinstellungen erfolgt, darunter über 25.000 Lehrkräfte. Das entspricht einem Anteil von 85 Prozent der Neueinstellungen. Die übrigen Einstellungen entfallen auf weitere pädagogische und nichtpädagogische Fachkräfte. Dazu zählen beispielsweise Fachkräfte für multiprofessionelle Teams, Schulverwaltungsassistentinnen und Schulverwaltungsassistenten sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter. Damit verfolgt die Landesregierung bewusst einen breiten Ansatz, um die Schulen personell zu stärken und Lehrkräfte im Schulalltag zu entlasten.

Auch der Personalbedarf an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist weiter gestiegen. Am 1. Juni 2026 lag der landesweite Bedarf bei insgesamt rund 173.934 zu besetzenden Stellen. Die Entwicklung macht deutlich, dass die Gewinnung zusätzlichen Personals auch weiterhin eine zentrale Herausforderung für das Schulsystem bleibt. Ursache für den steigenden Personalbedarf sind insbesondere höhere Schülerzahlen, zusätzliche Unterstützungsangebote für Schulen, der weitere Ausbau des Ganztags, die Stärkung des Gemeinsamen Lernens sowie zusätzliche Ressourcen zur Verbesserung der Bildungsqualität.

Dies ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Zahl der offenen Stellen trotz erheblicher zusätzlicher Einstellungen bislang nur langsam zurückgeht. Zum Stichtag 1. Juni 2026 sind landesweit 4.822 Stellen für dauerhafte Einstellungen unbesetzt. Außerdem stehen u.a. aufgrund von Elternzeiten oder Beurlaubungen 2.950 Stellen für befristete Einstellungen von Vertretungskräften zur Verfügung. In Summe sind das 7.772 Stellen.

Ministerin Feller: „Der deutliche Personalzuwachs der vergangenen Jahre macht Mut. Das Plus von über 12.600 Menschen mehr an unseren Schulen seit Beginn der Legislaturperiode steht für den stärksten Aufwuchs seit über vier Jahrzehnten. Wir werden in unseren Anstrengungen jedoch nicht nachlassen. Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen mehr Menschen für den Schuldienst gewinnen, die Unterrichtsversorgung weiter verbessern und die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte und Schulleitungen stärken.“

Grundlage dafür ist das fortgeschriebene Handlungskonzept Unterrichtsversorgung, das inzwischen 34 kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen umfasst. Dazu gehören zusätzliche Studienplätze in besonders nachgefragten Lehrämtern, erweiterte Möglichkeiten des Seiteneinstiegs, Maßnahmen zur Entlastung von Lehrkräften und Schulleitungen sowie gezielte Unterstützungsangebote für Schulen in herausfordernden Lagen. Das Handlungskonzept wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Die aktuellen Daten zur Personalausstattung finden Sie hier.

 

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Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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