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Kabinett beschließt Eckpunkte für den Haushalt 2027 / Zweites Besoldungspaket für Schulleitungen und Lehrkräfte

Ministerin Feller: Wertschätzung für unsere Schulleitungen und Lehrkräfte zeigt sich auch in ihrer Bezahlung

Minister Dr. Optendrenk: Gute Bildung gehört zu den wichtigsten Investitionen in die Zukunft. Deshalb setzen wir mit dem Haushaltsentwurf 2027 dort klare Prioritäten, wo sie unser Land langfristig stärken

15.07.2026

Das Ministerium für Schule und Bildung und das Ministerium der Finanzen teilen mit:

Das Kabinett hat die Eckpunkte für den Haushalt 2027 beschlossen. Mit dem letzten Haushaltsentwurf der laufenden Legislaturperiode knüpft die Landesregierung an ihren ersten Haushalt an und schnürt nach der Einführung von A 13 für alle Lehrämter ein zweites Besoldungspaket für Schulleitungen und Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen. Schulleitungen großer Grund- und Hauptschulen sollen in Zukunft mehr Geld bekommen. Geplant ist außerdem, die Bezahlung von Fachleitungen zu verbessern, also von Lehrerinnen und Lehrern, die neben ihrer Tätigkeit an einer Schule den Lehrkräftenachwuchs ausbilden. Im Jahr 2027 will die Landesregierung hierfür rund vier Millionen Euro bereitstellen. Ab 2028 belaufen sich die jährlichen Kosten dann auf rund zehn Millionen Euro.

Ministerin Feller: „Die Landesregierung arbeitet weiter konsequent daran, zusätzliches Personal für die nordrhein-westfälischen Schulen zu gewinnen. Wer mit unseren Schulleitungen und Lehrkräften spricht, der weiß: Ihr Beruf ist ihre Berufung. Für die tägliche Arbeit mit unseren Kindern und Jugendlichen verdienen unsere Schulen unser aller Dank und Wertschätzung. Und diese Wertschätzung drückt sich eben auch in der Bezahlung aus. Bereits in den ersten 100 Tagen dieser Legislaturperiode haben wir daher A 13 für alle Lehrämter auf den Weg gebracht. Dass wir nun trotz angespannter Haushaltslage noch ein zweites Besoldungspaket für unsere Schulen schnüren konnten, dafür bin ich meinem Kollegen Dr. Marcus Optendrenk und dem gesamten Kabinett sehr dankbar.“

Minister Dr. Optendrenk: „Ein Haushalt zeigt, welche Prioritäten ein Land setzt. Mit dem Haushaltsentwurf 2027 stellen wir zusätzliche Mittel dort bereit, wo sie Nordrhein-Westfalen langfristig stärken. Die wichtigste Investition in die Zukunft unseres Landes ist die Investition in unsere Kinder und jungen Menschen. Trotz angespannter Haushaltslage haben Bildung, Kinder und Jugendliche für die Landesregierung weiter höchste Priorität. Deshalb sieht der Entwurf für den Haushalt 2027 für den gesamten Bildungsbereich die Rekordsumme von 44,4 Milliarden Euro vor, nochmals rund 800 Millionen Euro mehr als für 2026. Seit 2022 wurde die finanzielle Unterstützung sogar um 8,6 Milliarden Euro oder rund 24,2 Prozent gesteigert. Mit dem zweiten Besoldungspaket für Schulen stärken wir gezielt Schulleitungen und Lehrkräfte, die besondere Verantwortung übernehmen oder den Lehrkräftenachwuchs ausbilden.“

Der Haushaltsentwurf 2027 sieht im Einzelnen vor:

  • Die Besoldung von Rektorinnen und Rektoren an Grund- und Hauptschulen mit mehr als 360 Schülerinnen und Schülern wird von A 14 auf A 14 mit Amtszulage („A 14 Z“) angehoben; ein Plus von über 250 Euro im Monat. Zugleich wird die Besoldung von Konrektorinnen und Konrektoren dieser Schulen von A 13 Z auf A 14 angehoben.
  • An Grund-, Haupt- und Realschulen wird bereits bei mehr als 480 Schülerinnen und Schülern eine zweite Konrektorenstelle eingerichtet. Bislang brauchte es hierfür mehr als 540 Schülerinnen und Schüler.
  • Eine zweite Konkrektorenstelle soll es – je nach Schülerzahl und Förderschwerpunkt – zudem erstmals auch für Förderschulen geben.
  • Auch kleine Förderschulen mit bis zu 60 Schülerinnen und Schülern sollen eine Konrektorenstelle bekommen, die mit A 13 Z besoldet wird. Damit gäbe es dann erstmals an jeder Schule mindestens eine Stelle für stellvertretende Schulleiterinnen und Schulleiter.
  • Neben den Schulleitungen sollen nach dem Willen der Landesregierung auch Lehrerinnen und Lehrer mehr Geld bekommen, die sich in der Lehrkräfteausbildung engagieren. Dazu soll sich die Stellenzulage für Fachleitungen in den Lehrämtern an Grundschulen, Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen sowie für sonderpädagogische Förderung im Vergleich zu heute auf dann 350 Euro monatlich mehr als verdoppeln.

Ministerin Feller und Minister Dr. Optendrenk erklären: „Mit der Entscheidung für A 13 haben wir eine große Gerechtigkeitslücke in der Bezahlung unserer Lehrkräfte geschlossen – und dafür allein bis heute rund 900 Millionen Euro ausgegeben. Mit dem zweiten Besoldungspaket für Schulleitungen und Lehrkräfte sorgen wir für eine faire Bezahlung derjenigen, die in unseren Schulen wichtige Funktionen und damit zusätzliche Aufgaben übernehmen.“

Mit dem zweiten Besoldungspaket will die Landesregierung einen weiteren Beitrag dazu leisten, dass sich junge Menschen für den Beruf als Lehrer oder Lehrerin entscheiden. Heute arbeiten bereits rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen des Landes als noch vor vier Jahren.

Über den Haushaltsentwurf für 2027 entscheidet das Parlament mit seinem Haushaltsgesetz, das üblicherweise zum Jahresende verabschiedet wird. Anschließend bedarf es noch einer Änderung des Landesbesoldungsgesetzes, auf dessen Grundlage die neuen Regelungen dann im zweiten Schulhalbjahr 2026/27 in Kraft treten könnten.

Zum Hintergrund

Die Landesregierung hatte kurz nach Amtsantritt beschlossen, die Besoldung von Grundschullehrkräften und Lehrkräften der Sekundarstufe I auf A 13 anzuheben. Zum kommenden Schuljahr 2026/27 ist dieser Prozess abgeschlossen. 

 

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Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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