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Gruppenbild mit Ministerin Feller und 22 NRWTalenten

Schulministerin Feller empfängt 22 junge „NRWTalente“

Ministerin lobt Leistungen und Engagement der Talente und die individuellen Fördermöglichkeiten des Programms

17.06.2026

Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit: 

Katharina Lux wuchs mit alleinerziehender Mutter und deshalb knappem Budget auf. Als die heute 20-Jährige vor knapp zwei Jahren in das Schülerstipendienprogramm „RuhrTalente“ aufgenommen wurde, ahnte sie noch nicht, welche Türen sich öffnen sollten. Auf ihrem Weg zum Abitur am Borkener Berufskolleg erhielt sie fortan umfassende Unterstützung, konnte ihren Horizont nach und nach erheblich erweitern. So nahm sie zum Beispiel an einer Exkursion zum Airbus-Werk in Hamburg teil, besuchte ein großes Medienhaus, um mit Journalisten zu diskutieren, und feilte in Workshops an ihren Präsentationskompetenzen vor Publikum. Nach dem Schulabschluss begann Katharina Lux als Erstakademikerin aus ihrer Familie ein Maschinenbaustudium in Aachen – gesichert durch ein Vollstipendium der Hans-Böckler-Stiftung. Das RuhrTalente-Programm hat sie bei der Bewerbung unterstützt. „Das Programm hat mir mit seinen vielfältigen Möglichkeiten sehr geholfen. Ich bin unfassbar dankbar dafür. Ich habe viele spannende Leute kennengelernt, Verbindungen geknüpft, Weiterbildungen absolviert und konnte bestens begleitet in mein Studium starten“, erzählt sie.

Die Geschichte der Borkenerin steht beispielhaft für die Entwicklung und Perspektiven von rund 750 jungen Menschen, die das Schülerstipendienprogramm aktuell absolvieren. Dieses heißt mittlerweile „NRWTalente“, da es sich nicht mehr nur an Talente aus dem Ruhrgebiet richtet, sondern auf weitere Regionen des Bundeslandes erweitert worden ist. Seit zehn Jahren gibt es das Programm, das pro Jahr mehr als 200 Veranstaltungen wie beispielsweise Sprachreisen, kulturelle Events oder politische Reisen nach Brüssel oder Berlin anbietet. 22 Talente – darunter Katharina Lux – besuchten nun das Schulministerium, um Ministerin Dorothee Feller zu treffen und ihre Geschichten zu erzählen. 

Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Talente und ihrem ehrenamtlichen Engagement. Sie betonte die Bedeutung von Bildungsgerechtigkeit und individueller Förderung. „Wir haben so viele Talente und besondere Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen. Es ist wichtig, dass sie – unterstützt von unserem engagierten schulischen Personal, dem ich sehr dankbar bin – individuell und unabhängig von sozialer Herkunft gefördert werden, um sich entfalten und ihre Persönlichkeiten entwickeln zu können. Das Programm setzt genau hier an. Es stärkt die jungen Menschen, hilft ihnen dort, wo sie Unterstützung benötigen, schafft Netzwerke, Kontakte fürs Leben und immer neue Gelegenheiten, Wissen zu erweitern und Fähigkeiten auszubauen. Ich finde es großartig, wie die Talente diese Möglichkeiten nutzen und sich im Gegenzug für die Gesellschaft einbringen, denn alle engagieren sich ehrenamtlich für andere Menschen“, sagte die Ministerin. 

„Das Programm ‚NRWTalente‘ steht nach zehn Jahren für Wirkungen, die weit über die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern hinausgehen. Ein hoher Innovationsgrad gepaart mit Lösungsorientierung und ganz viel Pragmatismus hat mit der Unterstützung von hunderten Lehrkräften aller Schulformen gezeigt: es gibt an jeder Schule, in jeder Jahrgangsstufe und in jeder Klasse engagierte junge Menschen, die sich schon in jungen Jahren aktiv für die Gesellschaft einsetzen und innerhalb wie außerhalb von Schule bemerkenswerte Leistungen erbringen. Diesen Schatz gemeinsam zu heben verändert nicht nur einzelne Biografien, sondern auch soziale Umfelder, ganze Schulkulturen und letztlich auch die Begabungsförderung in Nordrhein-Westfalen bis hinein in Spitzenleistungsbereiche“, ergänzt Marcus Kottmann, Leiter des NRW-Zentrums für Talentförderung, das an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen beheimatet ist. 

Beide begrüßten im Ministerium auch Ryan Nolte. Der 16-jährige Schüler aus Bottrop nimmt ebenfalls seit 2024 am RuhrTalente-Programm teil. Nach seinem Realschulabschluss wird er ans Gymnasium wechseln. Ryan hat die durch das Programm finanzierte IT-Ausstattung für seinen bisherigen beruflichen Werdegang sehr geholfen. Er arbeitet als Jugendreporter, ist Schülersprecher und Mitglied des Jugendparlaments Bottrop. Und auch er freut sich über den Facettenreichtum des Schülerstipendienprogramms: „Soziale Kontakte knüpfen, viele Menschen kennenlernen, an Weiterbildungen und Veranstaltungen teilnehmen – ich bin sehr froh, dass ich mich mit meinen Eltern und meiner Lehrerin entschieden habe, mich für das Programm zu bewerben.“   

Weiterer Hintergrund

„NRWTalente“ ist ein Schülerstipendienprogramm für engagierte und leistungsorientierte Schülerinnen und Schüler mit Teilhaberisiken aus dem Ruhrgebiet und weiteren Regionen Nordrhein-Westfalens. Die Förderung richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse und umfasst Seminare, Sprachreisen, Workshops, Exkursionen, Sommerakademien, persönliche Beratung und finanzielle Unterstützung bis zum Beginn einer Berufsausbildung, eines Freiwilligendienstes oder eines (dualen) Studiums. Diese Form der langfristig angelegten Talententwicklung ist ein Schlüssel für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. 

Das Schülerstipendienprogramm wird am NRW-Zentrum für Talentförderung der Westfälischen Hochschule umgesetzt und vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen dauerhaft finanziert. Schirmherrin ist Ministerin Feller. Das Programm wurde gemeinsam mit der RAG-Stiftung entwickelt, die „RuhrTalente“ seit 2016 unterstützt. Die RAG-Stiftung ist auch weiterhin Ankerstiftung des Programms. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche weitere Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen. Weitere Informationen finden Sie unter www.ruhrtalente.de.

 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 5867 40.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Bildung, Telefon 0211 5867 3505.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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