Dachmarke Bildungsportal NRW

Materialien für Startchancen-Schulen

Person sitzt vor einem Laptop und notiert etwas in ein geöffnetes Notizheft.

Die datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung bildet eine zentrale Grundlage zur Umsetzung des Startchancen-Programms. Die Startchancen-Schulen werden Schritt für Schritt begleitet und beraten, um datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse aufzubauen.

Dabei werden sie in besonderer Weise unterstützt: Sie profitieren von zusätzlicher Beratung und bestehenden sowie im Programm neu entstehenden Unterstützungsangeboten. 

Das Startchancen-Programm ist auf zehn Jahre ausgelegt. Die Programmstrukturen befinden sich weiterhin im Ausbau. Die Informationen im Bildungsportal werden stetig aktualisiert und sukzessive ergänzt. Das Ministerium für Schule und Bildung informiert die teilnehmenden Schulen in unregelmäßigen Abständen zu aktuellen Entwicklungen und landesseitigen Angeboten per Newsletter.

Startchancen-Schulen erhalten den Newsletter automatisch. Er wird seitens des Schulministeriums an die vom Land bereitgestellte E-Mail-Adresse der Schule gesendet.

Die bisherigen Ausgaben des Newsletters finden Sie hier: 

Schritte in der Programmumsetzung

Um die übergreifenden Ziele des Startchancen-Programms im Sinne einer systematischen Qualitätsentwicklung im Zeitraum von zehn Jahren zu erreichen, nimmt jede teilnehmende Schule zunächst eine Standortbestimmung vor und leitet daraus konkrete Ziele ab.

Diese Ziele werden im dialogischen Prozess mit der Schulaufsicht abgestimmt und in Zielvereinbarungen festgelegt. Sie bilden die Grundlage für die weitere Planung, Umsetzung neuer und gegebenenfalls Anpassung bestehender Maßnahmen in Schulen. 

Allen Startchancen-Schulen werden auf ihre Ziele bezogen zusätzliche finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt:

  • Investitionsbudget (Säule I): Die Mittelbereitstellung für eine lernförderliche Ausstattung und Infrastruktur erfolgt über die Schulträger an die Startchancen-Schulen.
  • Chancenbudget (Säule II): Die Schulen erhalten über die Schulträger Mittel zur Verbesserung der Schul- und Unterrichtsentwicklung über eine fachbezogene Pauschale. Mit diesen Mitteln setzen Schulen eigenständig Maßnahmen um. Weitere Unterstützungsangebote werden landesseitig zentral bereitgestellt.
  • Personalbudget (Säule III): Finanzielle Ressourcen für zusätzliches Personal in multiprofessionellen Teams oder für Schulsozialarbeit im Landesdienst. Das zusätzliche Landespersonal erhalten die Schulen über die Schulaufsichten.

Die Umsetzung des Startchancen-Programms erfordert von der Schulaufsicht eine intensive Begleitung der Startchancen-Schulen. Ausgehend von den gemeinsam vereinbarten Zielen stehen in jährlichen Gesprächen zwischen Schulleitung und Schulaufsicht die Implementierung der drei Säulen zur Stärkung der Basiskompetenzen und zur Förderung einer evidenzbasierten Schul- und Unterrichtsentwicklung im Fokus. 

Detaillierte Informationen zu den drei Finanzierungssäulen des Startchancen-Programms sowie Fragen und Antworten (FAQ) finden Sie hier.

Es bedarf einer intensiven Auseinandersetzung mit der individuellen Ausgangslage der fachlichen, unterrichtlichen und pädagogischen Situation an der Schule, um zu ermitteln, mit welchen Maßnahmen die Schule ihre Schülerinnen und Schüler beim Erwerb von Basiskompetenzen künftig gezielter begleiten kann.

Dabei bildet die Standortbestimmung das Fundament für die Identifikation von Handlungsfeldern und für die gemeinsame Formulierung von Zielvereinbarungen zwischen Schule und Schulaufsicht. Sie schafft die Grundlage für einen erfolgreichen Start ins Startchancen-Programm.

Weitere Informationen und Hinweise zum Ausfüllen finden sich in der Handreichung.

Zum Download  

Auf Grundlage der Standortbestimmung vereinbart jede Schule im ersten Startchancen-Schuljahr gemeinsam mit der Schulaufsicht übergeordnete Ziele sowie differenzierte Teilziele mithilfe eines zur Verfügung gestellten Formulars. Bei Zielen zu Säule I ist der Schulträger zu beteiligen.

Die Zielvereinbarungen bilden die Grundlage für die Schul- und Unterrichtsentwicklung. Sie sind Gegenstand der jährlichen Entwicklungs- und Kooperationsgespräche zwischen Startchancen-Schulen und Schulaufsicht und werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft. Bei Bedarf werden die Ziele anhand schulischer Daten an aktuelle Entwicklungen angepasst. Für die Festlegung und Konkretisierung von Maßnahmen zur Zielerreichung hilft das Instrument der Wirkungsketten.

Weitere Informationen und Hinweise zum Ausfüllen finden sich in der Handreichung.

Zum Download:

Das Instrument der Wirkungsketten ist hilfreich für die Ableitung begründeter Maßnahmen aus den Zielen und Teilzielen der Zielvereinbarung. Es hat sich als geeignete Strukturierungshilfe für die Kommunikation im Entwicklungsprozess etabliert – angefangen von der ersten innerschulischen Ideensammlung bis hin zum jährlichen Kooperations- und Entwicklungsgespräch zwischen Schule und Schulaufsicht. Die Wirkungsketten können zu unterschiedlichen Zeitpunkten im innerschulischen Entwicklungsprozess zum Einsatz kommen: Vor, während und nach der Verständigung über die schulische Zielvereinbarung. 

Weitere Informationen und Hinweise zum Einsatz der Wirkungsketten finden sich in der Handreichung.

Zum Download: 

Im Prozess der datengestützten Qualitätsentwicklung nehmen Schulleitungen an den Startchancen-Schulen eine Schlüsselrolle ein. Ihre Aufgabe ist es, die Entwicklung von Schul- und Unterrichtsqualität mithilfe datengestützter Informationen zu steuern. Kern einer evidenzbasierten Führung ist es, die an der Schule vorhandenen Daten als Kommunikationsanlass zu nutzen, um schulische Entwicklungsprozesse datengestützt und zielgerichtet anzulegen und passgenaue Maßnahmen zu gestalten.

Im ersten Jahr des Programms erfahren Schulleitungen an Startchancen-Schulen im Rahmen der Maßnahme „Evidenzbasierte Führung“ Unterstützung in ihrem Leitungshandeln. Zentrale Impulse und Materialien aus dieser Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Grundlegend für die Entwicklung von Unterstützungsstrukturen im Startchancen-Programm in NRW ist der Wirkungskreis Startchancen. Er stellt eine Weiterentwicklung des impaktRads der Wübben Stiftung Bildung dar, welches die Erfahrungen aus langjähriger Arbeit mit Schulen in herausfordernden Lagen bündelt. Sein Aufbau als Golden Circle hilft, das wesentliche Ziel – die Stärkung der Schülerinnen und Schüler in Schulen– immer im Blick zu behalten. Die Überlegungen hieraus sind in die Fortbildung „Schule leiten im Startchancen-Programm“ eingeflossen. Sie zielt ab auf die Unterstützung von Schulleitungen in ihrem Leitungshandeln an Startchancen-Schulen. Im Fokus steht dabei die Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern im Kontext der individuellen Schule.

Ausgangsbasis sind sieben inhaltliche Wirkdimensionen („Wirkhebel“), die prozessorientiert bearbeitet werden:

  • Gemeinsam eine Vision erschaffen
  • Agile Haltung entwickeln
  • Unterricht und Lernsettings anpassen
  • Familien/soziales Umfeld stärken
  • Starke Partner gewinnen
  • Daten systematisch nutzen
  • Teamentwicklung und Kommunikation

Die beiden letzten Dimensionen („Daten systematisch nutzen“ sowie „Teamentwicklung und Kommunikation“) fließen als Querschnittsthemen in alle Fortbildungsinhalte ein.

Die „Wirkhebel“ haben sich als besonders lernwirksam und erfolgversprechend, speziell im Einsatz bei Schulen in herausfordernden Lagen gezeigt. Sie beinhalten das Potenzial, Schule und Unterricht zu verbessern und Entwicklung und Lernen von Schülerinnen und Schülern zu fördern.

Die Fortbildungsmaßnahme „Schule leiten im Startchancen-Programm“ sowie weitere zu den Zielen des Startchancen-Programms passende Angebote sind über folgende Webseite auffindbar: Fort- und Weiterbildung für das Schulpersonal in NRW