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Rund 3.400 angehende Lehrkräfte haben ihren Vorbereitungsdienst begonnen

Ministerin Feller: Die künftigen Lehrerinnen und Lehrer sind nicht nur Wissensvermittler, sondern auch wichtige Wegbegleiter für die jungen Menschen in den Schulen / LAA profitieren von reformierter Vorbereitungsdienst-Ordnung

22.05.2026

Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit: 

Als Sandra Schoof, Leiterin des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Jülich, kürzlich die neuen Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter (LAA) begrüßte, gab sie den künftigen Lehrerinnen und Lehrern einen wichtigen Ratschlag mit auf den Weg: „Weichen Sie auch mal von Vorbereitetem ab! Seien Sie mutig, seien Sie menschlich!“ Zudem appellierte sie an die 130 LAA, die am Jülicher ZfsL ihren Vorbereitungsdienst begonnen haben, stets das Beste in den Schülerinnen und Schülern zum Leben zu erwecken: „Werden Sie zu Schatzsucherinnen und Schatzsuchern! Schauen Sie auf das Potenzial und feiern Sie jeden kleinen Fortschritt auch als Meilenstein Ihrer Schülerinnen und Schüler!“ 

Insgesamt 3.364 neue Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter haben in den vergangenen Tagen ihr Referendariat aufgenommen. An 33 ZfsL-Standorten in Nordrhein-Westfalen starteten LAA. 1.539 Referendarinnen und Referendare – und damit die meisten – bereiten sich auf eine Tätigkeit als Lehrkraft an Gymnasien und Gesamtschulen vor. 782 LAA wollen künftig an einer Grundschule arbeiten. Seminare für das Lehramt für Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen besuchen 421 LAA, Seminare für das Lehramt sonderpädagogische Förderung 421 LAA und Seminare für das Lehramt Berufskollegs 201 LAA. „Jede einzelne LAA und jeder einzelne LAA ist hochwillkommen an unseren Schulen“, betont Schulministerin Dorothee Feller, „die künftigen Lehrkräfte sind nicht nur Wissensvermittler, sondern auch wichtige Wegbegleiter für die jungen Menschen an unseren Schulen. Neben dem Elternhaus tragen auch die Lehrerinnen und Lehrer zur Persönlichkeitsentwicklung bei, indem sie den Kindern und Jugendlichen die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung näherbringen und sie in ihren Demokratiekompetenzen fördern.“ 

Die LAA, die am 1. Mai 2026 begonnen haben, sind die ersten, die von einer neuen „Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung“ (OVP) profitieren. Nach vielen Gesprächen, die Ministerin Feller in den vergangenen Jahren in den ZfsL geführt hat, sind Verbesserungsmöglichkeiten für Inhalte und Abläufe des Vorbereitungsdienstes geprüft und erste Reformen angestoßen worden, die sowohl den Lehrenden als auch den Lernenden nutzen. So entlastet die neue OVP Auszubildende und Prüfende und orientiert sich konsequenter am schulischen Alltag. Beispielsweise müssen die LAA zur Planung von Unterrichtsbesuchen der Ausbilder deutlich weniger schriftliche Vorbereitungen anfertigen als bislang. Auch werden sich Ausbildungsschulen und ZfsL noch enger abstimmen, um die bestmögliche Ausbildung für die jeweilige Lehramtsanwärterin oder den jeweiligen Lehramtsanwärter zu ermöglichen. Zugleich stärkt und präzisiert die OVP die Anforderungen an Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder sowie das Leitungspersonal. Hierbei helfen unter anderem verstärkte Fortbildungen. Auch setzt die Reform neue Akzente in Fragen von Demokratiebildung oder der Bildung für nachhaltige Entwicklung. 

Insgesamt unterstützt die modifizierte „Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung“ eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Ausbildung, die Lehrkräfte gezielt auf die Herausforderungen des Berufes vorbereitet und sie befähigt, Schule aktiv weiterzuentwickeln. Nun, so sagt Ministerin Feller, sei die Kombination aus ZfsL und Ausbildungsschulen noch besser in der Lage, einen fließenden Übergang zwischen Theorie und Praxis zu gewährleisten und auf die Herausforderungen des Schulalltags vorzubereiten: „Es braucht mehr denn je ein flexibles Schulsystem, das den aktuellen Bedarfen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird und zeitgemäße Methoden und Techniken im Unterricht integriert. Unsere ZfsL sind genau der richtige Ort, um sich neben dem Wissen, das sich die LAA im Studium angeeignet haben, auch methodisch-didaktisch fortzubilden.“ Es sind auch Weiterentwicklungen des Lehramtsstudiums und des Seiteneinstiegs geplant. Hierzu liegt dem Landtag ein Paket zur Änderung des Lehrerausbildungsgesetzes und der Lehramtszugangsverordnung vor.  

Während für die einen der Vorbereitungsdienst begonnen hat, sind andere LAA gerade fertig geworden. In Nordrhein-Westfalen haben 3.138 LAA ihren Vorbereitungsdienst mit einer bestandenen Staatsprüfung beendet und können in Kürze in ihre schulische Arbeit starten.

Weiterer Hintergrund

In Nordrhein-Westfalen beginnen immer am 1. Mai und am 1. November eines Jahres Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter ihren Vorbereitungsdienst. Ziel der schulpraktischen Lehrerausbildung an den 33 Ausbildungsstandorten mit 106 lehramtsbezogenen Seminaren ist, die LAA in der Professionalisierung des eigenen Lehrerinnen- und Lehrerhandelns zu unterstützen und sie bestmöglich auf die Anforderungen des Schulalltags vorzubereiten. Nach dem 18-monatigen Vorbereitungsdienst und einer erfolgreichen Staatsprüfung stehen die LAA dem Schuldienst in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Als frisch ausgebildete Lehrkräfte tragen sie dazu bei, den Unterricht an unseren Schulen sicherzustellen. Die Ausbildung kann ebenso in Teilzeit absolviert werden und dauert dann 24 Monate. 

 Für das Bewerbungsverfahren für die beiden Starttermine im Frühjahr und am Ende des Jahres steht das Internetportal SEVON (Seminareinweisungsverfahren Online) bereit. Aktuell läuft das Bewerbungsverfahren zum 1. November 2026. In den ersten beiden Wochen des Verfahrens haben sich bereits fast 2.000 Personen beworben. Die Bewerberinnen und Bewerber können im Internetportal ihre Anträge digital stellen und Ortswünsche angeben. Unterlagen können zu jedem Zeitpunkt digital nachgereicht werden. Jede Bewerberin und jeder Bewerber mit form- und fristgerechter Bewerbung erhält zum entsprechenden Einstellungstermin einen Ausbildungsplatz. An vielen Universitäten in Nordrhein-Westfalen finden Informationsveranstaltungen zum Bewerbungsverfahren und zum Vorbereitungsdienst statt.

 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 5867 40.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Bildung, Telefon 0211 5867 3505.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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