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Toleranz fördernd, positiv fürs Schulklima

Schulministerin Dorothee Feller und Professor Mouhanad Khorchide von der Universität Münster stellen im Landtag Abschlussbericht zum Islamischen Religionsunterricht vor

Ministerin Feller: Die Ergebnisse bestärken uns, betonen die positive Wirkung und liefern Hinweise für die Weiterentwicklung

21.01.2026

Das Schulministerium teilt mit:

Wertschätzend, motivierend, alltagsrelevant, Toleranz und Pluralität fördernd und positiv fürs Schulklima – all das ist für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler der Islamische Religionsunterricht (IRU). Dies ist das Kernergebnis des IRU-Abschlussberichts, den das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster im Auftrag des nordrhein-westfälischen Schulministeriums erstellt hat. Schulministerin Dorothee Feller und Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster, stellten den rund 170 Seiten umfassenden Bericht am heutigen Vormittag im Schulausschuss des Landtags vor. 

Schulministerin Feller: „Die Ergebnisse bestärken uns sehr und betonen die positive Wirkung, die der Islamische Religionsunterricht für die Schülerinnen und Schüler hat. Der eigenständige IRU in Schulen setzt seit mehr als zehn Jahren ein wichtiges Zeichen für gleichberechtigte Teilhabe. In einer pluralen Gesellschaft wie der unseren in Nordrhein-Westfalen ist dieser Unterricht ein wichtiger Bestandteil der Bildungsaufgabe und Ort der Orientierung für muslimische Schülerinnen und Schüler. Diese Orientierungsaufgabe erfüllt der IRU gerade auch in einer Zeit, in der Social-Media-Inhalte polarisierend, aufhetzend oder einfach nur falsch sind. Dies unterstreicht die Evaluation sehr deutlich. Die Kinder und Jugendlichen brauchen Unterstützung und Fähigkeiten bei der kritischen Auseinandersetzung mit diesen Medien. Nicht nur vor diesem Hintergrund muss der Islamische Religionsunterricht sinnvoll weiterentwickelt werden, da es unsere Verantwortung als Demokratinnen und Demokraten ist, die religiöse Identitätsbildung der Kinder und Jugendlichen in unserem Land nicht der Beliebigkeit zu überlassen.“

Professor Khorchide: „Die Evaluation des Islamischen Religionsunterrichts zeigt, dass dieser einen wichtigen Beitrag zur Religionsmündigkeit muslimischer Schülerinnen und Schüler leistet. Darüber hinaus fördert er ein weltoffenes Islamverständnis, das demokratische Grundwerte stärkt. Auf dieser Grundlage können junge Menschen eine Identität entwickeln, die es ihnen ermöglicht, sich zugleich als muslimisch und als Teil unserer demokratischen Gesellschaft zu verstehen, ohne darin einen Widerspruch zu sehen.“

Im aktuellen Schuljahr erteilen an nordrhein-westfälischen Schulen 332 Lehrkräfte fast 32.000 Schülerinnen und Schülern islamischen Religionsunterricht.  

Für ihren Abschlussbericht hatten die Münsteraner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 353 Schülerinnen und Schüler sowie 60 Lehrkräfte mittels Fragebögen befragt. Es schlossen sich an zehn Schulen Interviews mit 45 Befragten an, darunter wiederum Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler. Den Abschlussbericht finden Sie hier. 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 5867 40.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Bildung, Telefon 0211 5867 3505.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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