Das Abitur am Beruflichen Gymnasium – Mehr Praxis, mehr Projekte und digitale Kompetenzen!
Schulausschuss beschließt Reform der gymnasialen Oberstufe an Beruflichen Gymnasien
Der Schulausschuss hat der Achten Verordnung zur Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg (APO-BK) zugestimmt. Die Reform sorgt für eine transparentere Struktur mit acht klar beruflich konturierten Angeboten und eine neue Lern- und Leistungskultur, durch die Praxis- und Projektorientierung als besonderes Merkmal der Beruflichen Gymnasien ausgebaut werden. Weiterhin führt die Reform an den Beruflichen Gymnasien das fünfte Abiturfach sowie neue Prüfungsformate ein. Damit werden die Beruflichen Gymnasien, die es in Nordrhein-Westfalen an über 230 Berufskolleg-Standorten gibt, an aktuelle Anforderungen von Studium, Beruf und Gesellschaft angepasst. Der Zustimmung im Schulausschuss war eine Verbändebeteiligung vorausgegangen. Die neuen Regelungen gelten ab dem Schuljahr 2027/28.
Im Fokus der Weiterentwicklung stehen projektorientiertes Arbeiten, Präsentationsfähigkeiten und die Förderung der „4K“ (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken) - im Einklang mit der KMK-Strategie „Bildung in der Digitalen Welt“. Neue Prüfungsformate wie Präsentationen und andere komplexe Leistungsnachweise ersetzen teilweise die klassischen Klausuren. Eine zentrale Neuerung ist die Einführung des 5. Abiturfaches in Form einer Präsentationsprüfung, die Teamarbeit und projektorientiertes Lernen betont. Der Einsatz digitaler Medien und KI wird reflektiert in den Unterricht integriert. Ziel ist eine zukunftsorientierte, praxisnahe Bildung an den Beruflichen Gymnasien, die auch auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet.