Startchancen-Tour: Staatssekretär Mauer besucht Schulen in Nordrhein-Westfalen
23 Millionen Euro für Chancenbudget Kultur / Staatssekretär Dr. Urban Mauer: Das Startchancen-Programm kommt da an, wo unsere Schulen am meisten Unterstützung brauchen
Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit:
Übergroß schauen ein Mädchen und ein Junge von einem Graffiti auf den Schulhof der Oesterholz-Grundschule am Dortmunder Borsigplatz herab. Sie trägt in der rechten Hand einen blauen Vogel und mit links einen Fußball, er präsentiert Fußballschuhe. Farbenfroh, fröhlich, voller Leidenschaft und Leben – so wirkt dieses Riesenbild. Und genau so wirkt auch die Schule, die in der Turnhalle regelmäßig einen Bewegungs-Parcours für ihre Schülerinnen und Schüler aufbaut, die Bibliothek gerade vergrößert und verschönert hat und die Klassen mit vielen neuen Materialien fürs Lernen von Deutsch oder Mathematik bestückt.
Den Großteil davon haben Schulleiter Philipp Fröhlich und sein Team mit Geld aus dem Startchancen-Programm finanziert. Auch eine zusätzliche Fachkraft im Multiprofessionellen Team konnte durch das Startchancen-Programm bereits eingestellt werden. „Jedes Kind hier ist besonders und hat großes Potenzial – und das Programm hilft uns sehr dabei, diese Potenziale zu heben“, sagt Fröhlich.
„Man merkt, wie sehr es allen, die an dieser Schule arbeiten, am Herzen liegt, sich um alle Schülerinnen und Schüler zu kümmern“, findet auch Dr. Urban Mauer, „und diesen Eindruck habe ich auch an den anderen Startchancen-Schulen gewonnen, die ich besucht habe.“ Der Staatssekretär im Schulministerium besuchte im Rahmen seiner „Startchancen-Tour“ sechs Schulen in Wesseling, Köln, Bielefeld, Gladbeck, Mülheim an der Ruhr und eben in der Dortmunder Nordstadt. Dabei hat er aus erster Hand und mit spannenden Einblicken erfahren, wie die finanziellen Mittel aus dem Bund-Länder-Programm dem schulischen Personal sowie den Kindern und Jugendlichen helfen und neue Impulse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung auslösen. Auch Neuigkeiten rund um das Startchancen-Programm hatte der Staatsekretär im Gepäck.
Das Programm hat das Ziel, Schulen in herausfordernden Lagen zu unterstützen und den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler von ihrer sozialen Herkunft zu entkoppeln. Dafür stellt der Bund über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt zehn Milliarden Euro zur Verfügung. Davon gehen alleine bis zu 2,3 Milliarden Euro nach Nordrhein-Westfalen. Das Land stellt Mittel bis zur gleichen Höhe bereit. Das Startchancen-Programm beruht auf drei Säulen – einem Investitionsbudget für die lernförderliche Infrastruktur der Schulen, einem Chancenbudget für die Schul- und Unterrichtsentwicklung und einem Personalbudget, um Fachkräfte für Multiprofessionelle Teams oder für Schulsozialarbeit einzustellen.
Neuerungen gibt es zudem für das Chancenbudget Kultur, mit dem kulturelle Angebote an den Startchancen-Schulen ermöglicht werden. Ab dem kommenden Schuljahr 2026/27 wird das Chancenbudget Kultur um zwei Millionen Euro auf insgesamt 23 Millionen Euro erhöht. Auf diesem Wege können sich noch mehr Kinder und Jugendliche mit Kunst und Kultur auseinandersetzen, neue Ausdrucksformen finden, ihre Persönlichkeiten entwickeln und in einer Schulkultur voller Anregungen Selbstbewusstsein formen.
Die Gemeinschaftsgrundschule Langemaß in Köln-Mülheim hat schon vom Startchancen-Programm profitiert: So entstand beispielsweise eine Kooperation mit einer anderen Kölner Startchancen-Schule, um selbstreguliertes Lernen zu fördern, es wuchs eine Zusammenarbeit mit der Universität Köln, um unter anderem die sprachliche Diagnostik zu fördern, und es stieg die Zahl der Lese-Trainings für die Kinder. Für den Mathematik-Unterricht konnten zahlreiche pädagogisch wertvolle Materialien neu angeschafft werden.
Die Vogelruthschule in Bielefeld nutzt die Startchancen-Mittel, um zum Beispiel ein neues Raumkonzept zu erarbeiten, eine sozialpädagogische Fachkraft einzustellen, die Vermittlung sozial-emotionaler Kompetenzen auszuweiten und Schülerinnen und Schülern Konfliktlösungsstrategien und Möglichkeiten der Emotionskontrolle aufzuzeigen. Zudem führte die Grundschule in der 1. Klasse ein Konzept zur individuellen Förderung ein.
In der Südparkgrundschule in Gladbeck rückte die Einführung und Etablierung einer Lernverlaufsdiagnostik mit regelmäßigen Testphasen ebenso in den Fokus wie Initiativen für mehr Demokratiekompetenz der Schülerinnen und Schüler oder die gemeinsame Planung schulweiter Aktionstage. „Es ist beeindruckend, wie viele überzeugende Ideen und Konzepte die Startchancen-Schulen im Zuge der mit den Schulaufsichten geschlossenen Zielvereinbarungen bereits entwickelt haben, um die Lern- und Bildungserfolge ihrer Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Es ist gut zu sehen, dass das Startchancen-Programm ankommt“, betont Staatssekretär Dr. Mauer.
Über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Chancenbudgets Kultur informiert schon jetzt das Bildungsportal des Schulministeriums hier.
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