Schülerinnen und Schüler
Hier haben wir für Euch Informationen zur Aufgabenstellung, zu den Preisen, zu den Teilnahmebedingungen, den zugelassenen Beitragsformen und vieles mehr zusammengestellt.
Allgemeine Fragen
„Das ist nicht ganz koscher“ – Diese Redewendung kennen viele Menschen. Meist wird sie verwendet, wenn Zweifel bestehen, ob etwas richtig, fair oder in Ordnung ist. Doch woher kommt dieser Ausdruck eigentlich? Und was bedeutet „koscher“ im Judentum wirklich?
Habt ihr euch schon mal gefragt, warum manche Speisen koscher sind und andere nicht? Oder wie man einen Schabbat-Eintopf zubereitet, ohne am Schabbat selbst zu kochen? Beim diesjährigen Shalom-Wettbewerb dreht sich alles um jüdisches Essen – und damit auch um Feste, Traditionen und die Menschen dahinter. Ein Thema, bei dem man ganz nebenbei eine Menge über jüdisches Leben lernt – und garantiert hungrig wird. Alles koscher! Oder was?
Koscher ist weit mehr als eine Liste erlaubter und verbotener Lebensmittel. Dahinter stehen jahrtausendealte Traditionen, religiöse Gebote und ein bewusster Umgang mit Nahrung, Gemeinschaft und Verantwortung. Essen verbindet Menschen – in der Familie, an Feiertagen und im Alltag. Es erzählt Geschichten, bewahrt Erinnerungen und bringt Kulturen miteinander ins Gespräch und geht dabei über Grenzen hinaus.
Unter dem Motto „Alles koscher! Oder was?“ seid ihr eingeladen, die vielfältigen Facetten jüdischen Lebens zu entdecken. Geht auf Spurensuche in jüdischen Gemeinden oder Restaurants und sprecht mit Menschen der jüdischen Kultur. Beschäftigt euch mit jüdischen Festen und ihren Speisen, mit den Regeln der Kaschrut, mit Tischgebeten und Traditionen oder mit den Geschichten, die sich rund um das gemeinsame Essen ranken. Probiert gerne selbst etwas aus! Vielleicht entwickelt ihr ein Kochbuch, gestaltet eine Ausstellung, produziert einen Film, entwerft ein Spiel oder dokumentiert eure Entdeckungen in einer ganz eigenen Form. Oder ihr denkt ein wenig weiter und stellt Verbindungen zwischen verschiedenen Kulturen her (z. B. Crossover-Cooking).
Der Wettbewerb möchte neugierig machen und dazu anregen, bekannte Redewendungen zu hinterfragen. Denn wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Begriff „koscher“ eine lebendige Kultur und Religion, die weit mehr umfasst als das, was auf den Teller kommt.
Wir freuen uns auf eure Ideen, eure Kreativität und eure ganz persönlichen Zugänge!
Eure Aufgabe:
- Entwickelt eine Frage, die euch zum Thema „Alles koscher! Oder was?“ interessiert. Die oben aufgeführten Beispiele können euch hierbei als Orientierung dienen.
- Recherchiert und nehmt nach Möglichkeit Kontakt auf mit jüdischen Menschen oder Expertinnen oder Experten, die euch bei der Bearbeitung eurer Leitfrage helfen können. (Tipp: Schaut doch mal auf die Seite der „Jüdischen Allgemeinen“.)
- Wählt ein passendes Format aus und erstellt euren digitalen Wettbewerbsbeitrag.
Einsendefrist ist der 31.05.2027. Der Wettbewerbsbeitrag wird durch die Ansprechperson eingereicht (z.B. eure Lehrkraft oder eure Eltern).
Einzelarbeiten oder Kleingruppenarbeiten bis zu vier Schülerinnen und Schüler:
| Platzierung | Kategorie 5.–7. Klasse | Kategorie 8.–10. Klasse |
| 1. Platz | 2.000 € | 2.000 € |
| 2. Platz | 1.000 € | 1.000 € |
| 3. Platz | 500 € | 500 € |
Großgruppenarbeiten ab fünf Schülerinnen und Schüler:
| Platzierung | Kategorie 5.–7. Klasse | Kategorie 8.–10. Klasse |
| 1. Platz | 6.000 € | 6.000 € |
| 2. Platz | 3.000 € | 3.000 € |
| 3. Platz | 1.000 € | 1.000 € |
Hauptpreis für eine Gruppe:
| Geld für eine Klassen-/Gruppenfahrt, bei der jüdisches Leben noch näher erkundet werden kann | 10.000 € |
Der Hauptpreis für eine Gruppe wird unter allen Einsendungen von Gruppen und nicht in Kombination mit den anderen Gruppenpreisen vergeben. Die Preise werden vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von den beiden Kooperationspartnern, der Krupp-Stiftung in Essen und der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, die den Schülerwettbewerb unterstützen, gestiftet.
Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen aus den Klassen 5-10. Es gibt die Möglichkeit, alleine bzw. mit bis zu vier Personen teilzunehmen (Einzel- und Kleingruppenarbeiten) oder mit fünf oder mehr Personen teilzunehmen (Großgruppenarbeiten).
Tonaufnahmen
- Podcast (maximal sieben Minuten Dauer): Eine gesprochene Aufnahme, z.T. in Dialogform, in der das Thema informativ oder erzählerisch behandelt wird.
- Hörbuch (maximal sieben Minuten Dauer): Eine vertonte, vorgelesene Version eines eigenen Textes oder einer Erzählung.
Filmische Formate
- ein kurzer Videobeitrag – zum Beispiel im Stil von „Checker Tobi“, „Logo!“, „Sendung mit der Maus“, „musstewissen“ oder „MrWissen2go“
- Social-Media: Ein digitaler Beitrag in Kombination von Text, Bild oder Video, der auf einer Social-Media-Plattform veröffentlicht werden könnte. Er informiert oder trägt zur Meinungsbildung über das Thema bei.
- Kurzfilme: Eine kurze, kreativere oder dokumentarische Erzählung zum Thema
Digitale/Online-Formate
- Multimediapräsentationen (ggf. mit zusätzlicher Tonspur für weiterführende Erklärungen): Eine digitale Präsentation (z.B. Powerpoint) mit Bildern, Texten und einer gesprochenen Erklärung.
- Weitere innovative digitale Formate
- Interaktive/entdeckende Formate
- Erstellung eines BIPARCOURS oder eines Lehrpfads: Eine interaktive Lernrallye, bei der die Nutzer mit einer App Aufgaben und Informationen zu einem Thema erhalten, wenn sie einen bestimmten Ort erreichen
- Ein Lehrpfad ist, ähnlich einem Biparcours, eine über mehrere Stationen verteilte Ausstellung, die ohne die Unterstützung durch die App auskommt. Die Stationen müssen durch Fotos dokumentiert werden und alle Materialien digital eingesendet werden.
Künstlerische/kreative Formate
- Gemälde, Fotografien (Motivation / Intention oder Entstehungsprozess im Anmeldebogen erläutern): Ein gemaltes oder gezeichnetes oder auf andere Art und Weise gestaltetes Bild
- Künstlerische, nicht-informative Umsetzung des Themas: Eine freie, kreative Arbeit (z.B. Installation, Performance), die das Thema sinnlich oder emotional deutet, mit begleitenden Informationen
Dreidimensionale/spielerische Formate
- Dreidimensionale Formen (Ausstellung, Spiele, Modelle): Eine selbst gestaltete Zusammenstellung von Exponaten, Bildern und Texten; ein selbst gestaltetes Spiel, das das Wissen auf spielerische Art vermittelt, eine dreidimensionale Nachbildung oder kreative Darstellung des Themas
Sonstige Formate
- Eure ganz eigenen Ideen, die nicht zu einer der bereits aufgeführten Formen passt
Benennt bitte das gewählte Format auf dem Teilnahmebogen, den ihr auch unter „Downloads“ findet. Hier beschreibt ihr zusätzlich, wie euer Beitrag entstanden ist.
Wichtig:
Einreichen könnt ihr nur digitale Formate, zeigt also z. B. Fotos oder ein Video über euer Werk. Wenn ihr zur Inspiration oder zur Veränderung eures Beitrags KI verwendet, reicht bitte auch eine kurze Dokumentation eurer Promptentwicklung ein. Eine Erklärung dazu findet ihr ebenfalls unter „Downloads“. Stellt sicher, dass ihr die Urheberrechte besitzt (z. B. an den genutzten Musikstücken oder Bildern) oder die Erlaubnis zur Veröffentlichung habt.
Rein schriftliche Formate (z. B. Aufsätze) sind als Wettbewerbsbeitrag ausgeschlossen.
Die maximale Länge von Videobeiträgen und Tonaufnahmen beträgt 7 Minuten.
Ihr solltet euch folgende Fragen stellen:
- Passt euer Beitrag zum Jahresmotto?
- Wie gut habt ihr euch mit dem Thema beschäftigt? Zeigt ihr, dass ihr es verstanden habt?
- Wie kreativ und originell ist euer Beitrag? Habt ihr eigene, besondere Ideen?
- Wie gut ist euer Beitrag umgesetzt? Zum Beispiel: Sind Bild und Ton verständlich oder Texte gut lesbar?
- Wie selbstständig habt ihr gearbeitet?
- Wie geht ihr mit euren Quellen um? Gebt ihr an, woher eure Informationen, Bilder oder Musik stammen? Verwendet nur Bilder, Musik und andere Inhalte, die ihr selbst erstellt habt oder für deren Nutzung und Veröffentlichung ihr die erforderliche Erlaubnis besitzt.
Zwei wichtige Tipps:
- Versucht doch, mit jüdischen Menschen oder einer jüdischen Gemeinde Kontakt aufzunehmen! Wenn es in eurer Nähe keine jüdische Gemeinde gibt, könnt ihr auch wertvolle Ideen erhalten, indem ihr eine Recherche auf den Websites von Vereinen oder Institutionen durchführt, die sich mit jüdischem Leben beschäftigen (z.B. https://www.juedische-allgemeine.de/)
- Auf der Wettbewerbshomepage findet ihr die Siegerbeiträge des letzten Wettbewerbsdurchgangs. Vielleicht sind sie ja für euch inspirierend?
Eure Lehrkraft oder eure Eltern sind für uns die Ansprechperson. Sie fordert von shalom[at]brms.nrw.de (shalom[at]brms[dot]nrw[dot]de) einen Upload-Link an und lädt euren Wettbewerbsbeitrag zusammen mit dem Teilnahmebogen und weiteren Dokumenten hoch. Weitere Informationen zur Einreichung findet ihr hier.
Eure Ansprechperson (z. B. eure Lehrkraft) wird nach der Entscheidung der Jury benachrichtigt, ob ihr gewonnen habt. Sie benachrichtigt euch (voraussichtlich im November 2027). Die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs werden in einer zentralen Feierstunde geehrt werden.
Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer,
wenn du beim Wettbewerb „Shalom – jüdisches Leben heute!“ mitmachst, werden einige Angaben zu dir benötigt. Dazu gehören zum Beispiel dein Name, deine Schule, deine Kontaktdaten und Angaben zu deinem Wettbewerbsbeitrag.
Diese Daten werden verwendet, damit dein Beitrag am Wettbewerb teilnehmen kann, die Jury ihn bewerten kann und du im Fall einer Auszeichnung benachrichtigt werden kannst.
Damit du teilnehmen kannst, muss eine Einwilligung zur Datenverarbeitung vorliegen. Wenn du noch nicht selbst einwilligst, kann diese durch deine Erziehungsberechtigten für dich erfolgen. Wenn du mindestens 16 Jahre alt bist, kannst du die Einwilligung auch selbst unterschreiben.
Die unterschriebene Einwilligungserklärung wird nicht zusammen mit deinem Beitrag verschickt. Sie bleibt bis zum Ende des Wettbewerbsdurchgangs bei deiner Ansprechperson (z. B. deiner betreuenden Lehrkraft bzw. in deiner Schule). Dort wird sie sicher aufbewahrt.
Nicht jede Person darf diese Erklärung sehen. Zugriff haben nur Personen, die sie für die Organisation des Wettbewerbs benötigen.
Du oder deine Erziehungsberechtigten können die Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen. Das bedeutet, dass deine Daten ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich nicht mehr für den Wettbewerb verwendet werden dürfen und du nicht mehr am Wettbewerb teilnimmst. Der Widerruf kann an shalom[at]brms.nrw.de (shalom[at]brms[dot]nrw[dot]de) geschickt oder gegenüber deiner betreuenden Lehrkraft erklärt werden.
Wenn du außerhalb einer Schule oder Organisation am Wettbewerb teilnehmen willst, muss die Einwilligung – entweder von dir oder deinen Erziehungsberechtigten (s.o.) - im Teilnahmebogen bestätigt und anschließend die unterschriebene Einwilligungserklärung per Mail an shalom[at]brms.nrw.de (shalom[at]brms[dot]nrw[dot]de) übersandt werden.
Nach Abschluss des Wettbewerbsdurchgangs wird die Einwilligungserklärung datenschutzgerecht vernichtet, sofern sie nicht ausnahmsweise noch benötigt oder an die Bezirksregierung Münster übermittelt werden muss.
Du hast außerdem Datenschutzrechte. Du kannst zum Beispiel fragen, welche Daten über dich gespeichert sind. Du kannst auch verlangen, dass falsche Daten berichtigt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du verlangen, dass Daten gelöscht
FAQs für Schülerinnen und Schüler
- Jahrgangsstufenübergreifende Gruppen sind innerhalb der Altersgruppen 5–7 bzw. 8–10 möglich. Bei einer Gruppe aus 5–10 entscheidet der überwiegende Arbeitsanteil.
- Das geht nur dann, wenn auch jedes Mal ein neuer Teilnahmebogen eingereicht wird, auf dem alle Mitglieder der Gruppe aufgeführt sind.
- Ja, bitte beachtet die maximale Länge: Video- und Tonbeiträge dürfen höchstens sieben Minuten dauern. Entscheidend für die Bewertung sind vor allem eine interessante Leitfrage, eine sorgfältige Recherche, ein überzeugender Zugang zum Thema und eine kreative Umsetzung.
- Digitale und interaktive Formate sind möglich. Damit die Jury euren Beitrag ohne spezielle Zugänge oder Software prüfen kann, reicht bitte zusätzlich eine verständliche Dokumentation ein – in der Regel eine Bildschirmaufnahme als Video. Ergänzt bei Bedarf Screenshots, einen Ablaufplan oder weitere Dateien, die das Konzept und die Nutzung erklären. Beachtet auch bei diesen Formaten die maximale Dauer von sieben Minuten für Ton- und Videobeiträge.
- Da digitale Projektarbeiten eingesendet werden sollen, braucht es konkrete digitale Nachweise: etwa Fotos, Video, Beschreibung, eine Materialliste oder Dokumentation des Entstehungsprozesses. Auf der Wettbewerbshomepage sind entsprechende Siegerarbeiten des letzten Durchgangs zu finden, an denen man sich orientieren kann.
- Ja, sofern ihr den KI-Einsatz transparent dokumentiert. Reicht die verwendeten Prompts im Teilnahmebogen oder in einer zusätzlichen Datei ein. KI-generierte Bilder, Audios und Videos müssen als solche gekennzeichnet werden. Hinweise findet man z.B. unter https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/eu-icons-labelling-ai-generated-content
- Der Widerruf wird gegenüber der Ansprechperson erklärt (z.B. der betreuenden Lehrkraft), die die Einwilligungserklärung aufbewahrt. Diese informiert anschließend unverzüglich die Wettbewerbskoordination (shalom[at]brms.nrw.de (shalom[at]brms[dot]nrw[dot]de)). Der Beitrag darf anschließend nicht mehr am Wettbewerb teilnehmen.
- Die Kontaktaufnahme mit jüdischen Gemeinden oder Menschen jüdischer Kultur oder mit anderen Kooperationspartnern wird ausdrücklich empfohlen.