Dachmarke Bildungsportal NRW

Kooperationen mit außerschulischen Partnern im Ganztag stärken

Landesregierung unterzeichnet mit zahlreichen Partnern Rahmenvereinbarungen / Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Organisationen, Jugendhilfe und Schulen

05.05.2026

Die Landesregierung teilt mit:

Die Tür zu einem Museum oder einer Bibliothek öffnen und Eintritt in neue spannende Welten finden, gemeinsam musizieren, Begeisterung und Freude im Sport erleben, in Projekten forschen, entdecken und lernen, mit allen Sinnen Neues erfahren, sich begeistern lassen, genießen, nachdenken, auch mal zur Ruhe kommen: All das ist im Ganztag möglich. Viele Verbände und Partner sind jetzt mit ihren außerunterrichtlichen Bildungsangeboten noch enger mit den Ganztagsschulen verbunden. Gemeinsam unterzeichneten sie am Dienstag, 5. Mai 2026, neue Rahmenvereinbarungen zur Zusammenarbeit im Ganztag mit Mitgliedern der Landesregierung.

Insgesamt zwölf Rahmenvereinbarungen, davon neun überarbeitete und drei neue, unterzeichneten Schulministerin Dorothee Feller, Kinder- und Jugendministerin Verena Schäffer, Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes, Umweltminister Oliver Krischer, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen sowie die für den Sport und das Ehrenamt zuständige Staatssekretärin Andrea Milz am Dienstag, 5. Mai 2026, im nordrhein-westfälischen Landtag mit zivilgesellschaftlichen Partnern, die seit vielen Jahren und auch zukünftig daran mitwirken, eine vielfältige Ganztagsbildung und Ganztagsbetreuung in den Kommunen sicherzustellen. 

„Die Kinder und Jugendlichen, die unsere Ganztagsschulen besuchen, sollen ganz viel davon mitbekommen, wie bunt und vielfältig unsere Organisationslandschaft in Nordrhein-Westfalen ist und wie diese Vielfalt ihre Interessen und Begabungen stärkt“, betont Schulministerin Dorothee Feller. „Wir sind froh und stolz, dass wir so viele Partner haben. Um die Kooperation mit ihnen auf eine neue Grundlage zu stellen und ihren Platz in der Bildungslandschaft auch in Zeiten des aufwachsenden Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung noch besser zur Geltung zu bringen, haben wir die Rahmenvereinbarungen, die teilweise bereits seit 20 Jahren bestehen, nun aktualisiert und weiterentwickelt – auch um neue Partner für neue Rahmenvereinbarungen zu gewinnen.“ 

Kinder- und Jugendministerin Verena Schäffer: „Ich freue mich sehr, dass alle bestehenden Partnerschaften für die Zusammenarbeit in der OGS erneuert wurden und darüber hinaus weitere wichtige Akteure für eine Rahmenvereinbarung zusammengefunden haben. Damit stellen wir die Weichen für ein breites Spektrum an Angeboten in unseren Einrichtungen, das Kindern ermöglicht, ihren Interessen im Ganztag nachzukommen. Ein anspruchsvolles Programm in der OGS fördert auch die Integration und Chancengleichheit, indem es für alle Kinder vielfältige Bildungsangebote auch außerhalb des Unterrichts bereitstellt, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.“

Kirsten Schwenke, Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege NRW: „Die Freie Wohlfahrtspflege ist mit ihren vielen Trägern maßgebliche Akteurin und Partnerin bei der Gestaltung des Ganztags. Bereits seit mehr als 20 Jahren bestehen Rahmenvereinbarungen zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und zentralen Partnern im Ganztag. Mit der Unterzeichnung neuer beziehungsweise neu gefasster Rahmenvereinbarungen geben das Land und die beteiligten Verbände und Institutionen ein starkes Signal, dass man weiterhin gemeinsam daran arbeiten will, mit dem Offenen Ganztag ein attraktives, qualitativ hochwertiges und umfassendes Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot vorzuhalten. In allen einzelnen Rahmenvereinbarungen wird deutlich, dass der Offene Ganztag weit mehr ist als ein reines Betreuungsangebot nach dem Unterricht. Die Rahmenvereinbarungen stärken das erfolgreiche Trägermodell in Nordrhein-Westfalen, in dem Schulen mit Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe und weiteren außerschulischen Partnern kooperieren, um den Offenen Ganztag als gemeinsame Bildungseinrichtung mit einem gemeinsamen Bildungsverständnis zu entwickeln.“

In einem mehrmonatigen Arbeitsprozess unter Beteiligung verschiedener Fachabteilungen unterschiedlicher Ressorts der Landesregierung wurden die Rahmenvereinbarungen erarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht, um auch künftig als Grundlage für Kooperationen im Ganztag dienen zu können. Die jetzt unterzeichneten Rahmenvereinbarungen sind ein wichtiges Bekenntnis des Landes und zentraler Partner, Ganztag gemeinsam gestalten zu wollen. Sie leisten einen Beitrag, die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, der Jugendhilfe und der Ganztagsschule weiter zu verbessern, zum Beispiel

  • durch Vorschläge und Hinweise zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit und der konkreten Angebote,
  • durch Beschreibung der inhaltlichen Ausrichtung der ganzheitlichen Bildungsangebote,
  • durch die Zusammenarbeit auf Basis eines gemeinsamen Bildungsverständnisses,
  • durch die Stärkung der Partizipation der Schülerinnen und Schüler bei der Ausgestaltung der Angebote
  • und durch den Aufbau tragfähiger Strukturen der gegenseitigen Information, den Einbezug bestehender Initiativen und Programme und gelingende Vernetzung.

Auf der Basis der neuen Vereinbarungen soll das Ziel erreicht werden, für möglichst viele Kinder und Jugendliche in Ganztagsschulen regelmäßige außerunterrichtliche Bildungsangebote mit vielfältigen Partnern zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit Partnern ist zentrales Gestaltungsmerkmal des Ganztags in Nordrhein-Westfalen. Vielfältige Zugänge zu Themen, andere Lernorte und Expertisen bereichern ganztägige Bildung. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Sinne der Stärkung demokratischer Kompetenzen bei Projekten mitbestimmen und ihre Interessen zur Geltung bringen können. 

Mit folgenden Partnern wurden Rahmenvereinbarungen geschlossen: den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege NRW, dem Museumsverband Nordrhein-Westfalen und dem Landesverband Museumspädagogik Nordrhein-Westfalen, dem Landessportbund NRW / der Sportjugend NRW, dem Landesmusikrat NRW, dem Landesverband der Musikschulen in NRW, der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung NRW, dem Verband der Bibliotheken des Landes NRW, den (Erz-)Bistümern und Diözesan-Caritasverbände sowie den Evangelischen Landeskirchen und ihrer Diakonischen Werke in NRW, der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW, dem Westfälisch-Lippischen Landfrauenverband, dem Rheinischen Landfrauenverband, der Verbraucherzentrale NRW, dem Eine Welt Netz NRW, dem Arbeitskreis Theater für junges Publikum NRW, dem Deutschen Bühnenverein Landesverband Mitte, den Landestheatern NRW, dem NRW-Landesbüro Freie Darstellende Künste, dem nrw landesbüro tanz sowie dem Landesverband Theater in Schulen NRW. Für die Gemeinschaftsoffensive „Zukunft durch Innovation“ (zdi.NRW) des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung des MINT-Nachwuchses schlossen zudem Schulministerin Feller, Kinder- und Jugendministerin Schäffer, Wissenschaftsministerin Brandes und Umweltminister Krischer eine landesinterne Rahmenvereinbarung zu MINT-Angeboten im Ganztag ab.

Die Rahmenvereinbarungen haben keinen ausschließenden Charakter, sondern umfassen zentrale Bildungsbereiche und Partner. Ganztagsschulen können auch mit weiteren oder anderen Partnern außerhalb bestehender Rahmenvereinbarungen zusammenarbeiten. 

Weiterer Hintergrund zur Umsetzung des Rechtsanspruches auf Ganztagsförderung

Um Familien überall in Nordrhein-Westfalen ein verlässliches und bedarfsgerechtes Angebot zur ganztägigen Förderung ihrer Kinder anbieten zu können, treiben Land und Kommunen den Ausbau der Plätze an Offenen Ganztagsschulen (OGS) konsequent voran. Die Landesregierung hat frühzeitig die Weichen gestellt und Vorsorge getroffen, um den Bedarf zu decken und ein verlässliches, flächendeckendes Angebot sicherzustellen. Im Jahr 2026 steigen allein die OGS-Ausgaben des Landes um 93,1 Millionen Euro auf insgesamt rund 983 Millionen Euro. Damit kann weiterhin jeder von den Kommunen beantragte OGS-Platz bewilligt werden. Bis zum Schuljahr 2028/29 ist ein Aufwuchs der Haushaltsmittel für bis zu 605.500 Plätze vorgesehen. Umfangreiche Informationen finden Sie im Bildungsportal und auf Chancen NRW.

 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 5867 40.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Bildung, Telefon 0211 5867 3505.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

Datenschutzhinweis betr. Soziale Medien